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Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},

Du liest die Ausgabe des 16. Oktober 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.

Diese Woche erwarten dich nicht nur eine Menge News, sondern auch umfangreiche News aus dem Stadtgeschehen und sogar in der Verwaltung gab es einiges zu berichten.

🧶 Pünktlich zum Einzug der ersten Winternächte widmen wir uns in der Geschichte der Woche dafür einem wohl-wollig-warmen Thema, inklusive Service-Teil für alle Interessierten!

Veranstaltungen & Unterhaltung

In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.

Auf einen Blick - Am Wochenende

🍁 Für Regionalentdecker – Am Samstag, 17. Oktober, von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr präsentieren beim 28. Regionalmarkt rund 60 Stände Lebensmittel, Handwerk, Umweltinitiativen und Dienstleistungen aus der Region in der Innenstadt. Ergänzt wird das Angebot unter dem Motto „Nah versorgen – gut für morgen“ durch Musik, Kinderprogramm und gastronomische Angebote.

🪎 Für Schatzsuchende – Am Sonntag, 18. Oktober, ist es wieder so weit! Von 13:00 bis 18:00 Uhr verwandelt „Schwabach trempelt“ die Innenstadt dank der Werbe- und Stadtgemeinschaft und ihres Vorsitzenden Bruno Fetzer wieder in einen einzigen großen Flohmarkt mit mehr als 400 Standplätzen. Flankiert wird das Event von einem verkaufsoffenen Sonntag in den innenstädtischen Geschäften.

🍹 Für Fans – Das Beny’s ist zu, aber für Fans gibt es am Trempelmarkt, am Sonntag, 18. Oktober, die Chance zum Wiedersehen. Vor dem Monte Christo gibt es von 13:00 bis 18:00 Uhr gewohnt gute Drinks aus der mobilen Bar.

Auf einen Blick - Kommende Woche

🔎 Für Kriminologen – Beim Krimidinner „Passage des Todes“ begleitet ein Vier-Gänge-Menü einen interaktiven Kriminalabend. Los geht es am Dienstag, 20. Oktober, um 19:00 Uhr. Tatort ist die Gastwirtschaft Döllinger. Tickets gibt es für 89€ exkl. Getränke, aber inklusive Lesung und Menü. Die finale Auflösung erfolgt um circa 22:45 Uhr.

☕️ Für Klatsch & Tratsch – Die AWO Mittelfranken-Süd lädt am Mittwoch, 21. Oktober, um 14:00 Uhr zum Kaffeeklatsch in den AWO-Saal ein.

🎸 Für Bluesdoppel – Bei diesem Doppelkonzert teilen sich Hillman’s Blues Band und Rusty Five einen Abend zwischen traditionellem Blues, Rock, Soul, Funk und Jazz. Am Freitag, 23. Oktober, beginnt das Konzert um 19:00 Uhr in der Galerie Gaswerk. Der Eintritt kostet 23 €, Karten sind im Vorverkauf erhältlich.

🎶 Für Musikspaziergänger – Der Verkehrsverein lädt am Samstag, 24. Oktober, ab 10:00 Uhr zu einem musikalischen Rundgang durch die Innenstadt ein. An fünf Stationen präsentieren verschiedene Ensembles jeweils rund 15 Minuten Musik von Klassik bis Moderne. Treffpunkt ist um 09:45 Uhr vor dem Rathaus am Königsplatz. Die Teilnahme kostet 18 €, ermäßigt 12 €; Reservierungen sind per email möglich.

🎸 Für Rocker – Die Motorradclubs Schwabacher Sandler und High Voltage zeigen wieder, dass auch in harten Kerlen ein weicher Kern stecken kann. Bei ihrem Event „Schwabach rockt“ in der Casa Fontana spielen Run for Cover, anschließend übernimmt DJ Alex. Der Erlös geht an den Hospizverein. Einlass ist am Samstag, 24. Oktober, ab 19:00 Uhr, Beginn ist um 21:00 Uhr. Der Eintritt erfolgt gegen 10 € Spende, zugelassen sind Gäste ab 16 Jahren.

🤣 Für Lacher – Sven Bach widmet sich in „Viecherei Deluxe“ den herrlichen Absurditäten des Alltags, natürlich auf Fränkisch und ergänzt um eigene Lieder. Am Sonntag, 25. Oktober, beginnt das Mundart-Kabarett um 18:00 Uhr in der Galerie Gaswerk. Der Eintritt kostet 20 €, Karten können vorbestellt werden.

🎷 Für Jazzliebhaber – Am Sonntag, 25. Oktober, um 19:00 Uhr bringt die polnische Vibraphonistin Izabella Effenberg mit ihrem Quartett „Sisters in Jazz – Polish Edition“ Jazz, Klassik und Weltmusik ins Stadtmuseum. Gemeinsam mit Gitarristin Magdalena Czwojda, Bassistin Klaudia Wachtarczyk und Schlagzeugerin Dorota Piotrowska präsentiert sie einen Streifzug durch die polnische Jazztradition. Tickets kosten 17 €, ermäßigt 14 €.

Unser Partner der Woche: Restaurant Fabiano

Genießen Sie mediterrane Lebensfreude direkt am Marktplatz in der schönen Altstadt von Schwabach – mit Blick auf das historische Rathaus.

Das Fabiano steht für frische, hochwertige Küche: frischen Fisch, ausgewählte Fleischgerichte, Pasta, knusprige Pizzen und abwechslungsreiche saisonale Gerichte.

Abgerundet wird das kulinarische Erlebnis durch eine erlesene Auswahl an Weinen, Aperitifs, alkoholfreien Getränken sowie frisch gezapftem Bier.

Ob entspannter Lunch, Dinner mit Freunden oder ein Glas Wein in besonderer Atmosphäre – im Fabiano erleben Sie mediterranen Genuss in stilvollem Ambiente.

Geschichte der Woche - Gut eingefädelt

Quelle: David Vilches / Unsplash | Stricken erlebt gerade wieder einmal ein großes Revival

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und ganz weit hinten am Horizont wirft Weihnachten seine Schatten voraus. Was kommen einem da nicht für wohlige Gedanken, zum Beispiel an gemeinsame Zeit, gesellige Glühwein-Abende und viel zu viel Essen sowie das ein oder andere schöne Geschenk. Dabei geht der Trend bereits seit vielen Jahren vermehrt zum Selbstgemachten. Selbst oder gerade der einstige Endgegner unter dem Tannenbaum erfährt dabei eine Renaissance: Selbstgestricktes! Vorbei sind die Zeiten, als man sich danach schnellstmöglich Richtung Abendessen entfernte, um nicht noch den passenden Schal dazuzubekommen. Heute hoffen Menschen aller Generationen darauf, dass andere freiwillig zu Stricknadeln greifen und Stunden, manchmal sogar Wochen in ein einziges Kleidungsstück investieren. Was früher als etwas angestaubtes Hobby galt, begeistert längst auch junge Menschen. Doch woher kommt diese Faszination?

Fabienne Erke kennt die Antwort zumindest aus der Praxis. In ihrem Wollgeschäft Garngenuss in der Schwabacher Innenstadt begegnet sie einer bemerkenswert unterschiedlichen Kundschaft. „Zum einen kommt natürlich immer noch die Oma, die ihre ganze Familie mit warmen Socken versorgt“, erzählt sie. Daneben stehen werdende Mütter, die eine Babydecke stricken möchten, erfolgreiche Geschäftsfrauen auf der Suche nach einem Ausgleich zum Bildschirm und Anfang 20-Jährige, die den neuesten TikTok-Trend nachhäkeln wollen.

Was sie verbindet, ist der Wunsch, mit den eigenen Händen etwas zu schaffen und die Erkenntnis, dass nicht immer alles möglichst schnell gehen muss.

Tradition und Neuanfang

Seit September 2023 führt Erke das alteingesessene Wollgeschäft, das manche Schwabacher noch unter seinem früheren Namen FilArt kennen. Die gelernte Marketing- und Eventfachfrau Erke übernahm den Laden von Ulli Henn und gab ihm mit Garngenuss einen neuen Namen und ein neues Gesicht. Dass die bisherige Kundschaft diesen Wechsel mittrug, war allerdings keine Selbstverständlichkeit.

„Ich glaube, dass es ganz wichtig war, dass Ulli noch ein halbes Jahr im Laden mitgeholfen hat, bis sich alle davon überzeugt hatten, dass ich stricken kann und es hier weiterhin Wolle und Hilfestellung gibt“, erinnert sich Erke und lacht. Dafür sei sie ihrer Vorgängerin bis heute dankbar.

Gleichzeitig wollte sie eigene Akzente setzen. Eine helle Einrichtung, moderne Wollmarken und ein Onlineshop gehören heute ebenso zum Geschäft wie die persönliche Beratung. Das Stammpublikum ist geblieben, neue Kundinnen sind hinzugekommen.

Dabei verkauft Erke nicht einfach nur Knäuel in allen erdenklichen Farben. Wer an einer Anleitung verzweifelt, sich mit einem Zopfmuster schwertut oder bei der Sockenferse partout nicht weiterkommt, findet bei Garngenuss auch praktische Hilfe. Schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und so manche Masche dafür von der Nadel.

Foto: Garngenuss | Fabienne Erke

Zur Person: Der Lebensweg von Fabienne Erke ist so vielfältig, wie das Garn in ihrem Geschäft. Geboren in Saarbrücken und aufgewachsen in Mexiko City, erfolgte als Jugendliche der Umzug mit der Familie nach Schweinfurt. Nach Studium u.a. in Madrid verschlug es sie beruflich nach Schwabach, wo sie viele Jahre im Eventgeschäft tätig war. 2023 folgte sie ihrer Leidenschaft und führt seit nunmehr drei Jahren das Einzelhandelsgeschäft Garngenuss mit zugehörigem Onlineshop.

Der Wert der eigenen Arbeit

Eigentlich ist Stricken ein ziemlicher Anachronismus. Während fast alles jederzeit fertig gekauft werden kann, sitzen Menschen freiwillig stundenlang da und fertigen Masche für Masche einen Pullover an. Materialkosten und Arbeitszeit zusammengerechnet, dürfte keines der selbst gestrickte Kleidungsstück mit den Preisen bekannter Modeketten und Labels konkurrieren können.

Für Erke ist das allerdings die falsche Rechnung. „Es gibt nichts Besseres, als auf die Frage ‚Wo hast du den Schal gekauft?‘ mit ‚Den habe ich selbst gestrickt‘ zu antworten!“ Dann hätten sich die investierten Stunden gelohnt.

Hinzu kommt die Freiheit, selbst zu entscheiden. Farbe, Material, Schnitt und Passform lassen sich nach den eigenen Vorstellungen gestalten, unabhängig davon, was die Modebranche gerade für angesagt erklärt. Ein selbst gestrickter Pullover ist deshalb nicht zwangsläufig günstiger, dafür aber ein Stück Individualität.

Manches Projekt verändert dabei sogar durch die eigene Arbeit den Blick auf Kleidung insgesamt. Erke erzählt, dass man bei einem Häkelprojekt, das 20 Stunden gedauert hat, durchaus ins Grübeln komme, wenn vergleichbare Produkte großer Modeketten für 15 Euro angeboten werden. Denn anders als beim Stricken gibt es für echtes Häkeln bislang keine Maschine, die die Handarbeit vollständig übernehmen kann. Wer also selbst einmal erlebt hat, wie viele Stunden in einem Kleidungsstück stecken, entwickelt womöglich auch ein anderes Verhältnis dazu. Erke beobachtet jedenfalls, dass Selbstgemachtes sorgfältiger behandelt und bei Beschädigungen eher repariert wird. Stopfen und Ausbessern werden wieder zu Fähigkeiten, die sich lohnen.

Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder selbst gestrickte Pullover automatisch nachhaltiger ist als ein gekauftes Kleidungsstück. Material, Herstellung und Nutzungsdauer spielen ebenfalls eine Rolle. Aber die Beschäftigung mit der eigenen Kleidung kann zumindest dafür sensibilisieren, wie viel Arbeit darin steckt.

Foto: Garngenuss | Das Geschäft in der Neutorstraße neben dem Luna-Kino

Zu Garngenuss: Twix hieß mal Raider und Garngenuss hieß FilArt. Ulli Henn führte das Fachgeschäft, das sie von ihrer Mutter übernommen hatte, über viele Jahrzehnte. Fabienne Erke benannte es nach ihrem Einstieg 2023 in Garngenuss um und wurde anfangs noch von Henn unterstützt. Seit diesem neuen Kapitel in der Neutorstraße gibt es zudem auch einen zugehörigen Onlineshop, mit dem man jederzeit in Schwabach einkaufen kann.

Gemeinsame Zeit im Garngenuss

So individuell das Ergebnis ist, so gemeinschaftlich kann der Weg dorthin sein. Denn Handarbeiten ist längst nicht nur eine Beschäftigung für das heimische Sofa. Bei Garngenuss treffen sich regelmäßig Menschen, die gemeinsam stricken, häkeln und sich austauschen.

„Unser Stricktreff ist ein Ort, bei dem jede willkommen ist. Hier spielen Alter, Beruf und Strickerfahrung keine Rolle“, erklärt Erke. Jede bringe ihr eigenes Projekt mit. Dann werde gestrickt, über alles Mögliche geplaudert und gegenseitig geholfen, wenn jemand bei einer Anleitung oder der Farbauswahl nicht weiterkomme.

Während viele Freizeitangebote ein bestimmtes Alter, Leistungsniveau oder gemeinsames Interesse voraussetzen, genügt hier offenbar die Freude an Wolle und Nadeln. Die erfahrene Strickerin kann der Anfängerin weiterhelfen, beim nächsten Mal ist es vielleicht umgekehrt. „Dabei sind schon ganz tolle Freundschaften entstanden, die es ohne den Stricktreff sicher nicht geben würde“, erzählt Erke.

Aus einem Hobby wird so ein Treffpunkt, aus einer gemeinsamen Beschäftigung manchmal eine persönliche Verbindung. Und wer einmal erlebt hat, wie schnell ein Gespräch bei ein paar Reihen rechter Maschen in Gang kommt, dürfte verstehen, warum solche Angebote mehr sind als eine Gelegenheit, gemeinsam Handarbeiten zu erledigen.

Für Erke selbst bedeutet Stricken vor allem Entspannung. Gleichmäßige Bewegungen und wiederkehrende Muster helfen ihr, vom Alltag abzuschalten. Wobei auch dieses Hobby seine Tücken hat: Wer nach zehn Reihen feststellt, dass sich ein Fehler eingeschlichen hat, dürfte zumindest kurzfristig wenig von der erhofften Entschleunigung spüren.

Das kennt auch die Ladeninhaberin. Trotzdem sei Stricken für sie „immer noch das beste Hobby der Welt“. Besonders entspannend findet sie es, einfach rechte Maschen zu stricken oder sich in ein kompliziertes Muster zu vertiefen.

Ausgerechnet als Inhaberin eines Wollgeschäfts komme sie allerdings manchmal kaum dazu. „Im Ladenalltag macht man viel, aber selten stricken“, sagt sie und lacht wieder. Immerhin: An Nachschub dürfte es nicht scheitern und überhaupt steckt Erkes chronisch gute Laune an. Man merkt ihr an, dass sie tatsächlich ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht hat.

Von Omas Socken zu TikTok

Foto: Garngenuss | Offline und Online bietet Erke eine große Vielfalt an Waren und Farben an

Dass Stricken dabei längst kein reines Großmutterhobby mehr ist, zeigt sich nicht nur an Erkes Kundschaft, sondern auch an den Trends im Laden. Aktuell sind flauschige Garne und Teddyoptik gefragt, etwa für Pullover, Westen und Jacken. Glitzernde Details aus Pailletten, Perlen oder Effektfäden spielen ebenfalls eine Rolle. Farblich dominieren nach Erkes Beobachtung Braun, Grün, Bordeaux und Pastelltöne.

Soziale Medien beeinflussen die Nachfrage durchaus. Wenn auf TikTok plötzlich gehäkelte Taschen angesagt sind, merkt Erke das schnell im Geschäft. Instagram wiederum liefert unzählige Anregungen für neue Projekte.

Doch nicht alles muss einem Trend folgen. Mützen und Schals werden jeden Winter gestrickt, Babydecken bleiben gefragt und auch die klassischen Wollsocken sind keineswegs vom Aussterben bedroht. Moderne Farben und Muster sorgen dafür, dass selbst dieses traditionelle Kleidungsstück immer wieder neu entdeckt wird.

Man kann darin ein Erfolgsrezept der Handarbeit vermuten: Sie verbindet etwas Vertrautes mit der Möglichkeit, immer wieder Neues auszuprobieren. Und sie belohnt nicht allein das fertige Ergebnis, sondern auch die Zeit, die man damit verbringt.

Bleibt die Frage, ob selbst gestrickte Weihnachtsgeschenke tatsächlich besser ankommen als früher. Erke ist sich nicht ganz sicher. Vermutlich habe auch sie schon einmal etwas verschenkt, das weniger Begeisterung ausgelöst habe als erhofft. Gesagt habe ihr das allerdings niemand. Dafür bekomme sie immer wieder Bilder von Menschen, die ihre Geschenke tatsächlich tragen.

Und worüber freut sie sich selbst am meisten? Ein gut ausgesuchter gekaufter Pullover könne durchaus etwas Tolles sein, sagt sie. Besonders freue sie sich aber über Selbstgemachtes, weil sie wisse, wie viel Zeit sich jemand dafür genommen habe. „Es muss ja nicht gleich ein ganzer Pullover sein.“ Ein hübsches Stirnband oder eine simple Decke wärmen an kalten Wintertagen genauso wie der Gedanke, dass jemand sich richtig Mühe für ein Geschenk gegeben hat.

💡🧶 Service

Wer jetzt Lust auf Handarbeit bekommen hat, der findet in der heutigen Ausgabe gleich ein paar passende Tipps zu den Themen Wolle, Garn und Selbstgemachtes.

🤩 So bleibt Wolle lange schön

  • Das richtige Waschmittel: Für Wollprodukte empfiehlt Fabienne Erke ein schonendes Wollwaschmittel, idealerweise mit Lanolin. Dabei sollten immer auch die Pflegehinweise des jeweiligen Garns beachtet werden.

  • Wenig Reibung: Maschinenwaschbare Wollstücke sollten nicht in eine überfüllte Trommel. Reibung kann dazu führen, dass die Fasern verfilzen. Ob Maschinenwäsche möglich ist, hängt vom Material ab.

  • Liegend trocknen: Nasse Wollpullover können sich beim Aufhängen verziehen. Deshalb überschüssiges Wasser vorsichtig mit einem Handtuch ausdrücken und die Kleidungsstücke anschließend flach ausgebreitet trocknen lassen.

  • Lieber lüften: Wollprodukte müssen nicht nach jedem Tragen gewaschen werden. Häufig genügt gründliches Auslüften. Vor der längeren Einlagerung empfiehlt Erke allerdings eine Reinigung.

  • Motten vorbeugen: Wollkleidung möglichst sauber, trocken und geschützt aufbewahren. Lavendel und Zedernholz können ergänzend eingesetzt werden, ersetzen aber keinen sicheren Mottenschutz.

🤔 Das erste eigene Strickprojekt

Wer noch keine Erfahrung hat, sollte nicht gleich mit einem Pullover beginnen. Fabienne Erke empfiehlt Anfängern ein einfaches Stirnband. Dafür braucht es lediglich ein Knäuel Wolle und passende Stricknadeln. Rechte und linke Maschen lassen sich daran üben, die Größe kann während des Strickens angepasst werden und der Zeitaufwand bleibt überschaubar.

Bei Garngenuss gibt es dazu eine kostenlose Anleitung und Unterstützung bei der Materialauswahl. Wer lieber unter Anleitung startet, kann einen 90-minütigen Einzelkurs buchen. Dieser kostet 35 € einschließlich Material.

💸 Was kostet Selberstricken?

Selbst gestrickt bedeutet nicht automatisch günstig, aber es ist es wert. Fabienne Erke nennt folgende grobe Richtwerte für die Materialkosten:

  • Schal: etwa 20–50 €

  • Pullover: etwa 50–100 €

  • Ein Paar Socken: etwa 8–15 € für ein Knäuel Sockenwolle (bis ca. Größe 45)

Entscheidend sind Größe, Garnqualität und Material. Baumwolle ist häufig günstiger als Merino, Alpaka oder Kaschmir. Als guten Kompromiss zwischen Qualität und Preis empfiehlt Erke insbesondere Merinowolle und entsprechende Mischgarne. Die eigene Arbeitszeit ist bei diesen Preisen nicht eingerechnet.

Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen

⚽️ Landesliga-Update
Beide Schwabacher Landesligisten durften am vergangenen Wochenende jubeln. Der SC 04 Schwabach festigte mit einem 3:0-Heimsieg gegen den TSV Buch seinen zweiten Tabellenplatz. Am heutigen Freitag, 16. Oktober, geht es zum ATSV Erlangen. Anpfiff ist um 19:00 Uhr. Auch die Roten Teufel vom SV Unterreichenbach haben Grund zur Freude: Nach dem wichtigen 2:1-Erfolg gegen Kalchreuth folgte ein 3:2-Auswärtssieg beim TSC Neuendettelsau. Mann des Tages war Xaver Distler, der mit drei Treffern den Sieg sicherte. Am Sonntag, 18. Oktober, um 15:00 Uhr empfangen sie den FSV Erlangen-Bruck.

🏛️ Der Dauerbrenner im Landtag
Als Karl Freller 1982 erstmals in den Bayerischen Landtag einzog, war Franz Josef Strauß noch Ministerpräsident und der Nürnberger CSU-Politiker gerade einmal 26 Jahre alt. 44 Jahre und 16.065 Tage später hat der heute 70-Jährige einen Rekord aufgestellt: Kein Abgeordneter gehörte dem bayerischen Parlament seit 1946 länger an. Damit überholt Freller seinen Parteikollegen Thomas Goppel und ist derzeit auch bundesweit der dienstälteste aktive Parlamentarier. Landtagspräsidentin Ilse Aigner würdigte den Mittelfranken für seine langjährige Tätigkeit, unter anderem als Staatssekretär und Landtagsvizepräsident. Ans Aufhören denkt Freller offenbar noch nicht: Bei der Landtagswahl 2028 möchte er erneut kandidieren, sofern seine Partei ihn aufstellt. Den Rekord von Wolfgang Schäuble mit mehr als 50 Jahren im Bundestag hat er allerdings noch vor sich.

🎶 Volles Haus für den guten Zweck
Mehr als 700 Menschen füllten beim diesjährigen Tafelkonzert die Schwabacher Stadtkirche. Stefan Müller, Bobby Leupold und Felix Müller bildeten die musikalische Kernbesetzung, unterstützt von Sandra Gierse, Katharina Schlammberger, Leon Lubowski, Marie Leupold, Anna-Lina Leupold und Lutz Mays. Gemeinsam sorgten sie für einen Konzertabend, bei dem nicht nur die Musik im Mittelpunkt stand: Der Erlös kommt der Schwabacher Tafel und dem Gemeindehilfsfonds von St. Martin zugute. Das Benefizkonzert hat sich längst zu einer festen Größe im Schwabacher Kulturkalender entwickelt. Und auch die jüngste Ausgabe zeigt: Wenn die richtigen Menschen zusammenkommen, lässt sich mit Musik einiges bewegen.

🎄 Oans, Zwoa, Gsunga!
Gemeinsam singen und Glühwein trinken: Unter dem Motto „1. Advents-Singen“ laden die Bank und der Gewerbeverein 1848 Schwabach am Sonntag, 29. November, ab 17:30 Uhr auf den Schillerplatz ein. Das „Schiller Open Air“ erhält damit eine Adventsausgabe, bei der gemeinsames Singen und geselliges Beisammensein im Mittelpunkt stehen. Zugleich ist die Veranstaltung mit einem sozialen Anliegen verbunden: Ein Teil der Einnahmen soll gespendet werden, um Weihnachtsgeschenke für bedürftige Menschen zu ermöglichen. So verbindet die Aktion vorweihnachtliche Geselligkeit mit konkreter Unterstützung vor Ort.

🍝 Rossini ist wieder da
Gute Nachrichten für Freunde der italienischen Küche: Das Rossini an der Fleischbrücke öffnet am Dienstag, 03. November, wieder seine Türen. Das Restaurant setzt weiterhin auf sein Pop-up-Konzept mit italienischer Küche in historischen Räumlichkeiten. Neben dem regulären Restaurantbetrieb sind Themenabende und Verkostungen vorgesehen.

🎄 Weihnachten mit den Daltons
Stefan Müller, Bobby Leupold, die Daltons und zahlreiche musikalische Gäste bringen am Freitag, 27. November, und Samstag, 28. November, Weihnachtsstimmung in die Galerie Gaswerk. Unter dem Titel „Driving Home for Christmas“ präsentieren die Schwabacher Musiker an beiden Abenden ab 20:00 Uhr bekannte Weihnachtshits aus mehreren Jahrzehnten Popgeschichte. Auf dem Programm stehen besinnliche Klassiker ebenso wie rockige Weihnachtslieder. Erst kürzlich standen Stefan Müller und Bobby Leupold beim Benefizkonzert für die Schwabacher Tafel gemeinsam auf der Bühne der Stadtkirche. Nun folgt das nächste musikalische Gemeinschaftsprojekt, diesmal mit reichlich Vorweihnachtsstimmung. Tickets kosten 23 € und sind über die Galerie Gaswerk erhältlich.

❤️ Lebensretter gesucht
Im Notfall zählt jede Minute. Doch wo befindet sich eigentlich der nächste öffentlich zugängliche Defibrillator? Genau hier setzt eine Initiative des Lions Clubs Schwabach an. Nachdem der Verein bereits die Anschaffung von acht neuen Geräten mit 25.000 € finanziert hat, soll nun auch die Übersicht vorhandener Standorte verbessert werden. Laut Projektinitiator Klaus Bonn fehlen bislang vollständige und aktuelle Karten. Erste Erfolge gibt es bereits: Die Integrierte Rettungsleitstelle und die Ersthelfer-App „Team Bayern Lebensretter“ nutzen inzwischen die gesammelten Daten. Nun bittet der Lions Club Unternehmen, Einrichtungen und Privatpersonen, weitere Standorte zu melden, sofern die Geräte auch außerhalb der jeweiligen Räumlichkeiten im Notfall verfügbar sind. Langfristig sollen verbleibende Versorgungslücken durch zusätzliche Defibrillatoren geschlossen werden.

🇬🇷 Auf nach Griechenland
Nach mehrjähriger Pause reisten Ende September wieder 20 Schwabacherinnen und Schwabacher in die griechische Partnerstadt Kalambaka. Auf dem Programm standen unter anderem die berühmten Meteora-Klöster und Begegnungen mit dem örtlichen Partnerschaftskomitee. Bereits vereinbart ist das nächste Wiedersehen: Vom 18. bis 20. Juni 2027 feiert Schwabach das 25-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft.

Aus Stadtrat & Verwaltung

🧸 Neue Plätze, neue Pläne
Schwabach stellt seine Kinderbetreuung neu auf: Der Kindergarten „Bienenstock“ soll bereits im November als fünfte städtische Kindertageseinrichtung an den Start gehen. Dafür entfällt die ursprünglich geplante Kita am Krankenhaus, deren Umsetzung an anderen Nutzungsplänen des Gebäudeeigentümers scheiterte. Der Bienenstock soll zunächst zwei Jahre betrieben werden. Gleichzeitig wird der Anne-Frank-Kindergarten ab Frühjahr 2027 umgebaut. Bis Jahresende sollen dort neben 40 Kindergartenplätzen auch 40 neue Hortplätze entstehen. Hintergrund ist der steigende Bedarf an schulischer Nachmittagsbetreuung. Für die Umbauten sind rund 95.000 € vorgesehen, wobei die tatsächlichen Kosten für den Bienenstock voraussichtlich geringer ausfallen. Die Stadt setzt damit auf eine Zwischenlösung, die später erneut überprüft werden soll.

🛝 Jugendtreff ohne regelmäßigen Betrieb
Ausgerechnet dort, wo der Bedarf besonders groß ist, fehlt es an Personal und Räumen: Im Stadtteil Eichwasen kann der Jugendtreff derzeit keinen regelmäßigen Betrieb mehr gewährleisten. Das geht aus der aktuellen Bedarfsplanung der Stadtverwaltung hervor, die dem Jugendhilfeausschuss am 13. Oktober vorgelegt wurde. Neben begrenzten Ressourcen spielt das Auslaufen eines Förderprogramms eine Rolle. Auch der Aktivspielplatz Goldnagel stößt personell an seine Grenzen. Die Verwaltung sieht deshalb Handlungsbedarf und will bestehende Angebote besser aufeinander abstimmen. Besonders für den Eichwasen wird eine tragfähige personelle und organisatorische Lösung benötigt. Konkrete zusätzliche Stellen oder Mittel sind in der Vorlage allerdings noch nicht beschlossen.

💶 Jugendhilfekosten explodieren
Die Ausgaben für Hilfen zur Erziehung haben sich in Schwabach binnen fünf Jahren von 3,2 auf 6,4 Millionen Euro verdoppelt und spiegeln damit einen bundesweiten Trend wider. Hauptursache sind laut Jugendamt ausgeweitete gesetzliche Leistungsansprüche, insbesondere bei der Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit seelischer Behinderung. Hinzu kommen komplexere Betreuungsfälle und teure Heimunterbringungen, die jährlich hohe fünfstellige Beträge pro Person kosten können. Für den Gesamtkontext wichtig: Die Zahl unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter ist weiterhin deutlich rückläufig. Eine inzwischen leer stehende Wohneinrichtung in der Wöhrwiese wird deshalb aufgegeben. Davon unabhängig steigen die Fallzahlen der Jugendhilfe wieder, besonders bei den Eingliederungshilfen. Die Stadt sieht vor allem den Bundesgesetzgeber in der Verantwortung, der zusätzliche Leistungen ermöglicht, ohne die Kommunen entsprechend finanziell auszustatten. Bei aller Diskussion über steigende Kosten sollte eines nicht vergessen werden: Hinter den Zahlen stehen Kinder, Jugendliche und Familien, die aus unterschiedlichen Gründen auf Unterstützung angewiesen sind.

🎅 Stiefel sucht Schaufenster
Die Schwabacher Weihnachtsstiefel-Rallye hat sich zu einer beliebten Adventsaktion entwickelt. Im vergangenen Jahr gaben Kinder weit über 1.000 Stiefel ab, die von den Innenstadtkümmerern auf mehr als 70 Geschäfte verteilt, befüllt und in den Schaufenstern versteckt wurden. Auch 2026 können die Schuhe im Haus der Begegnungen abgegeben werden: Mittwoch, 11. Nov.  14:00 bis 16:00 Uhr || Samstag, 14. Nov.  14:00 bis 16:00 Uhr || Mittwoch, 18. Nov.  14:00 bis 17:00 Uhr || Mittwoch, 25. Nov.  16:00 bis 19:00 Uhr

🏗️ Schwabach auf Partnersuche
Schwabach präsentierte sich Anfang Oktober auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München als attraktiver Standort für Unternehmen. Im Mittelpunkt standen Gespräche mit Investoren und Projektentwicklern über mögliche Kooperationen, Gewerbeflächen und die wirtschaftliche Entwicklung Schwabachs.

Immobilien-Tipp der Woche
präsentiert von Wartzack & Kollegen

Regelmäßig stellen wir hier bemerkenswerte Immobilien aus Schwabach und Umgebung vor, die durch ein besonders attraktives Angebot oder eine einzigartige Geschichte begeistern.

🏡 In Reihe aufgestellt zum Wohntraum - Dieses gepflegte Reiheneckhaus aus dem Jahr 1978 überzeugt mit großzügigem Wohnraum, modernisiertem Badezimmer und einer sonnigen, überdachten Terrasse. Das rund 350 m² große Eckgrundstück mit Garten, Balkon und eigener Garage bietet viel Platz zum Wohlfühlen in zentrumsnaher Lage.

DAHEIM in Schwabach!

Das charmante Reiheneckhaus befindet sich in idealer Lage. Die Innenstadt, Schulen sowie attraktive Naherholungsgebiete sind bequem in wenigen Gehminuten erreichbar. Das im Jahr 1978 in massiver Bauweise fertiggestellte Wohnhaus wurde seit seiner Errichtung durchgehend von den Eigentümern selbst bewohnt und präsentiert sich als gepflegtes Zuhause auf einem großzügigen Eckgrundstück. Im Erdgeschoss befindet sich ein geräumiges Wohnzimmer, das optimal in einen Wohn- und Essbereich gegliedert ist. Ergänzt wird diese Etage durch eine Küche, ein Gäste-WC sowie eine praktische Garderobe. Das Wohnzimmer gibt zudem den Weg auf die geschützte, überdachte Terrasse mit Markise frei – ein idealer Ort, um die Zeit im Freien zu genießen. Das ca. 350 m² große Eckgartengrundstück bietet viel Platz für Erholung, Spiel und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten im Außenbereich.
Im Obergeschoss liegen das Schlafzimmer mit Zugang zum Balkon sowie ein Kinderzimmer. Das ursprünglich vorhandene zweite Kinderzimmer wurde mit dem Badezimmer verbunden und zu einer großzügigen Wellnessoase umgestaltet. Das tageslichthelle Badezimmer wurde 2014 modernisiert und mit hellen Fliesen ausgestattet. Zur komfortablen Ausstattung gehören eine Badewanne, eine ebenerdige Dusche, ein WC sowie ein großer Doppelwaschtisch. Zusätzlich wurde ein praktisches Podest für Waschmaschine und Trockner geschaffen. Auch das Dachgeschoss wurde ausgebaut und bietet ein großräumiges Zimmer mit eigenem Badezimmer. Für eine helle und freundliche Atmosphäre sorgen zwei große Dachflächenfenster mit integrierter Verdunkelung. Das Wohnhaus ist vollständig unterkellert. Neben den klassischen Keller- und Abstellräumen befindet sich hier die Ölzentralheizung aus dem Jahr 1999. Abgerundet wird das attraktive Angebot durch eine, zum Wohnhaus gehörende, Garage.

Wartzack & Kollegen

Das Beste kommt zum Schluss

Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!

Neue Energiespeicher statt altem Atomstrom

Energy Battery GIF by Jungheinrich

Gif by Jungheinrich on Giphy

Wo früher Atomstrom produziert wurde, soll künftig die Energiewende unterstützt werden. Am Standort des stillgelegten Kernkraftwerks Brunsbüttel in Schleswig-Holstein entsteht einer der größten Batteriespeicher Deutschlands. Energiekonzern Vattenfall hat diese Woche den Auftrag für die Anlage an den Speichertechnologie-Spezialisten Fluence vergeben. Mit einer Leistung von 254 Megawatt und einer Kapazität von mehr als 1.000 Megawattstunden soll der Speicher ab Ende 2028 seinen Betrieb aufnehmen.

Warum das eine gute Nachricht ist? Windräder und Solaranlagen erzeugen Strom bekanntlich nicht immer dann, wenn er gerade gebraucht wird. An windigen oder sonnigen Tagen entsteht mitunter mehr Strom, als unmittelbar verbraucht oder transportiert werden kann. Große Batteriespeicher können überschüssige Energie aufnehmen und später wieder ins Netz einspeisen. Die Anlage in Brunsbüttel soll bei voller Leistung rund vier Stunden lang Strom liefern können.

Solche Speicher lösen zwar nicht das Problem längerer Dunkelflauten, können aber kurzfristige Schwankungen ausgleichen, das Stromnetz stabilisieren und erneuerbare Energien besser nutzbar machen. Ihr Ausbau ist damit ein wichtiger Baustein für ein Stromsystem, das zunehmend ohne fossile Energieträger auskommen soll.

Besonders bemerkenswert ist der Standort: Wo einst ein Atomkraftwerk stand, das inzwischen zurückgebaut wird, entsteht nun Infrastruktur für die Energieversorgung von morgen. Die Bauarbeiten sollen 2027 beginnen.

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