Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},
Du liest die Ausgabe des 23. Oktober 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.
🕰️ Tick-Tack-Tick-Tack. Am Sonntag werden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt. Heute erledigt sich das meist von selbst. Früher war die Zeit in Schwabach dagegen auch eine menschliche Angelegenheit. Jahrhundertelang lebte hoch über den Dächern der Stadt ein Mann, der nicht nur die Stunden im Blick behalten musste. Unsere Geschichte der Woche über die Schwabacher Türmer erzählt von Musik, Feuerwachen und einem ungewöhnlichen Familienleben in luftiger Höhe.
Veranstaltungen & Unterhaltung
In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.
Auf einen Blick - Am Wochenende
🎸 Für Bluesdoppel – Bei diesem Doppelkonzert teilen sich Hillman’s Blues Band und Rusty Five einen Abend zwischen traditionellem Blues, Rock, Soul, Funk und Jazz. Am Freitag, 23. Oktober, beginnt das Konzert um 19:00 Uhr in der Galerie Gaswerk. Der Eintritt kostet 23 €, Karten sind im Vorverkauf erhältlich.
🪩 Für Zeitreisende – Im Döllinger werden am Freitag, 23. Oktober, die 80er- und 90er-Jahre musikalisch wiederbelebt. DJ Frank Sonique legt ab 20:00 Uhr Hits aus beiden Jahrzehnten auf. Der Eintritt kostet 10 € und beinhaltet ein Getränk mit 0,33 Litern.
🎶 Für Musikspaziergänger – Der Verkehrsverein lädt am Samstag, 24. Oktober, ab 10:00 Uhr zu einem musikalischen Rundgang durch die Innenstadt ein. An fünf Stationen präsentieren verschiedene Ensembles jeweils rund 15 Minuten Musik von Klassik bis Moderne. Treffpunkt ist um 09:45 Uhr vor dem Rathaus am Königsplatz. Die Teilnahme kostet 18 €, ermäßigt 12 €; Reservierungen sind per email möglich.
🎸 Für Rocker – Die Motorradclubs Schwabacher Sandler und High Voltage zeigen wieder, dass auch in harten Kerlen ein weicher Kern stecken kann. Bei ihrem Event „Schwabach rockt“ in der Casa Fontana spielen Run for Cover, anschließend übernimmt DJ Alex. Der Erlös geht an den Hospizverein. Einlass ist am Samstag, 24. Oktober, ab 19:00 Uhr, Beginn ist um 21:00 Uhr. Der Eintritt erfolgt gegen 10 € Spende, zugelassen sind Gäste ab 16 Jahren.
🤣 Für Lacher – Sven Bach widmet sich in „Viecherei Deluxe“ den herrlichen Absurditäten des Alltags, natürlich auf Fränkisch und ergänzt um eigene Lieder. Am Sonntag, 25. Oktober, beginnt das Mundart-Kabarett um 18:00 Uhr in der Galerie Gaswerk. Der Eintritt kostet 20 €, Karten können vorbestellt werden.
🎷 Für Jazzliebhaber – Am Sonntag, 25. Oktober, um 19:00 Uhr bringt die polnische Vibraphonistin Izabella Effenberg mit ihrem Quartett „Sisters in Jazz – Polish Edition“ Jazz, Klassik und Weltmusik ins Stadtmuseum. Gemeinsam mit Gitarristin Magdalena Czwojda, Bassistin Klaudia Wachtarczyk und Schlagzeugerin Dorota Piotrowska präsentiert sie einen Streifzug durch die polnische Jazztradition. Tickets kosten 17 €, ermäßigt 14 €.
Auf einen Blick - Kommende Woche
👔 Für Wirtschaftsdenker – Beim Wirtschaftstalk des IHK-Gremiums am Montag, 26. Oktober, von 17:00 bis 20:00 Uhr geht es um den Einsatz künstlicher Intelligenz im Mittelstand. Im Gründerzentrum SCHWUNG erläutert Dr. Claudia Leikam unter dem Titel „Zwischen Hype und Haftung“, welche Chancen, Datenschutzfragen und rechtlichen Risiken Unternehmen beachten sollten. Anschließend bleibt Zeit für Austausch und Networking. Weitere Informationen gibt es über die Website des SCHWUNG
☕️ Für Frühaufsteher – Die Stadt lädt am Mittwoch, 28. Oktober, von 08:00 bis 10:00 Uhr zum Unternehmerfrühstück ins Gründerzentrum SCHWUNG ein. Neben einem kurzen Impulsvortrag und einer Vorstellungsrunde steht vor allem der persönliche Austausch zwischen lokalen Unternehmen im Mittelpunkt. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind begrenzt. Eine Anmeldung ist über die Website des SCHWUNG möglich.
🎃 Für Gründungsgeister – Beim „Halloween im SCHWUNG“ dreht sich am Mittwoch, 28. Oktober, ab 18:30 Uhr alles um die weniger gruseligen Seiten der Unternehmensgründung. Im Gründerzentrum SCHWUNG erklären Tim Winkelmann, Christian Heinl und Carsten Geppert die Grundlagen zu Versicherungen, Recht und Steuern. Nach kurzen Impulsvorträgen bleibt Zeit für individuelle Fragen und den direkten Austausch. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich.
🎸 Für Livemusikfreunde – Doc Knotz & Friends kommen am Donnerstag, 29. Oktober, um 19:00 Uhr wieder einmal nach Schwabach zurück. Der Auftritt findet in Evis Auszeit – Kulturcafé statt, der Eintritt ist frei.
🐹 Für kleine Monsterfreunde – Beim Lesespaß mit Hardy Hamster steht am Freitag, 30. Oktober, um 15:00 Uhr das Bilderbuch „Bist du hungrig wie ein Monster?“ von Guilherme Karsten auf dem Programm. In der Stadtbibliothek wird die Geschichte im Rahmen des Club 5 für Kinder ab fünf Jahren vorgelesen. Die Teilnahme ist kostenlos.
👼 Für himmlische Klänge – Beim traditionellen Engelisingen des Verkehrsvereins Schwabach am Sonntag, 01. November, um 18:00 Uhr erklingen wieder Lieder und Posaunenklänge vom Turm der Stadtkirche. Zuhörer können die musikalischen Darbietungen in vier Himmelsrichtungen vom Königsplatz aus verfolgen. Im Anschluss gibt es für die Kleinen die ebenso traditionellen Rosinenbrötchen.
Unser Partner der Woche:
Edeka Krawczyk
Frische, die man schmeckt – bei EDEKA Krawczyk steht Qualität seit Generationen im Mittelpunkt. Ob knackiges Obst und Gemüse, ausgewählte Feinkost oder regionale Spezialitäten: Hier trifft Vielfalt auf persönliche Beratung. Mit Leidenschaft und einem feinen Gespür für Genuss sorgt das Team dafür, dass jeder Einkauf zu einem kleinen Erlebnis wird!
Geschichte der Woche - Zeiten ändern sich

Foto: Pressestelle Schwabach | Einst war die Schwabacher Kirchturmglocke die einzige Möglichkeit, zu wissen, welche Stunde geschlagen hatte.
Etwa 170 Stufen führen hinauf zur Türmerstube der Schwabacher Stadtkirche. Wer die engen Treppen bewältigt hat, wird mit einem beeindruckenden Blick über die Altstadt belohnt. Knapp 40 Meter über dem Boden liegt einem Schwabach zu Füßen. Was heute ein beliebtes Ziel für Besucher ist, war über Jahrhunderte ein Arbeitsplatz.
Der Beruf des Türmers ist heute weitgehend verschwunden. Dabei war er einst für das Funktionieren einer Stadt unverzichtbar. Wer in Schwabach wissen wollte, was die Stunde geschlagen hatte, musste sich ebenso auf ihn verlassen wie diejenigen, die bei einem Brand auf rechtzeitige Warnung hofften.
💡 Schon gewusst?
Die evangelische Stadtkirche St. Johannes und St. Martin gehört zu den bedeutendsten Bauwerken Schwabachs. Ihr Bau begann zwischen 1410 und 1420 und wurde in mehreren Etappen um 1509 abgeschlossen. Finanziert wurde die Kirche von der Schwabacher Bürgerschaft. Der Turm ist rund 71 Meter hoch, die ehemalige Türmerwohnung befindet sich knapp 40 Meter über dem Boden. Besonders sehenswert ist der spätgotische Hochaltar aus der Nürnberger Werkstatt Michael Wolgemuts, der zwischen 1506 und 1508 entstand. Er gehört zu den bedeutenden Kunstschätzen der Stadt. Die letzte große Sanierung der Stadtkirche fand zwischen 2010 und 2015 statt.
Eine Alarmzentrale über den Dächern
Erstmals schriftlich erwähnt wird der Schwabacher Türmer im Jahr 1530. Tatsächlich dürfte der Beruf aber deutlich älter sein. Der Turm der heutigen Stadtkirche, dessen Grundstein 1471 gelegt wurde, verfügte bereits über eine eigene Türmerstube. Stadtarchivar Wolfgang Dippert geht deshalb davon aus, dass es den Beruf in Schwabach schon vor seiner ersten schriftlichen Erwähnung gab.
Die wichtigste Aufgabe des Türmers war die Überwachung der Stadt. Tagsüber und nachts musste er nach Rauch, Feuer oder anderen Gefahren Ausschau halten. In den dicht bebauten Gassen waren Brände besonders gefährlich. Viele Häuser bestanden zu großen Teilen aus Holz, gekocht und geheizt wurde mit offenem Feuer. Ein kleiner Funke konnte genügen, um ganze Straßenzüge in Gefahr zu bringen.
Entdeckte der Türmer einen Brand, schlug er Alarm. Eine rote Fahne zeigte tagsüber an, aus welcher Himmelsrichtung der Rauch aufstieg. Nachts übernahm eine rote Laterne diese Aufgabe. Auch vor herannahenden Angreifern sollte er warnen.
Der Mann auf dem Kirchturm war damit eine Art historische Alarmzentrale. Nur eben ohne moderne Technik und mit einem Arbeitsplatz, der körperliche Fitness und Schwindelfreiheit voraussetzte.
Als die Zeit noch einen Wächter brauchte
Neben der Sicherheit kümmerte sich der Türmer aber eben vor allem auch um die Kirchturmuhr. Eine Aufgabe, deren Bedeutung heute leicht unterschätzt wird.
Während heute ein Blick aufs Smartphone genügt, war die genaue Uhrzeit früher nicht für jeden jederzeit verfügbar. Eigene mechanische Uhren waren lange kostspielig. Umso wichtiger war die Kirchturmuhr, an der sich die Bevölkerung orientieren konnte.
Nachts halfen die Schwabacher Nachtwächter. Sie zogen durch die Gassen und riefen an festgelegten Stellen die Stunden aus. Ihre Rufe sollten laut und verständlich sein. Selbst der Dienstbeginn war geregelt: Im Winter begann die Wache früher als im Sommer. Das Signal dazu kam wiederum vom Türmer.
So verfügte Schwabach bereits vor Jahrhunderten über ein organisiertes System zur öffentlichen Zeitansage. Während heute eine Funkuhr genügt, brauchte es damals mehrere Männer, klare Dienstanweisungen und gelegentlich eine kräftige Stimme.
🕰️ Warum stellen wir überhaupt die Uhr um?
Erstmals wurde die Sommerzeit in Deutschland 1916 eingeführt. Mitten im Ersten Weltkrieg sollte sie helfen, Rohstoffe und Energie zu sparen. Nach dem Krieg wurde sie wieder abgeschafft. Von 1940 bis 1949 gab es erneut Sommerzeitregelungen.
1980 kehrte die Sommerzeit in beiden deutschen Staaten zurück. Seit 1996 gelten in der Europäischen Union einheitliche Umstellungstermine: Am letzten Sonntag im März werden die Uhren eine Stunde vorgestellt, am letzten Sonntag im Oktober zurückgedreht.
2019 stimmte das Europäische Parlament dafür, die Zeitumstellung ab 2021 abzuschaffen. Weil sich die EU-Mitgliedstaaten bis heute nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen konnten, stellen wir die Uhren weiterhin zweimal im Jahr um.
Musik über den Dächern der Stadt
Wer sich den Türmer als schweigsamen Mann vorstellt, der den ganzen Tag allein über Schwabach blickte, liegt allerdings daneben. Zumindest gehörte Musik fest zum Berufsbild.
Bereits 1541 wird in den Stadtbüchern erwähnt, dass der Türmer bei Hochzeiten musizierte. Dafür durfte er Gebühren verlangen, deren Höhe allerdings die Stadt festlegte. Aus diesen Auftritten entwickelte sich später das Amt des Stadtmusikus, das der Türmer zusätzlich ausübte.
Der erste namentlich bekannte Türmer war Georg Seligmann. Im Geschäftsjahr 1566/67 kaufte die Stadt dessen Trompete, um sie seinem Nachfolger zur Verfügung zu stellen. Schon damals gehörte das Instrument also zur beruflichen Ausstattung.
Als Türmer stand er im Dienst der Stadt, als Musiker arbeitete er auf eigene Rechnung. Gewissermaßen ein früher Nebenerwerb, wenn auch mit behördlich festgelegter Preisliste.
1769 wurden die musikalischen Pflichten sogar ausdrücklich in einer Dienstanweisung festgehalten. Morgens, mittags und abends musste der Türmer gemeinsam mit mindestens zwei weiteren Musikern vom Turm herabblasen. Außerdem sollten sie regelmäßig üben und an der Kirchenmusik mitwirken.
Die Tradition brachte bemerkenswerte Talente hervor. Johann Georg Knäuscher, 1747 als Sohn des Schwabacher Türmers Johann Lukas Knäuscher geboren, arbeitete später selbst als Türmer und anschließend als Geigenbauer.
Sieben Menschen, eine kleine Wohnung

Foto: Manuel Mauer | Die Aussicht aus der Turmwohnung muss phänomenal gewesen sein. Die Lebensbedingungen waren es vermutlich nicht.
So abwechslungsreich die Arbeit gewesen sein mag, das Privatleben war alles andere als komfortabel. Besonders anschaulich wird das am Beispiel von Johann Kurz, dem letzten Schwabacher Türmer. Er lebte mit seiner Frau und fünf Kindern in der kleinen Wohnung hoch oben im Kirchturm. Küche, Wohnbereich und elterlicher Schlafplatz befanden sich auf einer Ebene. Über eine Leiter gelangte man zur Schlafkammer der Kinder und zum Abort.
Die Enge dürfte dabei nicht das einzige Problem gewesen sein. Schließlich musste alles, was die Familie zum Leben benötigte, die rund 170 Stufen hinaufgetragen werden. Und was nicht mehr gebraucht wurde, musste wieder hinunter. Das galt auch für die Hinterlassenschaften der Bewohner. In einer erhaltenen Inventarliste des letzten Türmers finden sich zwei Abortfässer. Deren Inhalt durfte keineswegs einfach aus dem Fenster entsorgt werden. Man kann sich das Ganze also auch als ein olfaktorisches Gesamterlebnis vorstellen.
Der Vorgänger von Johann Kurz hatte sogar ein kleines Klavier in die Türmerwohnung gebracht und gab dort Musikunterricht. Wie das Instrument die engen Treppen hinaufgelangte, ist nicht überliefert. Allein die Vorstellung dürfte bei heutigen Umzugsunternehmen für wenig Begeisterung sorgen.
Trotz seiner verantwortungsvollen Tätigkeit genoss der Türmer übrigens kein besonders hohes gesellschaftliches Ansehen. Sein Beruf gehörte zu den sogenannten unehrlichen Berufen, deren Angehörige außerhalb der traditionellen Zunft- und Standesordnung standen. Dazu zählten beispielsweise auch Nachtwächter oder Totengräber. Für die Sicherheit der Stadt unverzichtbar, gesellschaftlich aber eher am Rand: Auch das gehörte zum Leben auf dem Kirchturm.
Als die Technik den Türmer überflüssig machte
1911 endete mit Johann Kurz die jahrhundertealte Schwabacher Türmertradition. Im Zuge der Modernisierung verloren die klassischen Aufgaben des Türmers zunehmend an Bedeutung. Für das Ende des Amts ausgerechnet in diesem Jahr ist allerdings kein eindeutiger technischer Auslöser dokumentiert.
Die Zeitansage verschwand damit nicht. Erst seit 1959 übernimmt in Schwabach ein programmiertes Uhrwerk diese Aufgabe. Doch war es nicht ein einzelnes Gerät, das den Türmer über Nacht ersetzte. Vielmehr wurden Aufgaben, die über Jahrhunderte in einer Person vereint gewesen waren, nach und nach anders organisiert.
Doch der Kirchturm und seine Uhr blieben naürlich. Heute hält ein ehrenamtliches Türmerteam die Erinnerung an seine früheren Bewohner wach. Bei Führungen können Besucher die historische Wohnung besichtigen und erfahren, wie die Menschen einst hoch über Schwabach lebten.
Wer die rund 170 Stufen auf sich nimmt, bekommt damit weit mehr geboten als einen schönen Ausblick. Die Türmerstube erzählt von einer Zeit, in der öffentliche Sicherheit, Musik und Zeitmessung noch eng miteinander verbunden waren.
Und wenn am Sonntag die Uhren zurückgestellt werden, lohnt sich vielleicht ein kurzer Blick hinauf zur Stadtkirche. Bedenkt man, wie viel Aufwand einst mit der Zeit verbunden war, wirkt die Zeitumstellung an sich schon gar nicht mehr so wild.
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Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen
⚽ Landesliga-Update
Zwei Schwabacher Vereine, zwei unterschiedliche Ausgangslagen: Der SC 04 Schwabach bleibt dem Tabellenführer auf den Fersen. Mit einem 3:1-Auswärtssieg beim ATSV Erlangen festigte die Mannschaft ihren zweiten Platz in der Landesliga Nordost. Nach 16 Spielen stehen 35 Punkte auf dem Konto, nur einer weniger als bei Spitzenreiter SpVgg Mögeldorf. Der SV Unterreichenbach erkämpfte sich unterdessen ein 3:3 gegen den FSV Erlangen-Bruck. Nach zwischenzeitlicher 2:1-Führung und anschließendem Rückstand rettete Joker Heckel kurz vor Schluss einen Punkt. In der Tabelle steht der SVU auf Rang zwölf. Am Wochenende empfängt der SC 04 den FC Wendelstein, während Unterreichenbach beim 1. FC Herzogenaurach antritt.
🗳️ Schwabacher im MU-Landesvorstand
Der Schwabacher Philipp Müller ist in den Landesvorstand der Mittelstands-Union (MU) Bayern gewählt worden. Beim Bayerischen Mittelstandstag in Straubing erhielt er 86,4 Prozent der Stimmen. Erst im September hatte Müller den Vorsitz des MU-Bezirksverbands Nürnberg-Fürth-Schwabach übernommen. Damit vertritt er die Interessen mittelständischer Unternehmen künftig auch auf Landesebene. Inhaltlich will er sich unter anderem für Bürokratieabbau, Bildung und bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen einsetzen. Die Mittelstands-Union ist die Wirtschaftsvereinigung der CSU und zählt in Bayern mehr als 4.000 Mitglieder.
🕞 Schlussspurt verlängert
Nach rund 40 Jahren schließt „Das Café“ am Königsplatz 14 seine Türen. Ursprünglich war der letzte Öffnungstag für Samstag, 31. Oktober, vorgesehen, inzwischen wurde die Frist bis Samstag, 14. November, verlängert. Damit bleiben noch einige Tage für einen letzten Besuch bei Betreiber Tobias Franzke, bevor eine Ära der Schwabacher Gastronomie zu Ende geht.
🍽️ Geschmackssache
Beim zweiten Schwabacher Tastival wurde wieder einiges aufgetischt. Unter anderem gab es Sous-vide-gegarten Spitzkohl auf Parmesanbohnencreme mit würzigem Paprikasaft und Zwiebelcrunch, Beef Tatar mit gerösteter Brioche und Ponzu-Mayonnaise sowie gebratene Wachtelbrüste mit geschmortem Radicchio und Kartoffelflan. Das kulinarische Veranstaltungsformat bringt die Schwabacher Gastronomie mit experimentierfreudigen Gästen zusammen. Für das Café Fux, das diesmal nicht teilnehmen konnte, ist ein Nachholtermin im Februar geplant.
🏔️ Hoch hinaus seit 135 Jahren
Zwölf Männer trafen sich am 15. Oktober 1891 im Gasthaus Dannreuther und gründeten die Alpenvereins-Sektion Schwabach. Was damals als überschaubare Gemeinschaft von Bergfreunden begann, ist heute der mitgliederstärkste Verein der Stadt. Zum 135. Geburtstag zählt die Sektion rund 3.500 Mitglieder, am Ende ihres ersten Jahres waren es gerade einmal 47. Heute reicht das Angebot vom Wandern und Bergsteigen über Kletterkurse bis zu Aktivitäten für Familien und Jugendliche. Mit der eigenen Kletterhalle bietet der Alpenverein zudem ein Stück Bergsport mitten in Schwabach.
🏛️ Unter der Haube
Der Schöne Brunnen am Königsplatz hat wieder sein Winterquartier bezogen. Das barocke Bauwerk steckt inzwischen in seiner charakteristischen Schutzverkleidung aus Stahl und Acrylglas, die es während der kalten Monate vor Frostschäden bewahren soll. Der 1717 fertiggestellte Brunnen wurde einst auf Anordnung von Markgraf Wilhelm Friedrich errichtet und kostete knapp 2.400 Gulden. Besonders bemerkenswert sind seine mit Schwabacher Blattgold veredelten Reliefs. Bis zum Frühjahr bleibt das Wahrzeichen nun hinter Glas – gut sichtbar, aber vor der Witterung geschützt.
🏆 Ausgezeichneter Mittelstand
Erstmals hat die Schwabacher Mittelstands-Union (MU) einen Unternehmerpreis verliehen. In der Eventlocation dieBank wurden Helmut und Aaron Schmidt vom Schwabacher Bauernladen als „Unternehmer des Jahres“ ausgezeichnet. Der Titel „Unternehmerin des Jahres“ ging an Barbara Sommer von Ratioplast, die unter anderem die Kunstbiennale Ortung seit Jahren unterstützt. Dr. Klaus Karg erhielt für sein unternehmerisches und ehrenamtliches Engagement den Preis für sein Lebenswerk. Joachim Löhr wurde zum Ehrenmitglied der MU ernannt. Politisch wurde es bei der Rede des MU-Vorsitzenden Philipp Müller, der sich deutlich von der AfD distanzierte und zugleich mehr Einsatz gegen Bürokratie und Integrationsprobleme forderte.

Foto: NinetoSix | Philipp Müller, Klaus Karg, Barbara Sommer, Aaron Schmidt, Helmut Schmidt, MU-Landesvorsitzender Sebastian Brehm
Aus Stadtrat & Verwaltung
🏫 Montessori-Schule für Penzendorf?
Die CSU-Fraktion beantragt, die ehemalige Grundschule Penzendorf nach dem Ende ihrer derzeitigen Nutzung als Kindergarten für eine Montessori-Schule bereitzustellen. Eine Betreibergesellschaft wurde nach Angaben der Fraktion bereits gegründet. Die Verwaltung soll nun unter anderem die schulrechtlichen Voraussetzungen und mögliche Mietkonditionen prüfen.
🛝 Einheitliche Spielplätze?
Ebenfalls bereits am 7. Oktober beantragte die CSU ein Standardisierungskonzept für städtische Kinderspielplätze. Künftig soll die Verwaltung bevorzugt auf einen Baukasten mit etwa zehn bewährten Spielgerätetypen zurückgreifen. Ziel sind geringere Planungs-, Beschaffungs- und Wartungskosten. Individuelle Lösungen sollen weiterhin möglich bleiben.
💻 Vorsichtshalber offline
Wegen einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP waren am Mittwoch, 21. Oktober, bundesweit zahlreiche Webseiten von Behörden und öffentlichen Einrichtungen vorübergehend nicht erreichbar. Auch die Internetseite der Stadt Schwabach war nach den vorliegenden Informationen kurzfristig betroffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte vor der Schwachstelle gewarnt und vorsorgliche Abschaltungen empfohlen. In Franken waren unter anderem Kommunen, Landratsämter und das Klinikum Nürnberg betroffen. Inzwischen steht ein Sicherheitsupdate zur Verfügung. Ob die Schwabacher Webseite bereits vollständig abgesichert ist, ließ sich nicht unabhängig bestätigen. Ein erfolgreicher Cyberangriff ist damit nicht belegt.
⚡ Gute Noten für die Stadtwerke
78 Prozent der befragten Stromkunden sind mit den Stadtwerken Schwabach sehr oder außerordentlich zufrieden. Das zeigt eine Kundenbefragung vom Juli 2026. Damit liegt der kommunale Energieversorger deutlich über dem angegebenen bundesweiten Vergleichswert von 65 Prozent. Besonders gut schneidet die persönliche Kundenbetreuung mit 84 Prozent Zufriedenheit ab, gefolgt von der Rechnungsstellung mit 77 Prozent. Zudem gelten laut Befragung vier von fünf Stromkunden als fest an die Stadtwerke gebunden. Auch die digitalen Angebote werden inzwischen besser bewertet. Passend dazu wird derzeit das Kundenzentrum in der Ansbacher Straße umgebaut. Drei neue Beratungsbereiche sollen künftig mehr Platz für persönliche Gespräche bieten.
Das Beste kommt zum Schluss
Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!
❤️👨🚒 Ein halbes Jahrhundert für andere da

Foto: Feuerwehr Schwabach | Zahlreiche Auszeichnungen
Wenn es brennt, ein Unfall passiert oder Menschen in Not geraten, sind sie zur Stelle: die Frauen und Männer der Schwabacher Feuerwehr. Was dabei oft vergessen wird: Hinter den Einsätzen stecken nicht nur Mut und Können, sondern auch unzählige Stunden für Ausbildung, Übungen und ehrenamtliches Engagement. Beim Kameradschaftsabend am vergangenen Samstag wurden deshalb zahlreiche Feuerwehrleute für ihre langjährigen Verdienste geehrt.
Besonders bemerkenswert ist das Engagement von Gerhard Loy, der für 50 Jahre aktiven Feuerwehrdienst ausgezeichnet wurde. Auch Thomas Haberkern und Holger Heller können bereits auf 40 Dienstjahre zurückblicken. Seit 30 Jahren engagieren sich Marion Besold, Andreas Ramspeck und Ivo Schramm. Eine staatliche Ehrung für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Ralf Achtnicht, Thomas Erlbacher, Michael Kolb und Michael Zellermaier.
Für 20 Jahre aktiven Dienst wurden Matthias Bottler, Christian Deisenrieder, Wolfgang Eberlein, Thomas Eder, Matthias Groß, Wolfgang Kurtsch, Martin Reichenthaler und Julien Geck geehrt. Seit zehn Jahren sind Emre Alkan, Oliver Radrich und Thiemo Seitz dabei.
Eine besondere Auszeichnung erhielten außerdem Michael Zellermaier und Christian Kolb: Für ihre herausragenden Leistungen im Feuerwehrwesen und ihr Engagement im Feuerwehrverein wurden beide mit der Zivilnadel in Silber ausgezeichnet.
Insgesamt kamen bei dem Abend damit mehrere Hundert Jahre Feuerwehrdienst zusammen. Hinter jeder einzelnen Ehrung stehen Menschen, die einen signifikanten Teil ihrer Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen. Die dafür sorgen, dass Hilfe kommt, wenn sie gebraucht wird. Und die zeigen, dass Zusammenhalt und Verantwortung keine großen Worte bleiben müssen.
Schön, dass es in Schwabach so viele Menschen gibt, die für andere da sind.
🫶 Danke, dass Du und 788 Abonnenten sich heute die Zeit genommen haben, uns zu lesen!
Dein Baratier-Newsletter Team


