Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},
Du liest die Ausgabe des 30. Oktober 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.
📅 Noch 58 Tage bis Weihnachten. Keine Sorge, wir verschonen Euch diese Woche noch mit „Last Christmas“! Stattdessen gibt es mehr als 16.000 gute Gründe, sich unsere heutige Geschichte der Woche genauer zu Gemüte zu führen. Wir stellen einen Mann vor, der die Geschicke Schwabachs seit über vier Jahrzehnten mitgestaltet und dabei bayerische Parlamentsgeschichte geschrieben hat.
Veranstaltungen & Unterhaltung
In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.
Auf einen Blick - Am Wochenende
🐹 Für kleine Monsterfreunde – Beim Lesespaß mit Hardy Hamster steht am Freitag, 30. Oktober, um 15:00 Uhr das Bilderbuch „Bist du hungrig wie ein Monster?“ von Guilherme Karsten auf dem Programm. In der Stadtbibliothek wird die Geschichte im Rahmen des Club 5 für Kinder ab fünf Jahren vorgelesen. Die Teilnahme ist kostenlos.
🎃 Für Kürbiskünstler – Bei der „Pumpkin Painting Night“ werden am Freitag, 30. Oktober, ab 18:30 Uhr unter Anleitung der Nürnberger Malerin Patricia Leon-Torres Kürbisse bemalt. Der Kreativabend findet im Café Noam (ehemals Café Ganz) statt und richtet sich an Anfänger und Fortgeschrittene. Die Teilnahme kostet 24,90 € inklusive Kürbis, Malmaterialien, Begrüßungsgetränk und Snacks. Eine Anmeldung ist per Instagram-Direktnachricht oder E-Mail beim Café möglich
🦉 Für Nachtschwärmer – Unter dem Motto „Good Music, Dark Vibes, Halloween Night“ wird die Halloween-Nacht im Licht gefeiert. Bei „Soundcheck Halloween“ steht dabei am Samstag, 31. Oktober, ab 21:00 Uhr House Music auf dem Programm.
👻 Für Gruselfreunde – Die Interessengemeinschaft Dietersdorf veranstaltet am Samstag, 31. Oktober, ab 18:00 Uhr eine Halloween-Party für Kinder und Erwachsene. Gefeiert wird am Dorfweiher in Dietersdorf mit Musik, Essen und Getränken. Die Veranstaltung findet im Freien statt und entfällt bei schlechtem Wetter.
👼 Für himmlische Klänge – Beim traditionellen Engelisingen des Verkehrsvereins Schwabach am Sonntag, 01. November, um 18:00 Uhr erklingen wieder Lieder und Posaunenklänge vom Turm der Stadtkirche. Zuhörer können die musikalischen Darbietungen in vier Himmelsrichtungen vom Königsplatz aus verfolgen. Im Anschluss gibt es für die Kleinen die ebenso traditionellen Rosinenbrötchen.
Auf einen Blick - Kommende Woche
🎸 Für Bluesfans – Am Mittwoch, 04. November, steht in der AnnaBar wieder der „Blues Wednesday“ auf dem Programm. Ab 18:00 Uhr gibt es Live-Musik in der Bar in der Bachgasse. Das Veranstaltungsformat findet regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat statt und bringt Bluesmusik in die Innenstadt.
⚽️ Für Tischfußballer – Im Metro findet am Donnerstag, 05. November, ab 19:30 Uhr ein Kickerturnier statt. Gespielt wird in Zweierteams, die sich an den Tischen in der Ludwigstraße 1 miteinander messen. Die Anmeldegebühr beträgt 5 € pro Team. Für den ersten Platz gibt es einen Metrodrom-Gutschein über 50 €, für den zweiten Platz einen Gutschein über 15 €.
🦜 Für Vogelfreunde – Der Verein der Vogelliebhaber veranstaltet am Samstag, 07. November, von 09:00 bis 18:00 Uhr und am Sonntag, 08. November, von 09:00 bis 17:00 Uhr seine große Vogelschau mit Aquariumschau. Ausstellungsort ist die Johannes-Kern-Mittelschule. Der Eintritt beträgt 3,50 € für Erwachsene und 1,50 € für Kinder. Einer unserer Redaktionsgeheimtipps des Jahres für Familien!
🎨 Für Kunstinteressierte – Der Nürnberger Grafiker Georg Baier zeigt von Samstag, 07. November, bis Sonntag, 13. Dezember, seine Ausstellung „Halten Sie durch“ in der Städtischen Galerie am Königsplatz. Seine karikaturhaften Zeichnungen setzen sich mit menschlichen Eigenheiten und gesellschaftlichen Widersprüchen auseinander. Zur Eröffnung am Freitag, 06. November, um 19:00 Uhr wird zudem ein gemeinsam mit Ingo Cesaro gestalteter Kalender für 2027 vorgestellt.
Unser Partner der Woche:
EDEKA KRAWCZYK
Frische, die man schmeckt – bei EDEKA Krawczyk steht Qualität seit Generationen im Mittelpunkt. Ob knackiges Obst und Gemüse, ausgewählte Feinkost oder regionale Spezialitäten: Hier trifft Vielfalt auf persönliche Beratung. Mit Leidenschaft und einem feinen Gespür für Genuss sorgt das Team dafür, dass jeder Einkauf zu einem kleinen Erlebnis wird!
Geschichte der Woche - Von “Ganz unten” zum Rekord

Foto: Freller | Mode kam und ging, doch Freller blieb - seit mehr als 16.000 Tagen
Was wäre eigentlich passiert, wenn Karl Freller 1996 Oberbürgermeister von Schwabach geworden wäre? Die Frage ist gar nicht so abwegig. Schließlich trat der CSU-Politiker einst gegen Hartwig Reimann (SPD) an, der das Schwabacher Rathaus zwischen 1970 und 2008 ganze 38 Jahre lang regierte. Freller unterlag und blieb damit auf jenem politischen Weg, der ihn Jahre zuvor bereits ins Münchner Maximilianeum geführt hatte. Womöglich eine jener Niederlagen, die im Rückblick ganz andere Wege eröffnen.
Denn ausgerechnet diese beiden Politiker aus Schwabach verbindet heute eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit: Reimann war bei seinem Ausscheiden 2008 Deutschlands dienstältester Oberbürgermeister. Und Freller? Der hält seit dem 14. Oktober 2026 den Rekord als dienstältester Abgeordneter des Bayerischen Landtags seit 1946. Zwei Politiker, zwei Parteien, zwei außergewöhnliche Karrieren. In Schwabach scheint man jedenfalls eine gewisse Ausdauer für politische Ämter mitzubringen.
16.065 Tage gehörte Freller dem Landtag an, als er den bisherigen Rekordhalter Thomas Goppel überholte. Seit seinem Einzug am 20. Oktober 1982 sind es inzwischen 44 Jahre. Der 70-Jährige ist damit zugleich der dienstälteste aktive Abgeordnete in einem deutschen Parlament. Sechs bayerische Ministerpräsidenten hat er erlebt, neunmal wurde er wiedergewählt.
Wenig überraschend, dass eine so langen Zeit von so manch spannender Geschichte, schmerzhaften Niederlagen, aber eben auch großen Erfolgen geprägt wurde.
Ganz unten
1982 war Karl Freller gerade einmal 26 Jahre alt. Er hatte bereits als Redakteur beim Schwabacher Tagblatt gearbeitet und unterrichtete als Religionslehrer, als er auf dem letzten Listenplatz der mittelfränkischen CSU für den Landtag kandidierte. Böse Zungen würden sagen: als Listenfüller.
Seine Wahlkampfstrategie war daher ebenso einfach wie ungewöhnlich: „GANZ UNTEN“ stand auf den Werbeblättern, die Freller nach eigener Erinnerung in nahezu alle Briefkästen Schwabachs und des Landkreises Roth verteilen ließ. Er schaffte es trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - ins Maximilianeum. „Die Idee meines Lebens“, nennt er seinen damaligen Einfall heute.
1986 gewann er schließlich das Direktmandat im Stimmkreis Nürnberg-Süd, der zuvor über Jahrzehnte in SPD-Hand gewesen war. Acht weitere Siege folgten. Bei der letzten Landtagswahl 2023 gehörte er gemeinsam mit Markus Söder zu den erfolgreichsten CSU-Direktkandidaten in bayerischen Großstädten.
Seine politische Laufbahn führte ihn vom jugendpolitischen Sprecher über das Amt des Kultusstaatssekretärs bis zum Ersten Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags. Doch ausgerechnet der Verlust eines dieser Ämter bezeichnet für Freller den schmerzhaftesten Moment seiner Karriere.

Zur Person: Karl Freller wurde am 2. März 1956 in Schwabach geboren. Der verheiratete Vater von drei Kindern arbeitete zunächst als Redakteur beim Schwabacher Tagblatt und anschließend als Religionslehrer. Seit 1978 gehört er dem Schwabacher Stadtrat an, seit 1982 sitzt er für die CSU im Bayerischen Landtag. Von 1998 bis 2007 war er Staatssekretär im Kultusministerium, von 2007 bis 2018 stellvertretender CSU-Fraktionsvorsitzender und von 2018 bis 2023 Erster Vizepräsident des Bayerischen Landtags. Seit 2008 ist er ehrenamtlicher Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. 2014 wurde er für sein Engagement mit dem Rabbiner-Spiro-Preis ausgezeichnet, 2024 erhielt er die Goldene Bürgermedaille der Stadt Schwabach.
Zum Gipfel über Berg und Tal
1998 hatte Ministerpräsident Edmund Stoiber den Schwabacher zum Staatssekretär im Kultusministerium ernannt. Neun Jahre arbeitete Freller dort, zunächst an der Seite von Monika Hohlmeier, später mit Siegfried Schneider. Er selbst erinnert sich an eine erfolgreiche Zeit: „Ich hatte einen sehr guten Lauf.“
Dann kam das Jahr 2007. Stoiber verlor die Macht, Günther Beckstein wurde Ministerpräsident und stellte seine Regierung neu zusammen. Weil mit Beckstein, Innenminister Joachim Herrmann und Markus Söder bereits drei Mittelfranken vertreten waren, musste Freller aus regionalpolitischen Gründen seinen Posten räumen. Der Niederbayer Bernd Sibler übernahm.
„Das tat weh“, sagt Freller rückblickend.
Seinen größten politischen Fehler sieht er ebenfalls in dieser Phase. Er bereue, nicht stärker für Stoibers Verbleib als Ministerpräsident und CSU-Vorsitzender gekämpft zu haben. Die anschließende Doppelspitze habe die Erwartungen nicht erfüllt.
Dass ein Mann, der später noch Landtagsvizepräsident wurde, ausgerechnet den Verlust eines Regierungsamtes als größte Niederlage betrachtet, sagt einiges darüber aus, wie sehr Freller auch heute noch davon getrieben ist, Politik aktiv mitgestalten zu wollen.
Mit Strauß über die Dächer

Foto: Freller | Strauß und Freller beim Ursprung der Dachbodengespräche
Dabei erinnert sich Freller doch auch an viele kleine Momente, von denen nicht wenige in Schwabach spielen. Eine der bekanntesten, sie gehört in Schwabach schon fast in die Kategorie Stadtgeschichte, beginnt am 16. März 1984 und führt auf Frellers eigenen Dachboden.
Damals fand das erste seiner inzwischen legendären Dachbodengespräche statt. Gast war niemand Geringerer als der bayerische Ministerpräsident, das “Urvieh” der CSU: Franz Josef Strauß. Nach einem Auftritt auf dem Schwabacher Marktplatz kam der politische Übervater zum Abendessen zu Freller nach Hause.
Und dort ging es keineswegs nur um die große Landespolitik. Freller erinnert sich, dass er Strauß an diesem Abend die Zusage zur Finanzierung des neuen Schwabacher Krankenhauses abringen konnte.
Das wäre ein bemerkenswertes Ergebnis eines privaten Abendessens. Frellers Darstellung macht jedenfalls deutlich, was er selbst unter erfolgreicher Politik versteht: Kontakte pflegen, Entscheidungsträger zusammenbringen und die Gelegenheit nutzen, um etwas für die Heimatstadt zu erreichen.
Heute zählt Freller bereits 140 Dachbodengespräche. Neben Ministerpräsidenten und Ministern waren darunter auch Hebammen, Heimatvertriebene, Jugendliche, Studierende, kirchliche Organisationen und Wirtschaftsverbände.
Aus vielen Begegnungen seien konkrete Anträge und Anfragen im Landtag oder im Schwabacher Stadtrat entstanden, berichtet Freller.
Dazu zählt auch das Schwabacher Existenzgründerzentrum SCHWUNG. Ursprünglich sei Roth als Standort vorgesehen gewesen. Nach einer gemeinsamen Intervention mit Hermann Stamm bei Ministerpräsident Stoiber habe sich das Kabinett schließlich für Schwabach entschieden.
Weitere Projekte, die Freller als größte Erfolge für seine Heimatregion verbucht, waren das damals neue Schwabacher Polizeigebäude sowie das Nürnberger Südklinikum.
Freller hat über Jahrzehnte an wichtigen politischen Entscheidungen für Schwabach mitgewirkt. Welchen Anteil er jeweils am Ergebnis hatte, lässt sich im Rückblick nicht immer eindeutig bestimmen. Dass er sein politisches Netzwerk immer wieder zugunsten seiner Heimatregion einsetzte, zieht sich jedoch wie ein roter Faden durch seine politische Laufbahn. Die von ihm geschilderten Beispiele verdeutlichen, welche Bedeutung kurze Wege zur Landespolitik für eine Stadt wie Schwabach haben können.
Die Freundschaften, die bleiben

Foto: Freller | Kranzniederlegung in der Tätigkeit als Vorsitzender der Stiftung Bayerischer Gedenkstätten
Abseits aller Wahlkämpfe und Regierungsämter hat Freller eine Aufgabe übernommen, die weit über parteipolitische Programme hinausreicht. Seit fast zwei Jahrzehnten ist er ehrenamtlicher Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten. Sie trägt unter anderem Verantwortung für die KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg.
Für Freller ist diese Arbeit längst eine persönliche Verpflichtung geworden. Die Gedenkstätten bezeichnet er als „steinerne Zeugen größter Menschenverachtung und Brutalität“.
Besonders prägend sind für ihn die Begegnungen mit Holocaust-Überlebenden. „Die Freundschaften, die ich mit ihnen hatte und – Gott sei Dank – auch noch habe, gehören zu den kostbarsten meines Lebens“, erzählt er.
Einer dieser Menschen ist Abba Naor aus Israel, der das Ghetto Kaunas, Konzentrationslager und einen Todesmarsch überlebte. Noch im hohen Alter reist Naor nach Bayern, um Schülerinnen und Schülern von der nationalsozialistischen Verfolgung zu berichten und sie vor einer Wiederholung der Geschichte zu warnen.
Antisemitismus ist längst nicht mehr nur ein Problem extremistischer Randgruppen. Er begegnet uns in Verschwörungserzählungen, in geschichtsrevisionistischen Äußerungen und in politischen Debatten, in denen die Grenze zwischen legitimer Kritik an israelischer Regierungspolitik und antisemitischen Ressentiments überschritten wird.
Freller jedenfalls lässt keinen Zweifel an seiner Haltung: Die gegenwärtigen antisemitischen Tendenzen beobachte er mit großer Sorge. Judenhass von Rechtsextremen und Linksextremen müsse die demokratische Gesellschaft mit aller Kraft bekämpfen.
Damit geht sein Engagement über die Erinnerung an die NS-Verbrechen hinaus. Es stellt eine Frage, die auch heute beantwortet werden muss: Wie schützt eine Demokratie ihre Minderheiten und die Menschenwürde, wenn diese erneut infrage gestellt werden?
Auch altes Eisen kann noch glühen
Foto: Freller | Zwei alte Hasen der bayerischen Politik - Karl Freller und Joachim Herrmann
44 Jahre nach seinem ersten Einzug in den Landtag ist bei Karl Freller von politischer Müdigkeit wenig zu spüren. Ernsthaft ans Aufhören gedacht habe er bislang nicht, sagt er, auch wenn er sich Kritik an einer erneuten Kandidatur in seinem Alter, das ihm nach so langer Zeit in jedem Beruf zum verdienten Ruhestand reichen würde, offen stellt.
Ob Erfahrung allein eine weitere Kandidatur rechtfertigt, darüber lässt sich streiten. Schließlich bedeutet politische Erneuerung auch, Verantwortung an eine neue Generation abzugeben. Freller sieht darin jedoch keinen Widerspruch.
Auch ältere Menschen müssten angemessen im Parlament vertreten sein, argumentiert Freller. Tatsächlich sind die über 65-Jährigen im Bayerischen Landtag gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil unterrepräsentiert. Zudem gelte: „Wissen, wie es geht, ist der beste Garant, um frische Ideen umzusetzen.“. Auch deshalb wolle er noch einmal antreten, um “mit meinem über Jahrzehnte gewachsenen Netzwerk jungen Kolleginnen und Kollegen dabei zu unterstützen, gemeinsame Projekte voranzubringen.” Was ihn antreibt, sei nach wie vor die Möglichkeit, etwas zu bewegen und der Kontakt zu Menschen.
Gerade den Jungen rät Freller jedenfalls ausdrücklich, sich einzubringen. Nicht jeder müsse gleich eine politische Karriere einschlagen. Vereine, Verbände und Hilfsorganisationen seien ebenso wichtige Orte gesellschaftlicher Verantwortung.
Das Mindeste sei aber, sich gründlich über das Zeitgeschehen zu informieren und wählen zu gehen. Denn was geschehe, wenn nur noch diejenigen zur Wahl gingen, die unsere Demokratie abschaffen wollten?
So führen Frellers langer politischer Weg und seine ungebrochene Begeisterung für die Politik zu einem überraschend einfachen Gedanken: Nicht die Dauer eines Mandats entscheidet über seinen Wert. Sondern die Frage, wofür man es nutzt.
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Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen
⚽ Landesliga-Update
Unterschiedlicher hätte das Wochenende für die beiden Schwabacher Landesligisten kaum laufen können. Der SC 04 Schwabach gewann am Freitag gegen den FC Wendelstein mit 3:0. Weil der bisherige Spitzenreiter SpVgg Mögeldorf am Sonntag überraschend mit 0:4 gegen Kalchreuth verlor, stehen die Schwabacher nun mit 38 Punkten an der Tabellenspitze der Landesliga Nordost und sind Herbstmeister. Am Freitag um 19:00 Uhr wartet mit dem Tabellendritten SG Quelle Fürth direkt die nächste Bewährungsprobe. Weniger erfreulich verlief der Spieltag für den SV Unterreichenbach. Die Urus unterlagen dem bisherigen Schlusslicht 1. FC Herzogenaurach mit 0:1 und ermöglichten dem Gegner damit den ersten Saisonsieg. Nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen ist das ein Rückschlag. Am Sonntag um 15:00 Uhr geht es auswärts gegen die zweite Mannschaft der SpVgg Bayreuth weiter.
🇮🇹 Dolce Vita bis in den Abend
Neue Öffnungszeiten kündigt das italienische Bistro L’Angolo dei Sapori an. Ab dem 11. Januar wird das Lokal in der Zöllnertorstraße 5 dienstags bis freitags von 10:00 bis 21:00 Uhr geöffnet haben. Warme Küche gibt es künftig zwischen 11:30 Uhr und 17:00 Uhr, danach stehen kalte italienische Platten auf der Speisekarte. Dazu sollen wechselnde Weine des Monats für Abwechslung sorgen. Montags bleibt das Bistro geschlossen. Für alle, die nach Feierabend lieber bei einem Glas Wein und italienischen Kleinigkeiten zusammensitzen, dürfte das eine interessante Ergänzung des gastronomischen Angebots in der Innenstadt sein.
🐷 Schweinisch gute Stempelkarte
Treuekarten kennt man vom Café, vom Bäcker oder vom Friseur. Der Schwabacher Bauernladen hat sich nun für einen etwas deftigeren Ansatz entschieden: den Leberkäs-Pass. Wer neun Leberkässemmeln kauft und sich die Käufe abstempeln lässt, bekommt die zehnte aufs Haus.
🎅 Ein Weihnachtstruck für Schwabach?
Schwabach könnte in diesem Advent einen ganz besonderen Besuch bekommen: Die Stadt steht auf der Auswahlliste für einen Stopp der Coca-Cola-Weihnachtstrucks. Insgesamt 25 Städte stehen zur Abstimmung, aus denen per Online-Voting zusätzliche Tourstopps ausgewählt werden. Noch bis zum 8. November um 23:59 Uhr kann abgestimmt werden. Dafür ist eine kostenlose Registrierung erforderlich; jede Person hat eine Stimme. Natürlich steckt dahinter eine groß angelegte Marketingkampagne. Trotzdem hätte ein Besuch der beleuchteten Trucks durchaus seinen Reiz, schaffen die Trucks des Brauseherstellers doch immer für eine besondere Atmosphäre, wie man vor einigen Jahren schon einmal in Schwabach erleben konnte. Wer die Trucks nach Schwabach holen möchte, kann über die offizielle Abstimmungsseite mitmachen.
🎸 Rocken für den guten Zweck
Laute Gitarren, ausgelassene Stimmung und ein beachtlicher Spendenerlös: Bei „Schwabach rockt“ feierten am vergangenen Samstag rund 600 Gäste in der Casa Fontana. Auf der Bühne stand die Band Run for Cover, später sorgte DJ Alex für Stimmung. Dazu gab es eine Tombola, deren Erlös ebenso wie die Veranstaltung dem guten Zweck zugutekam. Am Ende standen stolze 19.500 Euro für den Hospizverein Schwabach. Die Initiative der Schwabacher Rockerclubs “High Voltage MC” und “Schwabacher Sandler” veranstaltet die Benefizveranstaltung bereits seit 2017 und unterstützt damit regelmäßig soziale Einrichtungen. Nach 20.000 Euro im vergangenen Jahr ist das erneut eine bemerkenswerte Summe. Und ein schönes Beispiel dafür, dass in Schwabach gesellschaftliches Engagement auch ziemlich laut sein darf.
Aus Stadtrat & Verwaltung
🙋♂️ Bürgerversammlung für den Stadtbezirk Süd
Am Dienstag, 10. November, um 19:00 Uhr findet die Bürgerversammlung für den Stadtbezirk Süd (IV.) statt. Veranstaltungsort ist die Aula des Adam-Kraft-Gymnasiums, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Bürgerinnen und Bürger können sich über Angelegenheiten ihres Stadtteils informieren und ihre Anliegen gegenüber der Stadtverwaltung vorbringen.
🏛️ Umbau im Rathaus
Die Schwabacher Stadtverwaltung soll ab Juli 2027 neu organisiert werden. Über die Pläne entscheidet der Stadtrat am Freitag. Unter anderem sollen das Amt für Mobilität und Klimaschutz und das Umweltschutzamt zusammengeführt werden. Dadurch werden Führungsebenen abgebaut. Das Kulturamt bleibt verwaltungstechnisch beim Oberbürgermeister, während die Dritte Bürgermeisterin Caroline Linner politisch für Kultur zuständig ist. Der Zweite Bürgermeister Oliver Memmler übernimmt die politische Verantwortung für Bau, Umwelt und Mobilität. Er soll zudem unter anderem den Vorsitz des Landschaftspflegeverbands übernehmen. Auch das bisher vom Oberbürgermeister geleitete Referat 1 mit Schulen und Bürgerservice soll künftig von einem eigenen Referenten geführt werden. Insgesamt verspricht sich die Stadt klarere Zuständigkeiten und langfristige Einsparungen von rund 98.900 € jährlich.
🏋️ Frischekur für den SC 04
Rund 205.000 € möchte der SC 04 Schwabach in seine Sportanlagen investieren. Die Stadtverwaltung schlägt dafür einen Zuschuss von maximal 41.000 € vor. Geplant sind die Sanierung der fast 30 Jahre alten Umkleiden und Duschen, ein neuer Sportboden im Spiegelsaal sowie eine zusätzliche Freifläche für Hallensportarten. Gerade der bisherige Boden bereitet Sorgen: Kleinere Löcher stellen nach Vereinsangaben bereits eine Verletzungsgefahr dar. Der SC 04 zählt inzwischen rund 1.700 Mitglieder und stößt bei seinen Hallenkapazitäten zunehmend an Grenzen. Von den Verbesserungen sollen auch Schülerinnen und Schüler profitieren, die die Vereinshalle für den Schulsport nutzen. Über den Zuschuss berät der Hauptausschuss am Dienstag.
🥫 Unterstützung für die Tafel
Die Schwabacher Tafel soll auch 2027 mit 21.600 € aus Mitteln der Hospitalstiftung unterstützt werden. Der Hauptausschuss berät über den entsprechenden Zuschussantrag. Aktuell versorgt die Tafel 268 Erwachsene und 151 Kinder über ihre Ausgabestellen am Spitalberg und im Eichwasen. Rund 30 Ehrenamtliche unterstützen die Lebensmittelversorgung. Interessant ist dabei die Finanzierung: Weil die Spendeneinnahmen schwanken, soll der Zuschuss Planungssicherheit bieten. In den vergangenen Jahren konnte die Tafel allerdings mehrfach erhaltene Zuschüsse vollständig zurückzahlen, weil die Einnahmen die Ausgaben überstiegen. Auch für 2025 ist eine vollständige Rückzahlung vorgesehen. Der beantragte Betrag ist damit eine finanzielle Absicherung, nicht zwangsläufig eine dauerhafte Belastung für die Stiftung.
🧹 Arbeit statt Warten?
Seit März 2025 bietet Schwabach Arbeitsgelegenheiten für Asylbewerber an, unter anderem beim Baubetriebsamt, im Sozialkaufhaus Wertvoll, bei der Lebensmittelrettung und beim Amtsgericht. 2025 leisteten 14 Personen insgesamt rund 1.240 Arbeitsstunden, 2026 waren es bis zum aktuellen Sachstandsbericht rund 560 Stunden durch elf Personen. Für die Tätigkeiten gibt es eine gesetzliche Aufwandsentschädigung von 80 Cent pro Stunde. Die Bilanz der Stadt fällt gemischt aus: Besonders gut funktionieren freiwillige Einsätze und eine feste Einbindung in bestehende Teams. Im Baubetriebsamt verhinderten allerdings aufenthaltsrechtliche Vorgaben die Übernahme zweier Helfer in reguläre Beschäftigung. Problematisch sind zudem fehlende passende Einsatzmöglichkeiten und ein erheblicher Verwaltungsaufwand. Deshalb empfiehlt die Stadt einen schrittweisen Ausbau, sofern geeignete Stellen verfügbar sind.
🚧 Nächster Bauabschnitt am Klinggraben
Die Stadt setzt die hydraulische Sanierung des Klinggrabens fort. Für den zweiten Bauabschnitt hat der Ausschuss für Bau, Umwelt und Mobilität bereits am 24. September die Vergabe an die Nürnberger Firma Ochs Rohrleitungsbau GmbH beschlossen. Bestandteil der Arbeiten ist die Entkopplung des Regenwassers vom bisherigen Entwässerungsnetz. Solche Maßnahmen dienen dazu, Regenwasser gezielter abzuleiten und die Kanalisation hydraulisch zu entlasten. Das Amtsblatt vom 23. Oktober bestätigt nun die Auftragsvergabe. Eine Auftragssumme, konkrete Bauzeiten oder mögliche Verkehrseinschränkungen werden in der Bekanntmachung allerdings nicht genannt. Für Anwohner bleibt deshalb vorerst offen, wann und in welchem Umfang sie von den Arbeiten betroffen sein werden.
Immobilien-Tipp der Woche
Regelmäßig stellen wir hier bemerkenswerte Immobilien aus Schwabach und Umgebung vor, die durch ein besonders attraktives Angebot oder eine einzigartige Geschichte begeistern.
🏡 Altstadtcharme statt Etagenwohnung - Ein eigenes Haus mitten in der Schwabacher Altstadt: Das Gebäude wurde 2006 umfassend saniert und bietet auf drei Etagen unter anderem ein Wohnzimmer, eine Küche, zwei Bäder und mehrere Schlaf- beziehungsweise Arbeitszimmer. Zum 103 m² großen Grundstück gehören außerdem ein kleiner Garten, eine Terrasse und zwei Gartenhäuschen. Das Haus steht unter Ensembleschutz und könnte insbesondere für Menschen interessant sein, die das Wohnen in der Innenstadt mit einem eigenen kleinen Außenbereich verbinden möchten
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Das Beste kommt zum Schluss
Für alle, die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!
Kampf der Korallenbleiche

Gif by montereybayaquarium on Giphy
Manchmal kann eine Berührung den entscheidenden Unterschied machen. Forschende der Stanford University haben herausgefunden, dass sich durch Hitzestress ausgebleichte Korallen innerhalb von nur sieben Wochen vollständig erholen können, wenn sie vorübergehend mit gesunden, genetisch identischen Artgenossen in Kontakt kommen. Dabei werden winzige Algen übertragen, die für die Energieversorgung der Korallen unverzichtbar sind.
Bislang funktioniert das nur unter Laborbedingungen. Doch die Erkenntnis könnte künftig dabei helfen, geschädigte Korallenriffe wiederherzustellen. Angesichts steigender Meerestemperaturen und des weltweiten Korallensterbens ist das ein ermutigendes Forschungsergebnis, das zeigt, dass selbst für die bedrohten Ökosysteme unserer Meere noch Hoffnung besteht.
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