Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},
Du liest die Ausgabe des 25. September 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.
📸 Nachdem wir vor einigen Wochen bereits Manuel Mauer portraitiert haben, geht es in dieser Woche dank des 35. Jubiläums des Fotoclubs erneut um Fotografie. Seien wir ehrlich: Wir waren selbst überrascht, wie viel Neues man in diesem Kontext lernen konnte. Bilder aus einer anderen Perspektive gedacht, unsere Geschichte der Woche.
Veranstaltungen & Unterhaltung
In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.
Auf einen Blick - Am Wochenende
🇦🇫 Für Erfahrungsberichte – Der frühere afghanische Richter Zaher Khalil berichtet über Frauenrechte, seine Arbeit in der Justiz und seinen Neuanfang in Deutschland. Der Vortrag findet am Freitag, 25. September, von 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr im Haus der Begegnungen statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
🎨 Für Kunstfreunde – Der Künstlerbund zeigt in „Die Neuen 2026“ Arbeiten der drei neu aufgenommenen Mitglieder Evelyn Hesselmann, Walli Popp und Brigitte Romann. Die Vernissage beginnt am Freitag, 25. September, um 19:00 Uhr. Die Ausstellung läuft von Samstag, 26. September, bis Sonntag, 01. November. Zu sehen ist sie in der Städtischen Galerie. Der Eintritt ist frei.
🎤 Für Wortakrobaten – Der Freidenker Slam bringt selbst geschriebene Texte zurück auf die Bühne. Am Freitag, 25. September, beginnt der Wettbewerb um 19:30 Uhr, bei dem die Künstler sieben Minuten Redezeit haben, um das Publikum ohne Hilfsmittel auf ihre Seite zu ziehen. Veranstaltungsort ist das Haus der Begegnungen. Tickets sind im Vorverkauf ab 8 € erhältlich.
👔 Für Karrierestarts – Beim 14. Azubi-Speed-Dating im Markgrafensaal treffen Abschlussklassen im 15-Minuten-Takt auf Ausbildungsbetriebe und können dabei direkt Bewerbungsunterlagen abgeben. Die Gespräche finden am Samstag, 26. September, von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist über die IHK möglich.
✏️ Für Mangafans – Beim Manga Day gibt es bis zu fünf Gratis-Mangas, Rätsel rund um die beliebten japanischen Comics sowie eine Kreativ-Ecke. Die Aktion läuft am Samstag, 26. September, von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr. Treffpunkt ist die Kinder- und Jugendbibliothek im zweiten Obergeschoss der Stadtbibliothek. Der Eintritt ist frei, die Gratis-Hefte gibt es, solange der Vorrat reicht.
🌙 Für Traumtänzer – Die musicalbuehne bringt Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ als Musicalfassung auf die Bühne. Gespielt wird am Samstag, 26. September, um 19:00 Uhr und am Sonntag, 27. September, um 17:00 Uhr in der Marionettenbühne. Tickets kosten 19 €, ermäßigt 15 €, der Einlass beginnt jeweils 30 Minuten vorher.
🪿 Für einen letzten Tanz – Die Cafébar GANZ verabschiedet sich mit „Goodbye Sounds“ und einem letzten gemeinsamen Nachmittag und Abend, an den Decks steht tnbrt. Los geht es am Sonntag, 27. September, ab 15:00 Uhr.
Auf einen Blick - Kommende Woche
🪩 Für Stehblues – Die AWO lädt zum Tanznachmittag in den hauseigenen Saal. Am Dienstag, 29. September, läuft die Veranstaltung von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.
🎃 Für Kürbisfreunde – Die Mittelstands-Union lädt zur Betriebsbesichtigung auf den Kürbishof Schnell, wo unter anderem Kürbiskerne angebaut und in der eigenen Ölmühle verarbeitet werden. Los geht’s am Dienstag, 29. September, um 17:00 Uhr. Treffpunkt ist der Kürbishof Schnell, Ringstraße 15 in Kammerstein-Neppersreuth. Um Anmeldung wird gebeten.
🎸 Für Bluesverliebte – Die AnnaBar lädt am Mittwoch, 30. September, zum „Blues Wednesday“ ein. Beginn ist um 18:00 Uhr. Auf dem Programm steht ein entspannter Konzertabend zwischen Barhocker und Bluesklassikern. Der Eintritt ist frei.
👔 Für Kontaktfreudige – Beim zweiten „Business, Bier & Brezn“ treffen Networking und eine Keynote von Marc Erras zum gelungenen Gesprächseinstieg aufeinander. Los geht es am Mittwoch, 30. September, um 18:30 Uhr im Gründerzentrum SCHWUNG, O’Brien-Straße 2. Die Teilnahme ist kostenlos, wegen begrenzter Plätze ist eine vorherige Anmeldung gewünscht.
⛪️ Für Neugierige – Beim Kneipengottesdienst zieht die Kirche wieder an den Tresen: Gespräche, Musik und Glaubensfragen stehen am Mittwoch, 30. September, ab 19:00 Uhr in der AnnaBar auf dem Programm, wo das Format regelmäßig stattfindet.
📖 Für Demokratiefreunde – Als Pre-Opening zur Langen Nacht der Demokratie liest Robert Wolfgang Segel aus „Alice im verwundeten Land“, anschließend ist eine Diskussion vorgesehen. Die Lesung beginnt am Mittwoch, 30. September, um 19:30 Uhr im Haus der Begegnungen.
🧑🎨 Für Kunstenthusiasten – Rike Markmann eröffnet unter dem Titel „Kunst und Öffentlichkeit“ eine Ausstellung mit Acrylgemälden, Aquarellen und Pastellzeichnungen. Die Vernissage findet am Donnerstag, 01. Oktober, um 18:00 Uhr im Foyer des Krankenhauses statt. Die Arbeiten sind anschließend zu den Öffnungszeiten des Hauses noch bis Montag, 26. Oktober, zu sehen.
🔢 Für Zahlenjongleure – Beim „Battle-Bingo“ im Metro treten am Donnerstag, 01. Oktober, klassische Bingofelder gegen ein etwas geselligeres Kneipenformat an. Los geht es um 19:00 Uhr, moderiert wird der Abend von Kadda und Mona. Plätze können vorab reserviert werden.
🚲 Für Pedalritter – Beim Schwabacher Stadtparkrennen richtet der RC Herpersdorf den Großen Fritz-Neuser-Preis inklusive Deutscher Meisterschaft im Para-Radsport, Nachwuchsrennen, Bayerischer Masters-Meisterschaft und Stadtmeisterschaft aus. Gefahren wird am Samstag, 03. Oktober, ab 10:00 Uhr und am Sonntag, 04. Oktober, ab 09:00 Uhr im Stadtpark. Für Kinder gibt es zusätzlich Bobbycar- und Laufradrennen, die Anmeldung zu den offenen Rennen erfolgt online.
Unser Partner der Woche: AOK BAYERN
Moderner Service in neuer Geschäftsstelle. Die AOK Schwabach hat seit Juli in der „Alte Rother Straße 2b“ für alle Kundinnen und Kunden geöffnet. Direktor Claus Eitel und sein Team freuen sich darauf, Kundinnen und Kunden in der neuen Geschäftsstelle willkommen zu heißen. Moderne Ausstattung, barrierefreier Zugang und eine angenehme Atmosphäre schaffen ideale Bedingungen für eine kompetente Beratung rund um Gesundheit und Krankenversicherung. Die neue AOK-Geschäftsstelle Schwabach: persönlich, modern und nah an den Menschen. (Anzeige)
Geschichte der Woche - Das Bild im Kopf
Vor ein paar Wochen hatten wir das Thema Fotografie an dieser Stelle eigentlich bereits ordentlich ausgeleuchtet, um sprachlich direkt ins Thema einzutauchen. Der Schwabacher Fotograf Manuel Mauer erklärte uns damals, warum nicht die Kamera das Bild macht, sondern der Mensch dahinter. Es ging um Perspektive, Licht, den richtigen Moment und die Kunst, manchmal eben nicht auf den Auslöser zu drücken.
Nun wird ausgerechnet der Fotoclub Schwabach 35 Jahre alt. Also noch einmal dieselbe Geschichte? Nicht ganz. Denn seit der Club am 18. Oktober 1991 gegründet wurde, hat sich nicht nur die Technik fundamental verändert. Rund 60 Mitglieder zählt der Verein heute, etwa 35 davon sind aktiv, inklusive einiger Gründungsmitglieder. Und während Filmrollen in den meisten Fällen durch Speicherkarten und Dunkelkammern durch Bildbearbeitungsprogramme ersetzt wurden, hat sich mindestens ebenso stark verändert, welche Bilder wir täglich sehen und was wir überhaupt noch für ein besonderes Bild halten.
Wenn Vorstand Michael Engelhardt alte und neue Fotografie vergleicht, fällt ihm zunächst etwas Praktisches auf: „Wir sind viel professioneller geworden, vor allem in der Präsentation der Bilder.“ Doch heißt professioneller automatisch auch origineller?

Foto: Privat | Michael Engelhardt
Zur Person: Michael Engelhardt fotografiert seit rund 40 Jahren und ist seit 2015 Mitglied des Fotoclubs Schwabach, heute als dessen erster Vorsitzender. 2025 wurden seine Arbeiten für die ARTMUC in München ausgewählt. Bei der Mittelfränkischen Fotomeisterschaft 2026 gewann sein Bild „Tausendfüssler“ zudem den Sonderpreis in der Sparte „Kreative Bildgestaltung“.
Das Motiv gab es schon
„Die Fotografie ist wie alles andere auch moderner geworden“, sagt Engelhardt. Gleichzeitig sei es durch die digitale Fotografie schwieriger geworden, „ein Motiv zu finden, das nicht bereits millionenfach abgelichtet wurde“.
Das Internet hat daran einen erheblichen Anteil. Wer viel auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken unterwegs ist, sieht sehr schnell, welche Motive, Farben und Bildstile scheinbar funktionieren. Und ebenso schnell, beobachtet Engelhardt, werden sie kopiert „Das ist schade, denn aus meiner Sicht entsteht das Bild im Kopf des Fotografen.“ Dabei hält er sich selbst keineswegs von sozialen Medien fern. Instagram nutzt er, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Seine wirklich guten Bilder teile er dort normalerweise aber nicht. Für den schnellen Post reicht die Aufnahme aus der Kamera, vielleicht noch kurz am Smartphone bearbeitet. Bilder, die ihm wichtig sind, bearbeitet er dagegen in Ruhe am Rechner.
Engelhardt zieht daraus allerdings nicht den Schluss, dass früher alles besser gewesen sei. Auch ein Motiv, das schon häufig fotografiert wurde, könne funktionieren. „Ein gutes Motiv wird nicht altmodisch.“ Die schwierigere Aufgabe ist eine andere: daraus noch ein eigenes Bild mit eigener Handschrift zu machen.

Logo: Fotoclub Schwabach e.V.
Über den Verein: Der Fotoclub Schwabach wurde am 18. Oktober 1991 gegründet und feiert 2026 sein 35-jähriges Bestehen. Heute zählt der Verein rund 60 Mitglieder. Zum Vereinsleben gehören unter anderem gemeinsame Fototouren, Bildbesprechungen, Workshops, Wettbewerbe und Ausstellungen. Die Jubiläumsausstellung läuft vom 26. September bis 24. Oktober 2026 im Alten DG.
Wenn Erfolg zur Vorlage wird
Das Problem begann zudem nicht erst mit künstlicher Intelligenz. Menschen haben sich schon vor Jahrhunderten immer an anderen Bildern orientiert, Stile übernommen und erfolgreiche Ideen weiterentwickelt. So funktioniert Kultur seit jeher, nicht umsonst spricht man zum Beispiel von unterschiedlichen “Schulen” der Malerei.
Digitale Plattformen haben diesen Prozess allerdings beschleunigt. Heute liegen zwischen einem erfolgreichen Bild und seinen zahllosen Varianten manchmal nur Stunden. Was Aufmerksamkeit bekommt, wird häufiger gezeigt. Was häufiger gezeigt wird, prägt wiederum unseren Geschmack. Nicht wenige werden beim Lesen dieser Zeilen an die sehr vergleichbaren ChatGPT Plakate an so manchem Geschäft oder Lokal denken. Wirkt KI also auch hier als Game-Changer?.
Dass verschiedene Bildgeneratoren tatsächlich erkennbare ästhetische Eigenheiten hervorbringen, zeigt ein dreiseitiger Forschungsbeitrag aus der Sektion „Student Abstracts“ der AAAI/ACM-Konferenz zu KI, Ethik und Gesellschaft. Untersucht wurden 306 Bilder aus den Programmen Midjourney, Stable Diffusion und Flux, ergänzt um Interviews mit 16 Bildprofis und eine Befragung von 430 professionellen Bildschaffenden. Die verwendete Plattform erklärte dabei 54 Prozent der Unterschiede im visuellen Ergebnis. Profis konnten Bilder den jeweiligen Generatoren mit Trefferquoten zwischen 71 und 82 Prozent zuordnen. Die Autorin spricht von eigenen „Platform Vernaculars“, einer Art visueller Sprache der jeweiligen Systeme.
Noch deutlicher wird das in einer Ende 2025 online veröffentlichten Studie im Fachjournal Patterns. Forschende ließen KI-Systeme Bilder erzeugen, beschreiben und aus diesen Beschreibungen wieder neue Bilder erzeugen, hundert Iterationen lang und mit sehr unterschiedlichen Ausgangspunkten. Am Ende liefen 700 solcher Ketten auf gerade einmal zwölf dominante Motivwelten zu: unter anderem Leuchttürme, Kathedralen und repräsentative Innenräume.
Die Wissenschaftler fanden dafür einen treffenden Begriff: „visual elevator music“. Bilder also, die funktionieren, gefällig wirken und sich irgendwann auffallend ähnlich sehen. Sie werden austauschbar. Wichtig ist allerdings die Einschränkung: Untersucht wurden autonome KI-Schleifen. Die Studie beweist nicht, dass jedes KI-Bild zwangsläufig im visuellen Einheitsbrei endet. Sie zeigt aber, dass heutige Systeme durchaus eine Tendenz zu vertrauten, wahrscheinlichen Motiven entwickeln können.
Bemerkenswert ist zudem, dass die Konvergenz auch bei anderen Modellpaaren bestehen blieb. Zugleich entwickelt sich generative KI derart schnell, dass solche Ergebnisse immer den Stand der jeweils untersuchten Systeme abbilden. Ein 12 Monate altes Forschungsprojekt ist eigentlich schon mehr oder weniger veraltet.
Festzuhalten bleibt dennoch, dass die Plattformen im Vergleich mit dem “Individuum Fotograf” aktuell durchaus zu Einheitsbrei neigen.
Wenn das Auge nicht mehr reicht

Foto: Ludger Bräuer | “Liebe”
Allerdings verändert KI nicht nur den breiten Durchschnitt unserer Bildwelten in Sachen Darstellung. Sie stellt zunehmend auch die Frage, ob ein Bild überhaupt noch fotografiert wurde.
Eine 2025 in Communications of the ACM veröffentlichte Studie ließ 1.276 Menschen zwischen echten und synthetisch erzeugten Bildern, Videos und Audioaufnahmen unterscheiden. Im Durchschnitt lagen die Teilnehmer nur bei 51,2 Prozent richtigen Antworten. Bei Bildern allein waren es sogar lediglich 49,4 Prozent. Das ist statistisch praktisch ein Münzwurf. Noch interessanter ist allerdings, wo sie sich irrten: Echte Inhalte erkannten sie zu 64,6 Prozent korrekt, Inhalte mit synthetischen Bestandteilen dagegen nur zu 38,8 Prozent. Das Problem ist also nicht nur, dass Menschen schlecht unterscheiden können. Sie neigen besonders dazu, künstlich erzeugte Inhalte für echt zu halten. Selbst Vorwissen über synthetische Medien verbesserte die Trefferquote nicht entscheidend.
Die Frage, wie sich ein KI-Bild von einem echten Foto unterscheiden lässt, gehört damit nicht erst einer fernen Zukunft. Das menschliche Auge ist dafür bereits heute kein verlässlicher Maßstab mehr. Und mit fortschreitender Technik dürfte zumindest die Hoffnung, man werde künstliche Bilder schon irgendwie „sehen“, kein besonders tragfähiges Konzept sein. Das gibt der Fotografie eine neue Ebene. Ein Bild kann heute aussehen wie eine Aufnahme, ohne dass ein Fotograf je vor dem vermeintlichen Motiv gestanden hat. Was bleibt dann neben der eigenen Bildsprache für ein individuelles Foto?
Eine eigene Handschrift dank oder trotz KI?

Foto: Marco Wenzel | “Lichtmalerei”
Michael Engelhardt sieht das erstaunlich gelassen. Für ihn verläuft die entscheidende Grenze nicht zwischen Fotografie und künstlicher Intelligenz. „Jedes Bildbearbeitungsprogramm hat KI integriert“, sagt er. Funktionen, die heute binnen Sekunden erledigt werden, hätten vor einigen Jahren noch stundenlange Retusche bedeutet. Das könne die Arbeit erheblich erleichtern.
Auch unter professionellen Bildschaffenden ist diese Haltung verbreitet: In der genannten AAAI/ACM-Untersuchung gaben 71,9 Prozent der befragten Profis an, KI erweitere ihre kreativen Möglichkeiten. Entscheidend sei deshalb etwas anderes, sagt Engelhardt: Die meisten Fotografen wollten ihren Workflow weiterhin selbst bestimmen.
Engelhardt selbst hat in rund 40 Jahren Fotografie viele Phasen durchlaufen. Das gehöre dazu, sagt er. Man probiert aus, beschäftigt sich mit unterschiedlichen Motiven, auch mit wechselnder Technik, verändert seinen Workflow und findet irgendwann heraus, welche Bilder man selbst machen möchte. Aber: „Durch die unzählige Bilderflut ist es immer schwieriger, etwas Neues zu schaffen.“
Gerade darin sieht er allerdings auch eine Stärke des Fotoclubs. Die Mitglieder seien sehr unterschiedlich, jeder habe sein Genre und seinen eigenen Arbeitsprozess gefunden. „Dadurch entstehen unterschiedliche Bilder mit einem eigenen Charakter. Das zeichnet unseren Fotoclub aus meiner Sicht aus.“
Bilder zu produzieren, ist so einfach geworden wie nie. Bilder zu finden, die gefallen, ebenfalls. Und selbst fotorealistische Szenen benötigen inzwischen weder Kamera noch Motiv.
Umso schwieriger wird etwas, das sich nicht automatisieren lässt: herauszufinden, welches Bild man selbst eigentlich machen möchte. Vor einigen Wochen erklärte Manuel Mauer an dieser Stelle, dass nicht die Kamera das Bild mache, sondern der Fotograf. Wir wollten diesen Gedanken eigentlich nicht schon wieder bemühen.
Nach 35 Jahren Fotoclub bekommt er allerdings eine kleine Ergänzung: Bevor der Fotograf ein Bild macht, muss er erst einmal eines im Kopf haben und letztendlich dann doch genau den einzigartigen Moment einfangen, der sich durch seinen Ursprung in einer echten Gegebenheit dann doch vom austauschbaren AI-Slop unterscheidet. Diese Kreativität zu bewahren, das wir die Aufgabe des Clubs auch in den kommenden 35 Jahren sein.
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Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen
⚽️ Landesliga-Update
Gegensätzlicher könnten die Wochen der beiden Schwabacher Landesligisten derzeit kaum laufen. Der SC04 setzte seine Serie mit einem 3:2-Auswärtssieg in Feucht fort. Mit 28 Punkten stehen die Nullvierer auf Platz zwei, nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Mögeldorf. Am Freitag, 25. September, wartet um 19:00 Uhr zuhause mit Buckenhofen (#4 – 12 Sp. – 23 P.) direkt der nächste Härtetest.
Beim SVU ist die Lage deutlich ungemütlicher: Auf das 2:4 beim TSV Buch folgte immerhin ein 1:1 gegen Weisendorf, maximal spannend mit Ausgleich in der 90. Minute. Die Roten Teufel stehen damit mit 13 Punkten auf Relegationsrang 15. Am Samstag, 26. September, geht es um 15:00 Uhr auswärts gegen den Jahn aus Forchheim (#9 – 12 Sp. – 16 P.).
🏭 Niehoff bleibt auf Wachstumskurs
Die Schwabacher Maschinenfabrik Niehoff gehört in seinem Jubiläumsjahr 2026 zu den 100 wachstumsstärksten Mittelständlern Deutschlands. Für das gemeinsame Ranking von Munich Strategy und Handelsblatt wurden mehr als 8.000 Unternehmen analysiert; bewertet wurden Umsatzwachstum und EBIT-Marge der Jahre 2021 bis 2025 zu gleichen Teilen. Niehoff gehört damit zu einem ziemlich exklusiven Kreis. Für Interessierte empfiehlt sich der Blick auf unsere Ausgabe 15/26.
🥾 Vorfreude auf Wanderwege
Nachdem sich der AMC Schwabach 2024 aufgelöst hatte, stand auch der seit den 1970er-Jahren gepflegte ADAC-Rundwanderweg am Heidenberg vor dem Aus. Die IG Heidenberg übernahm nach Abstimmung mit Büchenbach, Kammerstein und dem Landratsamt Roth die Pflege und erneuerte mit LEADER-Förderung die Beschilderung. Gefeiert wird die Wiedereröffnung am Samstag, 03. Oktober, ab 10:30 Uhr am Wanderparkplatz Kühedorf. Ab 11:00 Uhr folgen Eröffnung und geführte Wanderungen, dazu gibt es MTB-Angebote, Kuchen und Bratwürste.
🍽️ Tastival geht in die zweite Runde
Nach dem verschobenen Auftakt im Café Fux steht beim 2. Schwabacher Tastival der nächste Termin: Am Samstag, 17. Oktober, kochen Hans Spachmüller und Simon Bodenhausen im Gasthaus Spachmüller gemeinsam auf. Geplant sind mindestens sechs Gänge inklusive Aperitif, dazu Live-Musik und DJ; Einlass ist ab 18:00 Uhr, das Menü startet um 19:00 Uhr. Der Preis liegt bei 99 € pro Person. Für den Abend sind noch wenige Plätze frei.
🍷 Cuvini baut den Kalender aus
Nach der Neuausrichtung der Weinbar setzt Cuvini im Oktober verstärkt auf Veranstaltungsabende. Am Samstag, 10. Oktober, steht ab 19:00 Uhr ein „Blind Tasting“ mit vier italienischen Weinen ohne Etikett, passenden Feinkost-Häppchen, Wasser und Brot für 69 € pro Person an. Knapp eine Woche später folgt am Freitag, 16. Oktober, ebenfalls ab 19:00 Uhr eine Küchenparty: Profikoch Werner Raith bereitet vier Flying-Gänge zu, dazu gibt es Ferrari-Schaumwein und ausgewählte Weine von Ferrari & Lunelli. Der Preis liegt hier bei 49 € pro Person.
Aus Stadtrat & Verwaltung
🗓️ Aktuelle Sitzungen
Am Montag, 28. September, tagt der Personal- und Organisationsausschuss, am Mittwoch, 30. September, der Hauptausschuss. Der Stadtrat kommt am Freitag, 02. Oktober, zusammen. Direkt danach wird es finanziell ernst: Von Montag, 05. Oktober, bis Mittwoch, 07. Oktober, stehen drei Tage Haushaltsvorberatungen des Hauptausschusses im Markgrafensaal an. Die meisten Sitzungen beginnen jeweils um 16:00 Uhr und sind im Ratsinformationssystem der Stadt angekündigt.
🏗️ Acht neue Wohnungen an der Fichtestraße
An der Fichtestraße hat die GEWOBAU mit dem Bau von acht neuen Wohnungen begonnen. Entstehen sollen sie auf einer bereits versiegelten Hoffläche, also ohne zusätzliche unbebaute Fläche in Anspruch zu nehmen. Die Wohnungen werden vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss verteilt und sollen im Frühjahr 2028 bezugsfertig sein. Im Erstbezug werden sie im Rahmen der einkommensorientierten Förderung angeboten und damit als geförderter Wohnraum vergeben. Bemerkenswert ist zudem, dass Auszubildende der GEWOBAU das Projekt über längere Zeit begleiten und so den Bauprozess von Anfang an kennenlernen.
Das Beste kommt zum Schluss
Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!
Regierung feiert Erfolg, Deutschland wächst wieder

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Die deutsche Wirtschaft kommt offenbar besser in Tritt als noch vor wenigen Monaten erwartet. Die OECD hebt ihre Wachstumsprognose für 2026 deutlich an: Statt der im Juni erwarteten 0,7 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt nun um 1,1 Prozent zulegen.
Treiber sind unter anderem überraschend starke Exporte, die Nachfrage nach Elektronik und Ausrüstung im Zuge des KI-Booms sowie höhere öffentliche Investitionen in Infrastruktur. Für 2027 erwartet die OECD ebenfalls 1,1 Prozent Wachstum. Die Risiken bleiben, von Energiepreisen bis Weltpolitik. Nach reichlich Konjunkturpessimismus ist eine nach oben korrigierte Prognose trotzdem einmal eine Nachricht für diese Rubrik.
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