Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},
Du liest die Ausgabe des 14.August 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.
🛍️ Nach den zahlreichen Veranstaltungen der vergangenen Wochen lädt dieses Wochenende zum entspannten Flanieren, Bummeln und Einkaufen in der Schwabacher Innenstadt ein, um die Vielfalt unseres lokalen Einzelhandels und seine teils sehr jungen Betreiberinnen und Betreiber noch besser kennenzulernen - unsere Geschichte der Woche!
Veranstaltungen & Unterhaltung
In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.
Auf einen Blick - Am Wochenende
🍺 Für Bierseligkeit – Im Wilhelm Tell Biergarten findet am Freitag, 14. August, eine Biergartenandacht mit Pfarrer Dr. Paul-Hermann Zellfelder statt. Gedacht ist der Nachmittag als kurze geistliche Auszeit unter freiem Himmel, ganz ohne Kirchenbankpflicht. Beginn ist um 16:00 Uhr.
🍷 Für Wochenendgenießer – In der Schmiede läuft am Samstag, 15. August, „Beats ’n Drinks Vol. 2“. Los geht es ab 18:00 Uhr in der Schmiede.
🎺 Für Frühschoppen – Beim BeZAUBERnden Frühschoppen verbinden die Autumn Leaves Swing, Jazz, Rock und Blues mit den Illusionen von Jörg Spengler; dazu gibt es Bier, Weißwürste und Wienerle. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 16. August, ab 10:30 Uhr statt, Einlass ist ab 10:00 Uhr. Ort ist der Bürger-Treff Wolkersdorf, Tuchergasse 1. Der Eintritt kostet 10 € inklusive eines Getränks; bei schlechtem Wetter entfällt der Termin.
Auf einen Blick - Kommende Woche
🔎 Für Entdeckungsreisende – Die KinderKundschafter gehen auch 2026 wieder auf Tour durch Schwabach. Während der Pfingst- und Sommerferien verwandeln sich Spiel- und Bolzplätze in verschiedenen Stadtteilen in kleine Forschungsstationen. Die Aktionen richten sich an Kinder ab sechs Jahren und finden jeweils von 11:30 bis 17:30 Uhr statt. Dieses Jahr stehen folgende Locations auf dem Plan: Dienstag, 18. August, bis Donnerstag, 20. August, Hochgericht, Spielplatz Cellastraße - Dienstag, 25. August, bis Donnerstag, 27. August, Altstadt, Spielplatz Alte Linde. Das Abschlussfest steigt am Samstag, 29. August, von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Aurex.
☕️ Für Kaffeeklatsch – Die AWO Mittelfranken Süd ist am Dienstag, 18. August, ab 12:45 Uhr „Unterwegs mit Kaffee und Tanz“ nach Kreith unterwegs. Am Mittwoch, 19. August, gibt es ab 14:00 Uhr zudem den regelmäßigen Kaffeeklatsch im AWO-Saal.
🍹 Für Sundowner – Beim End-of-Summer-Event von Limerence stehen Tech-House-Musik, Getränke, Happy Hour und Padel auf dem Programm. Padel?! Ja, richtig gelesen! Die Veranstaltung findet am Freitag, 21. August, von 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der frisch eröffneten Stern.Osteria in der Wiesenstraße statt.
🎺 Für Blasmusikrocker – The Heimatdamisch spielen am Samstag, 22. August, ab 18:00 Uhr im Burgersgarten. Die Band verbindet bayerische Blasmusik mit Rock- und Pop-Klassikern, unter anderem mit Trompete, Posaune, Akkordeon, Tuba und Schlagzeug. Einlass ist ab 15:00 Uhr, los geht es um 18:00 Uhr. Die Tickets kosten 26 €, im Vorverkauf 23 €.
🍷 Für Künstler und Genießer – Bei „Sip & Glaze“ treffen Keramikgestaltung und eine Verkostung von fünf Weinen aus Südtirol aufeinander. Das außergewöhnliche Kombi-Event beginnt am Samstag, 22. August, um 18:00 Uhr bei Aurum Interior & Wine. Die Teilnahme kostet 59 € zuzüglich des ausgewählten Keramikstücks. Die Plätze sind begrenzt, Anmeldung über das Aurum.
Unser Partner der Woche:
SCHWABACHS BÄCKER DISTLER
Handwerk heißt für uns nicht nur, beste Zutaten in einem handwerklichen und maschinellen Prozess zu einem qualitativ hochwertigen Produkt für Sie zu mischen, zu kneten, zu backen. Handwerk heißt für uns auch, mit dem Ergebnis unserer Arbeit für Ihre Gesundheit zu sorgen. Es ist unser Ziel, Ihnen unsere Leidenschaft, das Bäckerhandwerk, näherzubringen. Deshalb veranstalten wir jährlich verschiedene Events, wie beispielsweise unsere Genussabende oder unsere Brotbackenkurse.
Geschichte der Woche - Die neue Lust am Laden

Foto: Bauernladen | Aaron & Helmut Schmidt bei der XXL-“Schlüsselübergabe im Sommer
Brot aus Gustenfelden, Eis vom Werzingerhof, Bier aus Bruckberg und vor allem Fleisch aus Weihenzell oder Külbingen. Wer Aaron Schmidt nach der Zukunft seines Ladens fragt, landet erst einmal nicht bei Apps, Algorithmen oder irgendeinem neuen Buzzword aus dem Handel. Man landet bei den Produzenten, vielmehr bei Familien, mit denen der Bauernladen Schmidt häufig seit Jahrzehnten zusammenarbeitet. Bei Fleisch, Wurst, Kuchen, warmem Mittagessen, regionalen Produkten und der Frage, wie sich ein Familienbetrieb entwickeln kann, ohne seine Herkunft zu verlieren.
In einer Zeit, in der in Deutschland in den kommenden Jahren in fast 200.000 Betrieben eine Unternehmensübergabe stattfindet und der Einzelhandel so stark unter Druck steht, wie vermutlich nie bevor, ist dies ein Thema, das viele Familien und Städte im ganzen Land bewegt. Zugleich bietet diese Situation die Chance, sich mit neuen, durchdachten Konzepten auch heute noch im Einzelhandel durchsetzen zu können. Für die heutige Ausgabe haben wir uns zwei ganz unterschiedliche Schwabacher Betriebe genauer angeschaut.
Die Zukunft eines Traditionsbetriebs

Foto: Bauernladen | Beim Bauernladen weiß man, woher die Lebensmittel stammen
Der Bauernladen ist keine Neueröffnung, die nun die ersten Monate überstanden hat. 1994 starteten Helmut und Christa Schmidt in der Höllgasse. Er als Gesicht des Ladens hinter der Theke, sie als Organisatorin und Herrin der Backstube im Hintergrund, doch nicht minder involviert. Inzwischen residiert der Betrieb seit rund zwei Jahren und nach aufwendiger Renovierung größer und sichtbarer in der Königstraße.
Das Sortiment reicht von regionalen Lebensmitteln über Heißtheke und Leberknödelsuppe bis zu Dingen, die man heute nicht mehr überall bekommt. Darm zum Selbstwursten etwa, auf Vorbestellung. Ein Randdetail, ja. Aber eines, das zeigt: Hier wird kein “Regional”-Sticker auf Standardware geklebt, sondern noch nah am Produkt und Hand in Hand mit Landwirten gearbeitet.

Foto: Familie Schmidt | Der Schmidt-Clan feiert nicht nur, er arbeitet auch zusammen
Zur Familie: Die Schmidts gehören seit nunmehr über 30 Jahren zum Schwabacher Stadtbild, obwohl sie im Ansbacher Umland wohnhaft sind. Die mittlerweile neunköpfige Familie betreibt den Bauernladen als echtes Familiengeschäft. In diesem Jahr übergab Vater Helmut Schmidt die Geschäftsführung an Sohn Aaron. Trotzdem unterstützen der Senior und Mutter Christa weiterhin im Laden sowie in der heimischen Backstube, wo unter anderem täglich frische Kuchen für den Laden zubereitet werden.
Seit 1. Juli dieses Jahres steht zudem Aaron Schmidt offiziell als Geschäftsführer im Betrieb. Die nächste Generation ist damit mittendrin, statt nur dabei. Bei den Schmidts sind es fünf Geschwister, vier Brüder und eine Schwester. Dass jemand aus der Familie übernimmt, war offenbar immer klar. Wer es wird, nicht. Mal war Bruder Micha im Gespräch, mal Aarons Zwillingsbruder. Am Ende wurde es Aaron.
Der Auslöser war allerdings kein feierlicher Übergabemoment oder gar ein gesteuerter Prozess. Sein Vater sei seit Jahren überarbeitet gewesen, erzählt Aaron Schmidt. Der Umbau des neuen Ladens sei neben dem Tagesgeschäft zu viel gewesen. Irgendwann sei er wegen Herzproblemen im Laden zusammengebrochen. Auch wenn dieser “Warnschuss” zum Glück glimpflich verlief und Helmut Schmidt heute wieder schelmisch wie eh und je, wenn auch mit weniger Stunden pro Woche, Kunden an der Ladentheke bedienen kann, habe die Familie gewusst: Jetzt muss sich sofort etwas ändern.
Ein harter Schnitt in einer eigentlich positiven Geschichte. Aber ohne sie würde man nicht verstehen, worum es bei Nachfolge gehen kann. Sie ist nicht nur die schöne Geschichte vom Weitermachen. Sie beinhaltet oft auch Kapitel von Verzicht, viel harter Arbeit, Belastung, die erklären, warum eine Vielzahl von Familienbetrieben an ihr scheitern. Die Schmidts haben konsequent gehandelt.
Zugleich war die Familie schon immer in das Ladengeschäft eingebunden. Auch deshalb sagt Aaron Schmidt, dass er nicht in die Nachfolge hineingedrängt wurde, sondern dass es eher ein natürlicher Prozess gewesen sei - wenngleich dieser durch den Zwischenfall deutlich beschleunigt wurde. Der Laden habe ihm immer Spaß gemacht, er sei seit seiner Kindheit hineingewachsen. Heute bereue er die Entscheidung nicht. Er sei stolz auf das, was seine Eltern aufgebaut haben. Wer mit ihm spricht, hört beides: Respekt vor der alten Leistung und den Wunsch, jetzt eigene Ideen in den Betrieb zu bringen.
Verantwortung und Veränderung
Chef in einem kleinen Familienbetrieb zu sein, heißt nämlich nicht, sich morgens hinter die Theke zu stellen und abends die Kasse zu zählen. Mit Unterstützung seiner Familie heißt das für Aaron konkret: Personalplanung, Einkauf, Buchhaltung, Digitalisierung, Social Media und natürlich die Arbeit im Laden selbst. Dazu kommt ein Problem, das inzwischen fast jeder kennt, der ein Unternehmen führt: gutes Personal. Der Bauernladen habe derzeit ein starkes Team, sagt er. Auch die ganze Familie sei nach wie vor mit dabei. Aber gelernte Fachverkäuferinnen und -fachverkäufer seien eben kaum noch zu finden.
Die Reaktion darauf ist nicht unbedingt jene, die man vor dem Klischee eines klar landwirtschaftlich verwurzelten Betriebes vermuten würde: bessere Prozesse, klarere Systeme und vor allem mehr Digitalisierung. Auch das ist Nachfolge im Jahr 2026. Schmidt studiert neben dem Laden noch Wirtschaftsinformatik. Die traditionellen Grenzen zwischen Landwirtschaft, Einzelhandel und digitalisierter Betriebswirtschaftslehre? Sieht man sich die Geschichte des Bauernladens an, merkt man, dass sie nicht erst mit Aaron, sondern schon seit Jahrzehnten verschwunden sind. Trotzdem gilt für den jungen Unternehmer: Vorne bleibt die Theke, hinten soll der Betrieb weiter modernisiert werden. Dabei ist das kein Gegensatz, sondern wahrscheinlich die Bedingung dafür, dass kleine Läden überhaupt noch Luft bekommen.
So blicken Vater und Sohn aber trotz allem optimistisch in die Zukunft. Am Ende, sagen sie, gehe es darum, den Menschen in Schwabach hervorragende Produkte und einen sympathischen Service zu bieten.
Einzelhandel 2.0

Foto: Cuvini | Außergewöhnliche Materialien und Maßanfertigung gehören zum Repertoire des Cuvini.
Spaziert man nach dem Einkauf im Bauernladen weiter die Königstraße und den Königsplatz hinunter und biegt dann in die Rathausgasse ein, findet man sich nach wenigen Minuten vor dem CUVINI wieder. Betrieben wird das Geschäft von Maria Schudack und Alex Sechi. Ihr Konzept: das Küchenstudio 2.0.

Zu den Personen: Maria Schudack und Alex Sechi arbeiten seit Mitte 2021 gemeinsam an ihrem Herzensprojekt “Cuvini”.
Die beiden Wahl-Schwabacher verbinden das Lebensgefühl Italiens und hochwertige Küchen mit Boutique-Charakter.
Nach fünf Jahren zünden Sie nun die nächste Entwicklungsstufe und bieten ab Herbst in einer Panineria auch tagsüber italienischen Genuss.
Schudack und Sechi wollten nie ein klassisches Küchenstudio schaffen. Küchen sollten anders präsentiert werden, eher wie in einer Boutique, hochwertig, persönlich, mit eigenem Stil. Viele klassische Küchenstudios seien auch heute noch unpersönlich, verkaufsorientiert und wenig inspirierend, sagt Schudack. Übersetzt könnte man sagen: langweilig und am Standard ausgerichtet.
Bei CUVINI geht es deshalb um Atmosphäre, Vertrauen und Beratung. Freitag und samstag öffnete bislang die Weinbar. Es gibt Kochabende, Veranstaltungen und Formate wie die BORA-Fahrradtouren: erst gemeinsam radeln, dann Aperitivo, Weinbar und Live-Kochen. Man muss nicht selbst im Funktionsshirt auf ein Rad steigen wollen, um die Idee zu erkennen. CUVINI versucht, ein Produkt nicht nur zu zeigen, sondern erlebbar zu machen.
Nun entwickelt sich das Konzept weiter, weil sich in den vergangenen Jahren deutlich gezeigt hat, welche Angebote besonders stark nachgefragt werden. Ab Ende September entsteht im Gastronomiebereich mit separatem Eingang eine Panineria by CUVINI. Dort soll es mittags italienische Panini geben, zum Mitnehmen oder zum Essen vor Ort.
Die Idee ist über längere Zeit gewachsen: Italienische Feinkost gehörte von Anfang an zur Vinothek, gleichzeitig fragten Stammgäste immer wieder nach einem Mittagsangebot. Auch die stärkere Ausrichtung auf Veranstaltungen folgt dieser Nachfrage. In den vergangenen Jahren gab es immer mehr Anfragen für Geburtstage, Firmenfeiern, Weihnachtsfeiern und geschlossene Gesellschaften. Statt regulären Weinbarbetrieb, Veranstaltungen und neue Gastroformate dauerhaft parallel zu betreiben, soll die Vinothek künftig stärker dort eingesetzt werden, wo die Nachfrage besonders groß ist.
Die Idee dieser Umstellung passt zum bisherigen CUVINI-Prinzip: Räume nicht nur zeigen, sondern bespielen. Wo tagsüber Küchen geplant werden, können abends geschlossene Gesellschaften, Kochabende, Firmenveranstaltungen oder eigene CUVINI-Events stattfinden. Das Küchenstudio bleibt dabei zentral. Nach fünf Jahren hat es sich in dem hochwertigen Segment etabliert, das Schudack und Sechi von Anfang an anstrebten. Entscheidend ist für sie heute nicht die Zahl der Termine, sondern deren Qualität und die persönliche Beratung.
Damit trifft CUVINI denselben Punkt wie der Bauernladen, nur von einer ganz anderen Seite. Dort werden regionale Produkte, Heißtheke und Mittagstisch weitergedacht. Hier werden Küchenstudio, Panineria und Eventlocation enger verzahnt. Beide Konzepte zeigen: Ein Laden muss heute mehr können, als die Tür aufzusperren. Er braucht einen Grund, warum Menschen kommen, und einen zweiten, warum sie wiederkommen.
Die Erfolgsformel

Foto: Cuvini | Im Cuvini lässt sich bei verschiedenen Events “La Dolce Vita” erleben und in Form einer neuen Küche auch ein Stück Lebensgefühl zu Hause einbauen.
Ist diese Art der Weiterentwicklung auch ein Teil der Erfolgsformel moderner Konzept? Was macht ein Ladengeschäft zu einem erfolgreichen? Beim Bauernladen ist dieser Grund die Mischung aus regionalen Beziehungen, Qualität und persönlicher Bindung. Bei Cuvini sind es Beratung, Verlässlichkeit, Atmosphäre und ein sehr klares Bild davon, welche Kundschaft man erreichen will. Zwei Konzepte, die äußerlich wenig gemeinsam haben. Innerlich schon.
Bruno Fetzer, selbst ehemaliger Einzelhändler und einer der Schwabacher Innenstadt-Kümmerer, denkt genau an solche Beispiele, wenn er über lebendige Innenstädte spricht. "Eine gute Lage hilft, aber sie trägt immer seltener allein. Gegen Internet, große Anbieter und veränderte Gewohnheiten brauchen Geschäfte heute eigene Ideen, sehr gute Produkte, Ausdauer und ein genaues Gespür für Schwabach. Hier haben wir in Schwabach viele gute junge Konzepte, aber auch alteingesessene Händler wie zum Beispiel die Spielerei, die sich stetig weiterentwickeln."
Dabei hat Schwabach in den vergangenen Jahren einige junge beziehungsweise jüngere Betreiberinnen und Betreiber hervorgebracht, die zeigen, dass diese Generation nicht mehr nur irgendwo bereitsteht. Andrea d’Ambra setzt auf italienische Feinkost und einen familiären Mittagstisch, Marco Krawczyk entwickelt im E-Center Frische- und Snackangebote weit über den üblichen Supermarktstandard, das BoStil prägt eine ganz andere Art von Möbelhaus und Katerina Preventi zeigt mit dem Gi Mas in Wolkersdorf, dass man für ein spannendes und erfolgreiches Konzept nicht einmal unbedingt in der Innenstadt beheimatet sein muss.
Trotzdem sind eine gute Idee, Leidenschaft und Lage nicht immer auch eine Erfolgsgarantie. Der rumänische Supermarkt RoMarca hatte ein spannendes Konzept und hielt sich trotzdem nur kurz. Die Gründe dafür von außen sortieren zu wollen, wäre billig. Als Erinnerung taugt der Fall trotzdem: Eine gute Idee ist noch kein stabiler Laden. Lage, Miete, Kundschaft, Sortiment, Kraft und Timing müssen lange genug zusammenpassen.
Die neue Lust am Laden ist deshalb kein hübscher Gegentrend für Stadtmarketing-Flyer. Sie ist Arbeit, Kalkulation, Kommunikation und oft genug auch Sturheit. Aaron Schmidt übernimmt kein für Jahrzehnte festbetoniertes Mauthäuschen, sondern einen lebendigen, sich wandelnden Betrieb. Maria Schudack und Alex Sechi führen kein Küchenstudio von der Stange, sondern setzen darauf, dass Menschen Beratung, Stil und Verlässlichkeit weiterhin persönlich erleben wollen.
Ob daraus eine lebendige Innenstadt wird, entscheidet sich aber nicht mit Artikel wie diesem, sondern mittags an der Heißtheke, abends in der Weinbar, im Beratungsgespräch, beim nächsten Einkauf.
Vor allem aber entscheidet es sich an einer unangenehm einfachen Frage: Gehen die Schwabacherinnen und Schwabacher hin, oder finden sie es nur schön, dass es solche Läden gibt?
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Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen
⚽️ Landesliga-Update
Uff, lieber schnell vergessen. Nach einem soliden Saisonauftakt erwischten die Urus einen rabenschwarzen Tag und kamen in Buckenhofen mit 7:2 unter die Räder. Besser machten es die 04er, die mit dem 1:1 gegen Aufsteiger Kalchreuth und dem 4:2 Auswärtssieg in Neuendettelsau eine deutlich bessere Woche erwischten. Aufgrund des Wochentagsspiels erwartet den SC04 (#4 - 6 Sp. - 10 P.) daher ein spielfreies Wochenende. Die Roten Teufel (#12 - 5. Sp. - 6P) haben am Sonntag, 16. August, um 15:00 Uhr die knifflige Chance zur Wiedergutmachung vor heimischer Kulisse gegen den aktuellen Tabellenprimus aus Mögeldorf (#1 - 5 Sp. - 15P).
🔨 Axt oder Erbe?
Am künftigen Hallenbad gibt es jetzt eine neue Fußgängerampel mit Goldschläger-Männchen. Manch einer mag in der Figur allerdings nicht Schwabachs edelstes Handwerk erkennen, sondern einen Axtmörder. Auch wenn es bei Grün möglicherweise etwas Ortskenntnis braucht, ist gerade bei Rot die Figur klar zu erkennen. Gleiches gilt übrigens auch für Dürers Ampel-Hasen in Nürnberg, den erkennt auch nur, wer ihn kennt. Wir verbuchen die Aufregung daher als Sommerloch-News und die Ampel als weiteres Stück Individualität im Stadtbild sowie Wertschätzung für ein Handwerk, das 2025 in das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurde. Wer den Goldschläger nicht erkennt, ist deshalb nicht zwingend ein Kulturbanause. Vielleicht ist er oder sie nur noch nicht lange genug Schwabacher.
👑 Auf die Plätze, fertig, Krönung!
Die Schwabanesen suchen für die kommende Faschingssaison 2026/2027 ein neues Prinzenpaar. Wer also schon immer einmal mit Hofstaat, Prinzengarde und Bühnenauftritten durch die fünfte Jahreszeit ziehen wollte, bekommt nun die Gelegenheit dazu. Wer Interesse hat, muss wissen: Das ist keine Kleinigkeit, sondern eine komplette Faschingssaison mit allem, was dazugehört, darunter zahlreiche öffentliche Auftritte, Vereinsleben, Präsenz und ein ordentliches Maß an Schwabacher Narrenglanz. Interessierte können sich direkt bei den Schwabanesen melden.
🎈 15 Jahre Reisefieber
Das TUI Reisecenter Schwabach von Yesim Tasöz feiert sein 15-jähriges Bestehen. In einer Zeit, in der viele Reisen mit drei Tabs, fünf Vergleichsportalen und einem leichten Nervenzucken beginnen, ist ein lokales Reisebüro keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso bemerkenswerter ist es, wenn ein Standort über anderthalb Jahrzehnte Kundschaft hält und offenbar weiter Lust auf persönliche Beratung macht. Wir gratulieren zum Jubiläum und wünschen weiterhin gute Nerven bei Flugzeiten, Umbuchungen und Menschen, die „nur mal kurz schauen“ wollen.
Aus Stadtrat & Verwaltung
🚧 Weitere Modernisierungsarbeiten in Schwabach
Auf der Nürnberger Straße wird es ab Montag, 17. August, enger. Bis Donnerstag, 27. August, sperren die Stadtwerke auf Höhe Feser Nutzfahrzeuge und der Tankstelle in beiden Fahrtrichtungen jeweils einen Fahrstreifen, weil dort ein Gasnetzanschluss hergestellt wird. Auch der Gehweg auf der Westseite im Bereich Feser ist gesperrt; Fußgänger werden im Norden an der Ampel bei Edeka und im Süden an der Kreuzung Nürnberger Straße/Fürther Straße auf die andere Straßenseite geleitet. Für alle, die dort ohnehin nur „mal schnell“ durchwollen: lieber etwas mehr Zeit einplanen und daran denken, dass die Modernisierungsarbeiten der Stadtwerke uns allen zugutekommen.
🏘️ Platz da
Die GEWOBAU will Wohnraum künftig gezielter tauschen lassen. Das neue Wohnungswechsel-Programm richtet sich an bestehende Mieterinnen und Mieter, deren Wohnung zu groß geworden ist, die barriereärmer wohnen möchten oder als Familie mehr Platz brauchen. Der Gedanke dahinter ist einfach, in der Praxis aber selten genutzt: Wenn kleinere Haushalte passendere Wohnungen finden, können größere Wohnungen für Familien frei werden. Interessierte müssen sich online für eine Wunschwohnung vormerken und den Hinweis „Wohnungswechsel“ angeben. Immerhin: Pro Jahr gibt es bei der GEWOBAU bis zu 90 Wohnungswechsel, darunter zehn Wohnungen mit vier bis sechs Zimmern.
Das Beste kommt zum Schluss
Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!
Kampf für den Regenwald zeigt erste Erfolge

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Wenn etwas, das lange in die falsche Richtung lief, messbar besser wird, ist das zwangsläufig eine gute Nachricht. Diesmal im besonderen Maße. Im brasilianischen Amazonasgebiet ist die Abholzung laut Tagesschau auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren gesunken: Zwischen August 2025 und Juli 2026 wurden rund 2.874 Quadratkilometer Regenwald abgeholzt, etwa 36 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Auch bei den Waldbränden gibt es Fortschritte. Im vergangenen Jahr waren rund 3,1 Millionen Hektar im Amazonasgebiet betroffen, etwa 80 Prozent weniger als im Vorjahr und die kleinste Fläche seit Beginn der Aufzeichnungen 1983.
Der Regenwald ist damit nicht gerettet, und 2.874 Quadratkilometer Verlust bleiben eine gewaltige Fläche. Aber zwischen all den Klimanachrichten, bei denen man sich morgens am liebsten direkt wieder die Decke über den Kopf ziehen möchte, ist das zumindest eine Nachricht, bei der die Richtung stimmt.
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Dein Baratier-Newsletter Team


