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Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},

Du liest die Ausgabe des 24. Juli 2026 und ein wunderbares Bürgerfest-Wochenende liegt vor uns.

Über Freunde, Familie und Bekannte neutral zu schreiben, ist nie einfach. Ein Glück sind sich beim Musikerhof alle in Schwabach einig: er ist eine Institution. Dass ein 30. Jubiläum in der 30. Ausgabe dieses Jahres ein wunderbarer Anlass ist, auf drei Dekaden Erinnerungen zurückzublicken, versteht sich ebenso von selbst. Unsere Geschichte der Woche.

Veranstaltungen & Unterhaltung

In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.

Auf einen Blick - Am Bürgerfestwochenende

🫪 Heute keine Termine? Keine Sorge!
📅 Natürlich gibt es auch in diesem Jahr den Baratier-Bürgerfestguide.
In den kommenden drei Tagen bekommt ihr jeweils um 08:00 Uhr einen Sondernewsletter mit allen Terminen, Konzerten, Veranstaltungen - übersichtlich portioniert und für eure ideale Wochenendplanung.
🤫 Außerdem dürft ihr euch auch wieder auf ein paar Geheimtipps eurer Mitbürgerinnen und Mitbürger freuen!

Auf einen Blick - Kommende Woche

🎤 Für Chorliebhaber – Beim „Vokalspaziergang“ wird die Stadtkirche am Donnerstag, 30. Juli, von 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr zum Klangraum für Stimme und Musik. Die Teilnahme kostet 12 €, ermäßigt 10 €, eine Anmeldung ist bis Montag, 27. Juli, erforderlich.

🖼️ Für Illusionisten – Das Stadtmuseum zeigt ab Donnerstag, 30. Juli, die Ausstellung „Der Illusionist“ von Yana Rishe. Zu sehen ist sie bis Sonntag, 20. September, zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums.

🍺 Für Limbach – In Limbach steht Ende Juli wieder die Kärwa auf dem Programm. Die Festtage laufen von Donnerstag, 30. Juli, bis Montag, 03. August. Zum Auftakt steigt am Donnerstag ab 19:30 Uhr die Mallorca-Party mit DJ Dengy. Für die Eröffnungsveranstaltung wird an der Abendkasse ein Eintritt von 8 € erhoben. Alternativ gibt es in der Kärwawoche jeden Tag um 19:00 Uhr Vorverkaufstickets für 6€. Am Freitag heizen die Rothseemusikanten ab 20:00 Uhr ein. Der Stimmungsabend am Samstag wird ab 19:00 Uhr von Klostergold bestritten. Sonntag startet der Tag mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Festzelt um 10:00 Uhr, bevor um 11:00 Uhr die Blasmusik loslegt. Um 20:00 Uhr gibt es dann die traditionelle große Verlosung. Am Montag startet der Kärwabetrieb um 15:00 Uhr bevor um 19:00 Uhr “Bretterbodn” noch einmal die Hütte auseinandernimmt.

🍝 Für Pasta-Liebhaber – Bei „Vino al dente“ treffen hausgemachte Pasta und ausgewählte Weine aufeinander. Das Vier-Gänge-Menü findet am Freitag, 31. Juli, um 19:00 Uhr in der Schmiede statt. Der Preis beträgt 89 € pro Person, Tickets sind vorab erhältlich.

🌳 Für Naturspürnasen – Der BUND Naturschutz führt von der Alten Linde über die Brünst und den Eichwasen rund um den Truppenübungsplatz; unterwegs wird die geplante Trasse der Juraleitung erläutert. Die etwa acht Kilometer lange Tour beginnt am Freitag, 31. Juli, um 17:00 Uhr an der Alten Linde und endet gegen 19:00 Uhr am Hosa Gärtla, Auf der Reit 3. Anmeldung per E-Mail.

🎶 Für Nostalgiker – Mode Machine bringt Musik von Depeche Mode auf die Bühne des Burgersgarten, anschließend knüpft die Voice Revival Party an. Das Konzert beginnt am Samstag, 01. August, um 17:00 Uhr, Einlass ist ab 15:00 Uhr; die Party startet um 22:30 Uhr. Konzerttickets kosten 23 € im Vorverkauf und 26 € an der Abendkasse, Partytickets 10 € beziehungsweise 12 €; das Kombiticket kostet 30 € beziehungsweise 35 €.

💃 Für alle Ladies – Beim Only Women’s Day 2.0 stehen in der Tanzschule Bogner Workshops zu Zumba, Yoga, Burlesque, Bauchtanz, Bachata Lady Style und Bauch-Beine-Po sowie Informationen zu Gesundheit, Hautpflege, Persönlichkeitsentwicklung und Vorsorge auf dem Programm. Der Erlebnistag für Frauen findet am Samstag, 01. August, von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr statt. Tickets kosten bis Sonntag, 26. Juli, 15 €, danach 19 € und werden online verkauft.

🎾 Für Sportfreunde – Der Tennisclub Rot-Weiß feiert sein 125-jähriges Bestehen mit einem zweitägigen Festprogramm. Am Samstag, 01. August, gibt es ab 13:00 Uhr ein kostenloses Trainingsangebot, gefolgt von einem Showmatch um 17:00 Uhr und einem gemeinsamen Abendessen sowie Live-Musik von Project X ab 19:00 Uhr. Am Sonntag, 02. August, geht es dann mit einem Weißwurstfrühstück weiter, bevor Sven Bach um 11:00 Uhr den krönenden Abschluss bildet.

Unser Partner der Woche:
EDEKA Krawczyk

Frische, die man schmeckt – bei EDEKA Krawczyk steht Qualität seit Generationen im Mittelpunkt. Ob knackiges Obst und Gemüse, ausgewählte Feinkost oder regionale Spezialitäten: Hier trifft Vielfalt auf persönliche Beratung. Mit Leidenschaft und einem feinen Gespür für Genuss sorgt das Team dafür, dass jeder Einkauf zu einem kleinen Erlebnis wird!

Geschichte der Woche - 30 Jahre Musikerhof

Foto: Oliver Gerung | Das Tor zum Musikerhof. Er feiert in diesem Jahr sein 30. Jubiläum.

Eigentlich war das Bürgerfest an diesem Sonntagabend vorbei. Eine schwere Sturmfront zog 2013 über Schwabach, der Verkehrsverein brach das Fest schweren Herzens ab, auf dem Marktplatz wurden Stände und Zelte geräumt. Auch der Musikerhof schickte Gäste und Helfer nach Hause. Die Technik war abgebaut, die Instrumente lagen geschützt im Waschhaus. Feierabend, könnte man meinen.

Doch als das Schlimmste vorüber war, nahmen die Daltons, unterstützt von ein paar Gästen, ihre Instrumente wieder in die Hand und spielten einfach weiter. Akustisch, ohne Anlage und mit einem Markus Grill, der selbst einem Schlagzeug, das aus Pizzablechen und Metallstehtischen unter einem Regenschirm besteht, fantastische Beats entlocken kann. Ungefähr 45 Minuten und einen Facebook-Post später war der Hof wieder brechend voll. Es regnete noch immer, aber offenbar hatte niemand vor, den Abend ein zweites Mal absagen zu lassen.

Das beschreibt recht gut den Geist, der den Musikerhof seit nunmehr 30 Jahren erfüllt“, erklärt das Trio, das den Hof auch drei Dekaden nach seiner Gründung noch schmeißt: Stefan „Bobby“ Leupold, Oliver Gerung und Steffen Mierdel. Wo andere nach einem Unwetter aufs Sofa flüchten, spielt die Musik in diesem Hof einfach weiter.

Foto: Matthias Hertlein | Steffen Mierdel, Oliver Gerung und Stefan Leupold

Zu den Personen: Die drei Ur-Schwabacher Steffen Mierdel, Oliver Gerung und Stefan “Bobby” Leupold rocken seit dreißig Jahren ehrenamtlich den Musikerhof. Was man von außen nicht sieht: Die Vorbereitung für das folgende Jahr beginnt meist schon in der Woche nach dem Bürgerfest.

Eine zündende Idee

Diese einzigartige Geschichte beginnt 1996 und, anders, als fälschlicherweise manchmal behauptet wird, nicht als Fortsetzung des legendären Handballerhofs. Beide Höfe existierten mehrere Jahre nebeneinander. Der Musikerhof war kein Erbe, sondern zunächst ein neuer Nachbar, dessen Lautstärke durchaus mit einer gewissen Skepsis betrachtet wurde.

Die Initialzündung kam von Thomas „Sigi“ Sigert. Er wohnte damals in einer Wohnung am Hof. Freunde erinnern sich an eines der ersten Lichterschiffchenfahren während des Weihnachtsmarkts: Von der Dachterrasse über den Garagen habe man bei Feuerzangenbowle das bunte Treiben auf der Schwabach beobachtet, bis irgendwann die Idee entstand, den bis dahin eher unspektakulären “Radieslershof” beim Bürgerfest zu bespielen. Leupold erinnert sich, dass Sigert ihn fragte, warum die Daltons, die damals regelmäßig im Pub, der heutigen Annabar, auftraten, nicht einfach einmal dort spielen sollten.

Ganz so einfach war es allerdings nicht. Handballerhof und Musikerhof Tür an Tür. Konnte das gutgehen? Beim Debüt stand Leupold deshalb gemeinsam mit dem damaligen Bürgerfestorganisator Karl Horst Wendisch am Ausgang. Die Vereinbarung war rustikal eindeutig: Wäre die Musik so laut gewesen, dass im benachbarten Handballerhof keine Unterhaltung mehr möglich gewesen wäre, hätte das erste Lied zugleich das letzte werden können. Doch die Waikiki Beach Bombers durften weiterspielen. Aus der befürchteten Konkurrenz wurde ein gutes Miteinander.

Dies lag auch daran, dass das Quartett aus Sigert, Gerung, Leupold und Mierdel in den Anfangsjahren nicht nur auf Livemusik setzte. “Ohne die Idee, Kunst mit Musik zu verzahnen, hätten wir die Erlaubnis für den Hof wohl nie bekommen”. Vor Beginn des Musikprogramms wurde der Musikerhof daher mit einer Vernissage eröffnet, bevor das gesamte Wochenende über Kunst im dortigen “Waschhaus” besichtigt werden konnte. In den ersten Jahren waren Werke von Willy Probst zu sehen, später prägte Reinhard Bienert die Ausstellungen. Der im Januar 2026 verstorbene Künstler und Grafiker hatte unter anderem die ikonischen Plakate für das Schwabacher Bürgerfest entworfen. Unterstützung kam auch von Hartmut Hetzelein, dem heutigen Bürgerfestchef. Vor allem aber stellte Gastgeberin Jutta Tennfelde ihren Hof ohne viel Aufhebens zur Verfügung – und tut dies bis heute.

30 Jahre steter Wandel

Foto: Stefan Müller | Keine Crew, kein Bürgerfest. Die Mannschaft unter dem Schirm hält den Hof am laufen.

So kümmerte sich Sigert gerade zu Beginn um Kunst, Dekoration und die Vorbereitung des Hofs. Das heute noch tätige Trio betrieb gemeinsam mit zahlreichen Helfenden den gastronomischen Teil des Hofs. Auch nach dem Ausscheiden Sigerts aus der aktiven Organisation Mitte der 10er-Jahre ist die Rollenverteilung ähnlich. Der Hof hat sich seit 1996 allerdings deutlich weiterentwickelt.

Kaum vorstellbar, aber in den Anfangsjahren gab es eine einzelne Theke und einen Durchlaufkühler. Ein Kühlanhänger war noch Zukunftsmusik. Angesichts heutiger Besucherzahlen und sommerlicher Klimawandel-Temperaturen erscheint das ähnlich kühn wie ein Schlagzeug aus Pizzablechen. Immerhin, sagt Leupold trocken, gebe es heute „auch kaltes Bier“.

Natürlich gibt es nach dreißig Bürgerfesten auch eine Menge fantastischer und kurioser Geschichten zu erzählen.

Denkwürdig wurde es vor allem oft, wenn etwas nicht so klappte. Manchmal waren es harmlose Anekdoten, wie in dem Jahr, als Gerung aus Versehen das Weinfass mit Zweikammersystem - Rot und Weiß - durch abwechselnde Befüllung kurzerhand in ein Roséfass verwandelte. Dem Absatz habe es nicht geschadet, berichten die drei lachend, “Einen super Rosé habt ihr dieses Jahr!”

Manchmal war es auch kritischer, wie in dem Jahr, als die eigentlich bestellte Band kurzfristig am Freitagmorgen für den gleichen Abend absagte. Die kurzerhand organisierte Ersatzband mit ihrem gleichfalls improvisierten Ersatzprogramm begeisterte den Musikerhof trotzdem. Und nicht zu vergessen natürlich der legendäre Abend aus der Einleitung.

Passend zu diesen Geschichten feiern am Samstagmittag einige Männer im Hof ihren 30. Geburtstag, die im Gründungsjahr des Musikerhofs geboren wurden. Während sie älter wurden, manche dieser Geschichten selbst miterlebten und mit dem Hof aufwuchsen, wurde aus einer spontanen Idee ein Schwabacher Kulturgut.

Um neun Uhr auf, um fünf nach neun voll

Foto: Sven Bach | Volle Hütte beim Frühschoppen

Dies hängt auch mit dem heute heißbegehrten Frühschoppen zusammen. Sven Bach trat bereits 1995 im Handballerhof auf. Ab 1998 begleiteten ihn Leupold und Stefan Müller sogar als Gäste “von jenseits der Hofmauer”. Erst als die Handballer 2004 aufhörten, wechselte der Frühschoppen endgültig herüber. „Der Weg war kurz“, sagt Leupold. Die Verbindung aus Bachs Geschichten und Dichterlesungen mit den akustischen „Musikinseln“ habe schlicht gepasst. Der Rest sei Geschichte.

Wie begehrt die Plätze auch heute noch sind, sieht man an einem Ritual, das sich in den letzten Jahren eingeschlichen hat. Vor dem geschlossenen Vorhang warten die ersten Gäste auf Einlass. Wer besonders früh kommt, erlebt bereits draußen ein kleines Warm-up von Sven Bach. „Um 9:00 Uhr machen wir auf, um 9:05 Uhr ist der Hof voll“, sagt Mierdel. Ein Statement, wenn man bedenkt, wann die meisten am Bürgerfestsamstag nach Hause in ihr Bett finden und wie dunkel manche Sonnenbrillen am Sonntagmorgen auch um 08:00 Uhr sein müssen.

Ohnehin besteht die besondere Leistung des Musikerhofs weniger darin, 30 Jahre lang Konzerte veranstaltet zu haben. Entscheidend ist, wer dort inzwischen gemeinsam steht: Menschen, die schon 1996 dabei waren, ihre Kinder, teils ihre Enkel und deren Freunde. Manche leben längst nicht mehr in Schwabach oder nicht einmal mehr in Deutschland. Zum Bürgerfest kehren sie zurück.

„Der Musikerhof ist so für viele, wie das Bürgerfest als Ganzes, ein Treffpunkt geworden“, sagt Leupold. Zur Institution möchte er den eigenen Hof nicht erklären. Das überlässt man in Schwabach besser dem Publikum. Dieses stimmt seit Jahrzehnten mit den Füßen ab.

Eine große Musikerhoffamilie

Foto: Felix Müller | Seit über 30 Jahren auf und neben der Bühne ein Herz & eine Seele - Stefan Müller & Stefan Leupold

Einer der Gründe dafür sind auch Stefan Müller, Uwe Kamolz, Lutz Mays, Markus Grill und Leupold selbst. Die “Daltons” gehören zum Inventar der Bühne, standen in dieser Formation den Großteil der 30 Jahre mindestens einmal, manchmal sogar dreimal an einem Wochenende gemeinsam auf der Bühne. Langweilig? In jedem Jahr reicht die Schlange vor dem Vorhang an “ihrem Samstagabend” bis weit auf den Marktplatz.

Die Musiker halten es dabei wie der Hof und veränderten sich über die Jahre. Unvergessen das jahrzehntelang prägende Duett “Piano Man” von Müller und Leupold, das aber nach vielen Jahren trotzdem anderen, neuen Hits wich. Gleichzeitig bringen alte Gassenhauer wie “Those were the days” auch heute noch Hofbesucher von 16 bis 96 Jahren zum Toben.

Doch der Hof lebte nie nur von den alten Bekannten auf und vor der Bühne. Etablierte Bands von außerhalb waren ebenso Teil des Programms wie die Schwabacher Musikschule oder die Auftrittsmöglichkeiten für Jugendbands wie die Teenagerformation In Regards mit der zweiten Generation Müller, in Person von Felix. “Künstlerisch war das damals vielleicht noch nicht ganz ausgereift und die Frisuren waren auch kriminell”, lacht er heute. Der Hof war trotzdem voll.

Foto: Baratier | Southern Comfort Zone mit Sandra Gierse, Katharina Schlammberger & Felix Müller

Mit Southern Comfort Zone ist daraus inzwischen eine neue feste Größe geworden. Die Modern-Country-Formation verbindet Musiker aus der gewachsenen Daltons-Welt mit einer jüngeren Generation und eröffnet auch 2026 am Freitag das Bürgerfest im Musikerhof. Heute sitzt jeder Handgriff und Felix Müller sowie die beiden Sängerinnen Sandra Gierse und Katharina Schlammberger zeigen, dass sich der Hof musikalisch keine Sorgen um seine Zukunft zu machen braucht. Bereits im zweiten Jahr war die Schlange nur wenig kürzer als bei “den Alten” am Samstagabend.

Dass am Sonntagabend dann alle Musiker gemeinsam auf der Bühne stehen und das Wochenende mit dem Publikum gemeinsam noch einmal mit Vollgas ausklingen lassen, passt zum nie ruhenden Hof. Auch diese Sonntage haben ihre eigenen Abschiedsbilder hervorgebracht. Wenn Stefan Müller und die Daltons zum Abschied „We Are the World“ anstimmen und die spratzelnden Sternlassspeier den Hof erhellen, vibriert die Luft.

Für Leupold ist es der Moment, von der Bühne auf ein Publikum zu schauen, das ein friedliches und unkompliziertes Wochenende miteinander verbracht hat: „Es ist wahnsinnig schön, über all die Jahre so ein Publikum zu haben.“ Man sei am Sonntagabend glücklich und erleichtert, dass Menschen einfach zusammenkommen konnten, um gemeinsam eine gute Zeit zu haben.

Foto: Unbekannt | Die Daltons: Stefan “Bobby Leupold” am Piano, Lutz Mays am Bass, Stefan Müller am Mikrofon, Markus Grill an den Drums und Uwe Kamolz an der Gitarre. Seit Jahrzehnten sind sie ein Garant für einen vollen Hof, egal wann und wie oft sie auftreten.

Noch ein paar Jährchen

Doch stellt sich bei einem 30. Jubiläum bei aller Freude zwangsweise auch die Frage nach dem Alter. Mierdel, Gerung und Leupold sind inzwischen um die 60. Ein Bürgerfestwochenende wird mit jedem Jahr körperlich weniger romantisch. Trotzdem klingt das Trio nicht nach Abschied. Man habe den Hof nie mit einem 30-Jahres-Plan begonnen. Plötzlich stehe das Jubiläum vor der Tür und man frage sich, wo die Zeit geblieben sei.

Solange es allen Spaß mache, habe niemand etwas dagegen, „wenn der Hof noch ein paar Jährchen auf diese Art und Weise weitergeht“. Ob es in dieser Form bis zum 40. Geburtstag reicht, werde die Zukunft zeigen.

Fest steht: Der Musikerhof ist für viele Menschen in Schwabach Teil ihrer Identität und persönlichen Geschichte. Hier haben Beziehungen begonnen, Freundschaften Hochphasen erlebt und viele Menschen zusammen einzigartige Momente erlebt.

Und wenn wieder einmal ein Sturm die Pläne zerlegt, weiß man im Musikerhof inzwischen, was zu tun ist: Instrumente aus dem Waschhaus holen, einen Schirm über die Fässer stellen und schauen, ob irgendwo noch ein Pizzablech für Markus Grill herumliegt.

Foto: Felix Müller | Zum Ausklang eines jeden Jahres das gleiche, wunderbare Bild

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Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen

⚽️ Landesliga-Update
Durchwachsener Saisonstart für die Schwabacher Vereine. Für die Urus setzte es zuhause eine 2:3-Niederlage gegen Bayreuth. Der SC04 erkämpfte sich auswärts bei der Quelle Fürth immerhin ein 1:1. Auch im Bayerischen Totopokal mussten sich die Roten Teufel nach einer 2:1-Niederlage gegen Wendelstein leider frühzeitig verabschieden. Grund genug, mit Wut im Bauch die ersten Siege einfahren zu wollen. Für die Urus geht es direkt zum nächsten Klopper: auswärts gegen Großschwarzenlohe. Anpfiff ist am Freitag, 24. Juli, um 19:00 Uhr. Der SC04 empfängt zuhause am Samstag, 25. Juli, um 15:00 Uhr die Eintracht aus Münchberg.

🤧 Anfang vom Abschied
Was war das für ein emotionaler Bürgerfestauftakt. Vor Kurzem gab Tobias Franzke bekannt, dass Schwabachs Kult-Kaffeehaus „Das Café“ im Spätherbst schließen wird – nach 40 Jahren in Familienhand und neun intensiven Jahren im Nebenbetrieb, einer fröhlichen, aber sicherlich auch fordernden Zeit.

Am gestrigen Donnerstag begann nun das letzte Kapitel dieser langen Gastro-Geschichte mit einem Bürgerfest-Warm-up, das vielen lange in Erinnerung bleiben dürfte. Mit Felix Müller übernimmt in diesem Jahr eines der ehemaligen „Thekenkinder“ die traditionelle Foto- und Kunstausstellung zum Bürgerfest. Er gehört zu jener Schwabacher Generation, die mit Tobias’ Mutter Margit im Café aufgewachsen ist und deren Kindheitserinnerungen eng mit grünen Haribo-Fröschen an der Orangina, Margits guter Laune und ihren frechen Sprüchen verknüpft sind. Seine zehn Bilder zeigen Impressionen aus der jüngeren Vergangenheit, somit einen Ausschnitt aus 30 Jahren Musikerhof und verbinden damit gleich mehrere Kapitel lokaler Stadtgeschichte.

„Dass es jetzt doch neun Jahre geworden sind, war so nie geplant“, gab Tobias Franzke bei seiner Eröffnung zu. Die Menschen, die sich an diesem Abend um das beschauliche Café drängten, zeigten, wie viel er, seine Familie und sein Serviceteam über all die Jahre richtig gemacht hatten. Diese neun Jahre waren mehr als ein Appendix zu Margits 31 Jahren. Sie waren ein eigener, wunderbarer Abschnitt in der Geschichte einer Familie, die den Schwabacher Marktplatz über rund drei Generationen geprägt hat.

Besonders berührend wurde es beim letzten Lied des Abends, als Felix Müller seinen Senior Stefan Müller in der Manier der „Tafelkonzerte“ bei „Gute Nacht, Freunde“ auf der Gitarre begleitete. Spätestens da wurde aus einem Warm-up ein plötzlich greifbarer Abschied.

Viele Gedanken galten noch einmal Margit Franzke, und nicht nur im Publikum flossen Tränen. Doch neben der Trauer über die bevorstehende Schließung einte vor allem das Gefühl der Dankbarkeit: für vier Jahrzehnte „Gastronomie Franzke“, für unzählige Begegnungen und für einen Ort, an dem ein gutes Stück dessen, was unser Schwabach ausmacht, zu Hause war.

Foto: Baratier | Julia & Tobias Franzke (Mitte) genossen sichtlich gerührt das Bürgerfest Warm-Up mit ihrem Team und den jahrzehntelang verbundenen Musikern

Aus Stadtrat & Verwaltung

♻️ Umweltmobil kommt
Am heutigen Freitag, 24. Juli, ist das Umweltmobil wieder in Schwabach unterwegs. Angenommen werden giftige und umweltschädliche Abfälle aus Privathaushalten sowie vergleichbare Mengen aus Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben – kostenlos und in haushaltsüblichen Kleinmengen. Stationen: 13:30 Uhr–14:30 Uhr – Penzendorf, Rennweg; 15:30 Uhr–17:00 Uhr – Walkersreuther Straße (Realschule)

Immobilien-Partner der Woche
Wartzack & Kollegen

Das Beste kommt zum Schluss

Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!

Dank dem Ehrenamt!

Foto: Verkehrsverein Schwabach | Hinten: Hartmut Hetzelein, Bruno Fetzer, Rudi Nobis, Jürgen Schabtach, Jan Pilsner, Christian Lehmann - Vorne: Richard Schwager, Ingrid Schabtach, Anneliese Hetzelein, Angelika Preinl, Kurt Preinl,

Wie viel Arbeit so ein Bürgerfest macht, weiß nur, wer schon einmal hautnah dabei war. Natürlich macht es auch Spaß – zum Glück, denn sonst gäbe es wohl keine Höfe und kein Fest. Dennoch ist das, was im Musikerhof, in den anderen Höfen und in der Organisation des Bürgerfests geschieht, ein echter Knochenjob.

Daran sollten wir denken, wenn wir in den nächsten drei Tagen unterwegs sind. Kippen gehören in den Mülleimer, denn sonst darf sie am nächsten Morgen jemand aus dem Kopfsteinpflaster pulen. Gläser sollten möglichst heil zurückgegeben werden, damit sich beim nächtlichen Ausfegen niemand verletzt. Und ein einfaches Danke tut wirklich niemandem weh.

Dass Menschen das ganze Jahr darüber nachdenken, wie sie anderen ein schönes Wochenende bereiten können, ist nicht selbstverständlich. Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand im ersten oder dreißigsten Jahr mithilft. Jede Minute Einsatz für die Gemeinschaft ist gleich viel wert.

Unser Dank gilt deshalb den Servicekräften, Hofteams, Vereinen und allen Menschen hinter den Kulissen - stellvertretend dem Verkehrsverein und seinen langjährigen Organisatorinnen und Organisatoren, sowie Oliver Gerung, Steffen Mierden und Stefan Leupold vom Musikerhof. Ihr aller Einsatz ist wahrlich eine gute Nachricht!

Vergelt’s Gott und ein schönes Bürgerfest.

🫶 Danke, dass Du und {{active_subscriber_count}} Abonnenten sich heute die Zeit genommen haben, uns zu lesen!

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