Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},
Du liest die Ausgabe des 09. Oktober 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.
Wer war noch gleich dieses Sommerloch? Der Kalender ist knallvoll und bietet wirklich für jeden Geschmack das Passende. Außerdem feiert ein außergewöhnliches Schwabacher Unternehmen 50. Jubiläum, das ein Stück weit - ohne zu hoch greifen zu wollen - Motivation und Vorbild für die ganze Nation sein kann. Unsere Geschichte der Woche.
Veranstaltungen & Unterhaltung
In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.
Auf einen Blick - Am Wochenende
🤧 Für einen letzten Tanz – Nach rund 40 Jahren steht im Das Café der letzte Monat an, bevor am Samstag, 31. Oktober, endgültig Schluss ist. Zuvor stehen unter anderem am Freitag, 09. Oktober, ab 17:00 Uhr Livemusik mit Johannes und Valentin sowie am Sonntag, 11. Oktober, der Citylauf auf dem Programm.
🏃 Für Stimmungsläufer – Beim Shake Out Run von Ready Steady geht es über fünf Kilometer im entspannten Tempo durch die Stadt, gedacht als lockere Vorbereitung auf den RIBE-Citylauf. Start ist am Samstag, 10. Oktober, um 10:00 Uhr. Treffpunkt ist das Café FUX.
🔎 Für Ausprobierer – Beim Tag der Jugendverbände stellen sich Jugendorganisationen mit Bühnenprogramm, Ständen, Spielen und Mitmachaktionen vor. Das Programm läuft am Samstag, 10. Oktober, von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr auf dem Königsplatz sowie dem Martin-Luther-Platz.
🫧 Für Kids – Beim Kinderkonzert verbinden die Bubbels Musiktheater, Live-Musik und Mitmachlieder für Kinder ab etwa drei Jahren und ihre Familien. Die Veranstaltung der BG Wolkersdorf findet am Samstag, 10. Oktober, um 14:00 Uhr statt, Einlass ist ab 13:30 Uhr am Haus der Gemeinde. Der Eintritt ist frei.
🍺 Für Gesellige – Der Brauverein lädt am Samstag, 10. Oktober, von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr zum Stammtisch mit Bier und Grill auf das eigene Vereinsgelände in der Nördlichen Ringstraße 12A. Der Stammtisch ist offen für alle, um vorherige Anmeldung wird aber gebeten.
🤼 Für Entertainment – Bei der „Night of Decisions“ der German Wrestling Promotion stehen nationale und internationale Wrestler im Ring. Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 10. Oktober, um 18:45 Uhr im Markgrafensaal. Tickets ab 18€ über Eventim.
🍷 Für Geschmacksknospen – Beim „Blind Tasting“ im Cuvini kommen vier italienische Weine ohne sichtbares Etikett ins Glas, begleitet von vegetarischen Feinkost-Häppchen, Wasser und Brot. Verkostet wird am Samstag, 10. Oktober, ab 19:00 Uhr. Die Teilnahme kostet 69 € pro Person, die Anmeldung erfolgt über das Cuvini.
🥵 Für Kilometerfresser – Der 33. RIBE Citylauf schickt Läufer, Walker und Wanderer auf Strecken zwischen Kinderlauf und Halbmarathon. Gestartet wird am Sonntag, 11. Oktober, ab dem Morgen am Königsplatz, der Hauptlauf über 10,2 Kilometer beginnt um 12:10 Uhr. Start und Ziel liegen am Königsplatz; einzelne Wettbewerbe sind bereits ausgebucht, schnell sein lohnt sich.
🪗 Für Kulturmix – Bei „Zsammg’spuit“ treffen SchmidtEinander und die Liedertafel Schwabach-Forsthof aufeinander: Rock-’n’-Roll, Austro-Pop und fränkische Texte stehen dabei neben Chormusik. Am Sonntag, 11. Oktober, beginnt das Konzert um 16:00 Uhr. Veranstaltungsort ist die Galerie Gaswerk, Nördliche Ringstraße 9. Der Eintritt kostet 17 €, Karten können vorab bestellt werden.
Auf einen Blick - Kommende Woche
☕️ Für Kaffeeklatsch – Die AWO Mittelfranken Süd ist am Dienstag, 13. Oktober, ab 12:45 Uhr „Unterwegs mit Kaffee und Tanz“. Diesmal geht es nach Grünreuth.
🎸 Für Bluespuristen – Klaus Brandl bringt beim Soloabend „Acoustic Blues Unplugged“ eigene Songs und Slidegitarre auf die Bühne. Am Donnerstag, 15. Oktober, beginnt das Konzert um 20:00 Uhr in der Galerie Gaswerk. Der Eintritt kostet 23 €, Karten können über die Galerie vorbestellt werden.
🤤 Für Genießer – Bei der Küchenparty im Cuvini bereitet Profikoch Werner Raith vier Flying-Gänge zu, dazu gibt es Ferrari Brut zur Begrüßung und ausgewählte Weine von Ferrari und Lunelli. Los geht es am Freitag, 16. Oktober, um 19:00 Uhr im Cuvini. Die Teilnahme kostet 49 € pro Person, eine Anmeldung ist erforderlich.
🍁 Für Regionalentdecker – Am Samstag, 17. Oktober, von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr präsentieren beim 28. Regionalmarkt rund 60 Stände Lebensmittel, Handwerk, Umweltinitiativen und Dienstleistungen aus der Region in der Innenstadt. Ergänzt wird das Angebot unter dem Motto „Nah versorgen – gut für morgen“ durch Musik, Kinderprogramm und gastronomische Angebote.
🍹 Für Fans – Das Beny’s ist zu, aber für Fans gibt es am Trempelmarkt, am Sonntag, 18. Oktober, die Chance zum Wiedersehen. Vor dem Monte Christo gibt es von 13:00 bis 18:00 Uhr gewohnt gute Drinks aus der mobilen Bar.
Für Schatzsuchende – Am Sonntag, 18. Oktober, ist es wieder so weit! Von 13:00 bis 18:00 Uhr verwandelt „Schwabach trempelt“ die Innenstadt dank der Werbe- und Stadtgemeinschaft und ihres Vorsitzenden Bruno Fetzer wieder in einen einzigen großen Flohmarkt mit mehr als 400 Standplätzen. Flankiert wird das Event von einem verkaufsoffenen Sonntag in den innenstädtischen Geschäften.
Unser Partner der Woche:
Wartzack & Partner
Schwabacher Immobilienkompetenz seit 1997 - Der Verkauf oder Kauf einer Immobilie ist alles andere als eine alltägliche Angelegenheit. Umso wichtiger ist es daher, dass alles reibungslos abläuft und Sie letztlich mit einem positiven Gefühl Ihre Unterschrift unter den Vertrag setzen können. Wir von Wartzack & Kollegen begleiten Sie gerne auf Ihrem Weg - mit dem notwendigen Fachwissen, aber auch mit jeder Menge Einfühlungsvermögen sowie mit Serviceleistungen, die individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Geschichte der Woche - Es geht eben doch

Foto: KBR | Das Team der KBR am Standort in Schwabach
An einer Wand bei KBR hängt eine Tischtennisplatte. Nicht zum Spielen, sondern als Erinnerungsstück. Auf ihr baute Harald Tempelmeier, der Großvater der heutigen Geschäftsführerin Jessica Schildbach, im Keller die erste Kompensationsanlage des Unternehmens. Gemeinsam mit seiner Frau Brunhild hatte er KBR 1976 gegründet. „Die ist auf jeden Fall noch da“, sagt Schildbach über die Platte und lacht.
50 Jahre später produziert das Schwabacher Unternehmen mit mittlerweile circa 120 Mitarbeitenden und Joint Venture in China seine Anlagen deutlich professioneller. Aus dem damaligen Handwerksbetrieb ist ein Unternehmen für Energiemanagement geworden, das inzwischen gemeinsam von Jessica Schildbach und ihrem Zwillingsbruder Simon Tempelmeier sowie Vater Achim Tempelmeier in dritter Generation geführt wird.
Das Firmenjubiläum fällt dabei in eine Zeit, in der sich das Umfeld von KBR rasend schnell verändert und zugleich intensiv darüber gestritten wird, was diese Veränderung kostet. Energiekosten gelten als eine der größten Belastungen für den Industriestandort.

Quelle: vbw, Grafik KI-generiert | Die Grafik zeigt den europäischen Vergleich 2024. Das deutsche Preisniveau ist seither relativ stabil geblieben: In derselben Verbrauchsklasse lagen die Durchschnittspreise seitdem in vergleichbarer Höhe.
„Auf den ersten Blick werden die Energiewende und die Transformation schon sehr stark als Kostenfaktor gesehen“, sagt Schildbach. Wer genauer hinschaue und langfristiger denke, müsse Ausgaben für effizientere Anlagen, Speicher oder neue Prozesse auch als Investitionen betrachten. „Das Geld wird zum Großteil wieder in unsere eigene Wirtschaft investiert und schafft neue Wertschöpfung.“
KBR ist naturgemäß nicht neutral in dieser Frage. Das Unternehmen verdient schließlich genau mit solchen Investitionen sein Geld. Interessant ist deshalb weniger, dass Schildbach an Transformation glaubt, sondern ob sie sich für ihre Kunden tatsächlich rechnet.

Foto: KBR - Achim Tempelmeier, Jessica Schildbach und Simon Tempelmeier
Zur Person: Jessica Schildbach führt KBR nach einem BWL- und Technik-Studium an der Technischen Universität München seit 2024 gemeinsam mit ihrem Zwillingsbruder Simon Tempelmeier und ihrem Vater Achim Tempelmeier. Die Geschwister stehen für die dritte Generation der Unternehmerfamilie.
Schwabacher Sparfüchse
Die Idee hinter KBR lässt sich einfach zusammenfassen: Unternehmen sollen genauer wissen, wann, wo und warum sie Energie verbrauchen, um diesen Verbrauch dort zu verändern, wo es wirtschaftlich sinnvoll ist. Oder wie Schildbach sagt: „Wir entwickeln und produzieren Lösungen, die dabei helfen, Energie effizienter einzusetzen.“
Der Ursprung des Unternehmens liegt dabei im Ausgleich der sogenannten Blindleistung. Vereinfacht gesagt belastet diese elektrische Netze und Anlagen, ohne beim Verbraucher in nutzbare Arbeit umgesetzt zu werden. Eine Kompensation kann deshalb Leitungen und Anlagen entlasten und bei Gewerbe- und Industriekunden Kosten reduzieren. KBR fertigt solche Anlagen bis heute in Schwabach.
Doch dabei blieb es nicht. Bereits vier Jahre nach der Gründung entwickelte KBR seine erste elektronische Energieoptimierung. 1994 kamen digitale Messgeräte hinzu, 1998 das Energiedatenmanagement „visual energy“. Heute gehören neben der Blindleistungskompensation unter anderem Messtechnik, Lastmanagement, Energiedatenmanagement und Lösungen für die Spannungsqualität zum Angebot. Aus dem ursprünglichen Handwerksbetrieb wurde damit über Jahrzehnte ein Systemanbieter für betriebliches Energiemanagement.
Wie groß der Effekt der Schwabacher Energie-Sparfüchse sein kann, zeigt ein Kunde aus der Automobilbranche. Ein Zulieferer habe mit einem solchen System allein im vergangenen Jahr rund 500.000 Euro eingespart, sagt Schildbach. Fairerweise ist dies ein besonders großer Einzelfall. Schildbach sagt selbst, dass es den typischen KBR-Kunden nicht gebe. Das Spektrum reiche von der Großbäckerei bis zum Konzern, entsprechend unterschiedlich seien Verbrauch, Investition und Einsparpotenzial. Aber lohnt sich die Investition auch?

Foto: KBR | Der Firmensitz in Schwabach
Zum Unternehmen: KBR EnergyManagement wurde 1976 als „Kompensationsanlagen-Bau-Rednitzhembach“ gegründet. Heute sitzt das Familienunternehmen am Kiefernschlag in Schwabach, beschäftigt rund 120 Mitarbeitende und entwickelt und fertigt dort eigene Produkte. Das Geschäft reicht aber inzwischen über Deutschland hinaus. So wird für den chinesischen Markt mit einem chinesischen Joint-Venture-Partner ebenfalls vor Ort produziert. Seit 2024 firmiert das Unternehmen unter dem Namen KBR EnergyManagement.
Rechnet sich das?
Die Kurzfassung lautet: Ja. Nach Schildbachs Erfahrung amortisieren sich Investitionen bei KBR-Kunden häufig innerhalb von zwei bis fünf Jahren. Das erscheint für größere technische Investitionen zunächst erstaunlich kurz.
Eine vereinfachte Modellrechnung der Deutschen Energie-Agentur, kurz dena, bewegt sich allerdings in einer ähnlichen Größenordnung. Die dena ist ein Unternehmen des Bundes und Kompetenzzentrum für Energiewende und Klimaschutz. In ihrem Beispiel geht sie von einem Betrieb mit fünf Gigawattstunden jährlichem Energieverbrauch aus. Für Energiemanagementsoftware, Sensorik und Datenlogger setzt sie Investitionskosten von rund 50.000 Euro an. Werden anschließend drei bis fünf Prozent der Energiekosten eingespart, amortisiert sich die Anschaffung überschlägig nach etwa zwei bis vier Jahren.
Dass solche Systeme heute ein deutlich breiteres Einsatzgebiet haben als früher, hat auch mit einer Energiewelt zu tun, die sich seit der Gründung von KBR grundlegend gewandelt hat. „Was sich in den vergangenen 50 Jahren komplett verändert hat, ist die Energiewelt um uns herum“, sagt Schildbach.
Fossile Brennstoffe als Hauptenergiequelle werden Stück für Stück abgelöst, Strom wird wichtiger und zugleich zunehmend dezentral und wetterabhängig erzeugt. Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur kommen hinzu, Unternehmen erfassen immer mehr Verbrauchsdaten. Der Wandel spiegelt sich seit 2024 sogar im Namen wider: Aus dem Kompensationsanlagenbauer wurde KBR EnergyManagement.
Transformation ist bei KBR also nicht nur das Geschäft der Kunden. Das Unternehmen hat sie selbst hinter sich und zeigt, dass Energiemanagement ein handfester Business-Case sein kann.
Pflicht oder Geschäft?

Foto: KBR | Bei den Produkten von KBR handelt es sich um High-Tech-Entwicklungen für verschiedenste Industrien
Genau an diesem Punkt wird die Schwabacher Geschichte auch politisch akut. Die Bundesregierung plant in einem aktuellen und stark umstrittenen Gesetzentwurf, den Grenzwert anzuheben, ab dem Unternehmen ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einrichten müssen: von derzeit 7,5 auf 23,6 Gigawattstunden Jahresverbrauch. Von der jetzigen Regelung waren schätzungsweise rund 23.000 Unternehmen in Deutschland betroffen.
Umso interessanter ist die erwähnte Modellrechnung der dena. Mit fünf Gigawattstunden liegt der Modellbetrieb bereits unter der heutigen gesetzlichen Pflichtgrenze. Trotzdem kommt die dena auf eine Amortisation von zwei bis vier Jahren.
Das ist kein Beweis dafür, dass Energiemanagement überall rentabel ist. Aber es zeigt, worauf Schildbach hinauswill: Es gibt Investitionen in die Energiewende, für die nicht allein Regulierung oder Klimaziele sprechen, sondern die betriebswirtschaftliche Rechnung. Gesetzesnovelle hin, Grenzwertanpassung her.
Warum investieren Unternehmen dann nicht längst flächendeckend?
Schildbach nennt einen sehr profanen Grund: Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Wer die Wahl zwischen einem Energiemanagementsystem und einer neuen Maschine habe, mit der unmittelbar mehr produziert werden könne, setze häufig zunächst auf die Maschine. Dazu kämen wechselnde Förderbedingungen, Energiepreise und politische Vorgaben. Im Gespräch mit Schildbach drängt sich der Eindruck auf: Für Unternehmen scheinen Sparen und Kostenoptimierung im ersten Moment schlicht weniger attraktiv zu sein als die Aussicht auf zusätzliches Wachstum.
Hinzu kommt: „Wenn nicht klar ist, welche Regelungen in zwei oder drei Jahren gelten, fällt es schwer, sich heute für eine größere Investition zu entscheiden, die sich vielleicht erst nach mehreren Jahren rechnet.”
Zwischen Vergangenheit und Weiterentwicklung

Foto: KBR | Mit dieser Tischtennisplatte begann vor 50 Jahren die Geschichte des Unternehmens
Damit landet man dann doch wieder bei der aktuellen Transformationsdebatte und der Anpassung der Grenzwerte. Schildbach fordert weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen und vor allem verlässlichere Rahmenbedingungen. Gleichzeitig betont sie ihre Ablehnung, Transformation ausschließlich über Vorgaben und mögliche Strafen zu treiben. „Die Motivation sollte möglichst aus dem eigenen wirtschaftlichen Nutzen kommen.“
Schildbach reiht sich damit nicht in den Reigen jener ein, die nach immer mehr Subventionen oder Unterstützung rufen. Wohl aber fordert sie gleichbleibende Rahmenbedingungen, die Unternehmen wie KBR und ihren Kunden Planbarkeit ermöglichen.
Nach 50 Jahren KBR bekommt dieser Punkt zusätzlich Gewicht. Denn die unternehmerische Leistung des vergangenen halben Jahrhunderts besteht gerade nicht darin, fünf Jahrzehnte lang dasselbe Produkt verkauft zu haben. KBR hat sein ursprüngliches Geschäft immer wieder erweitert, auf eine veränderte Energiewelt reagiert und gleichzeitig Entwicklung und Fertigung in Schwabach gehalten. Aus der Kompensationsanlage auf einer Tischtennisplatte wurde Schritt für Schritt ein wesentlich breiteres Geschäft rund um Energiemanagement.
Die große deutsche Energiedebatte wird KBR damit nicht entscheiden. Hohe Strompreise bleiben für Teile der Wirtschaft ein Wettbewerbsproblem, und nicht jede Investition in Klimaschutz oder Energieeffizienz wird sich nach wenigen Jahren rechnen.
Die vergangenen 50 Jahre zeigen aber im Kleinen, worauf Schildbach hinauswill: Transformation muss nicht ausschließlich Kosten verursachen. Für KBR und auch für dessen Kunden kann sie sich dann lohnen, wenn eingesparte Energie am Ende auch eingespartes Geld bedeutet.
Begonnen 1976 auf einer Tischtennisplatte, zeigt KBR auch 50 Jahre später. Grüne Transformation und Marktwirtschaft in Einklang bringen? Es geht eben doch.
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Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen
⚽ Landesliga-Update
Die erste Saisonniederlage ist da, der zweite Tabellenplatz bleibt: Der SC 04 verlor das Spitzenspiel bei Tabellenführer SpVgg Mögeldorf am Freitag knapp mit 1:2. Nach 14 Spielen stehen die Nullvierer bei 29 Punkten und 33:12 Toren, sechs Zähler hinter Mögeldorf. Am Freitag, 09. Oktober, wartet ab 19:00 Uhr im HUDSON-Sportpark mit dem TSV Buch nun ein Gegner aus der unteren Tabellenregion. Auch beim SV Unterreichenbach zeigt die Kurve dagegen wieder leicht nach oben: Nach sechs sieglosen Spielen gelang gegen Kalchreuth ein verdienter 2:1-Heimsieg. Der SVU steht damit mit 16 Punkten auf Rang zwölf und reist am Samstag, 10. Oktober, um 16:00 Uhr zum TSC Neuendettelsau.
🎯 Next Level Dart
Die Golden Arrows des SC 04 haben ihren Dartbereich in Eigenleistung grundlegend umgebaut. Technisches Herzstück ist ein neues Scolia-Kamerasystem, das Würfe automatisch erkennt, Punkte in Echtzeit überträgt und zusätzlich Statistiken, Checkout-Vorschläge und Wurfbilder auswertet. Davon sollen sowohl die drei Ligateams als auch der Nachwuchs profitieren. Die 2024 als Schwabacher Mannschaft des Jahres ausgezeichneten Golden Arrows investieren damit nicht nur in schönere Boards, sondern auch in systematischeres Training. Bei so professionellen Bedingungen kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis wir den ersten Schwabacher im Ally Pally sehen.
🕯️ Trauer um Georg Weber
Der TV1848 trauert um seinen 2. Vorstand Georg Weber. Weber engagierte sich nicht nur im Gesamtvorstand, sondern war auch Mitglied der Turner und der Triathlon-Abteilung. Der Verein verliert einen geschätzten Wegbegleiter, engagierten Menschen und Freund, dessen Tod eine große Lücke in der Gemeinschaft hinterlasse. Als Zeichen der Trauer und des Respekts wurden die Fahnen auf dem Vereinsgelände auf Halbmast gesetzt. Die Gedanken des Vereins gelten seiner Familie, seinen Angehörigen und allen, die ihm nahestanden.
🏥 Neue Chefärztin für die Geriatrie
Dr. Dorith Schrödel übernimmt die Leitung der Geriatrie an der Navicare-Med-Klinik. Zuvor war die Internistin und Geriaterin als Oberärztin am Klinikum Altmühlfranken tätig. Die Personalie passt zur neuen Ausrichtung des Hauses: Navicare-Med hatte bereits angekündigt, die Altersmedizin neben Neurologie und Endoprothetik zu einem Schwerpunkt des Standorts auszubauen.
🇬🇷 Kaliméra für Anfänger
Das Partnerschaftskomitee Schwabach–Kalambaka legt seinen Griechischkurs für Touristen erneut auf, diesmal in zwei Varianten. Der langsamere Kurs startet am Mittwoch, 11. November 2026, der schnellere am Mittwoch, 17. Februar 2027. Beide umfassen acht Abende jeweils von 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr im Kapitelshaus am Martin-Luther-Platz und richten sich an Anfänger und Fortsetzer. Die Kursgebühr beträgt 65 €, für den Novemberkurs ist eine verbindliche Anmeldung bis 05. November bei Dr. Paul-Hermann Zellfelder erforderlich.
🗼In luftigen Höhen
Während des Regionalmarkts öffnet der Turm der Stadtkirche für Ausblicke aus 37 Metern Höhe über Stadt und Umgebung. Der Aufstieg über 169 Stufen ist am Samstag, 17. Oktober, von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr möglich. Pro halbe Stunde können höchstens 25 Personen hinauf; Karten werden jeweils zehn Minuten vorher vor Ort verkauft, Reservierungen sind nicht möglich. Erwachsene zahlen 3 €, Kinder ab fünf Jahren 1 €.
🎄 Krippen gesucht
Für den Krippenweg 2026/2027 werden wieder private Krippen gesucht, die in den Schaufenstern teilnehmender Geschäfte ausgestellt werden können. Der Rundgang läuft von Freitag, 27. November 2026, bis Mittwoch, 06. Januar 2027 und führt neben der Innenstadt auch durch einige Gemeinden im Umland. Wer seine Krippe über Weihnachten selbst benötigt, kann sie auch nur bis Mittwoch, 23. Dezember, zur Verfügung stellen. Gesucht werden die Leihgaben vor allem für Geschäfte, die keine eigene Krippe besitzen. Die Anmeldung erfolgt über ein digitales Formular auf der Homepage von St. Martin. Rückfragen beantwortet Regina Zapp mittwochs bis freitags vormittags unter 09122 9256-200.
Aus Stadtrat & Verwaltung
♻️ Umweltmobil kommt
Am nächsten Freitag, dem 16.Oktober, ist das Umweltmobil wieder in Schwabach unterwegs. Angenommen werden giftige und umweltschädliche Abfälle aus Privathaushalten sowie vergleichbare Mengen aus Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben – kostenlos und in haushaltsüblichen Kleinmengen. Stationen: 13:30 Uhr - 15:00 Uhr - Flurstraße, Ecke Mühlenstraße, 16:00 Uhr - 17:00 Uhr, Walkersreuther Straße (Realschule)"
Das Beste kommt zum Schluss
Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!
Grundlagenforschung macht Mut

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Wozu soll das alles gut sein? Die Nobelpreis-Woche liefert darauf gerade eine ziemlich schöne Antwort: Grundlagenforschung muss ihren Nutzen nicht schon am ersten Tag beweisen. Der Medizin-Nobelpreis ging an Karl Deisseroth, Peter Hegemann und Georg Nagel für Arbeiten an lichtgesteuerten Ionenkanälen und der Optogenetik, also Methoden, mit denen sich Nervenzellen gezielt mit Licht beeinflussen lassen. Ausgangspunkt waren unter anderem lichtempfindliche Proteine aus Algen.
Der Physik-Nobelpreis würdigt Francis Halzen für seine Beiträge zum IceCube-Observatorium am Südpol und den Nachweis hochenergetischer Neutrinos aus dem All. Die unmittelbare Alltagsanwendung? Überschaubar. Der Erkenntnisgewinn über unser Universum? Enorm.
Und in der Chemie wurden Henri B. Kagan und Kenso Soai ausgezeichnet. Ihre Forschung hilft zu verstehen, wie sich gezielt eine bestimmte „Spiegelbild“-Variante eines Moleküls erzeugen lässt, ein Prinzip, das gerade bei Wirkstoffen entscheidend sein kann.
Was alle drei Preise verbindet: Viele Durchbrüche entstehen nicht, weil jemand von Anfang an ein marktreifes Produkt sucht, sondern weil Forschende zunächst verstehen wollen, wie etwas funktioniert. Die Max-Planck-Gesellschaft erinnert deshalb daran, dass zwischen grundlegender Erkenntnis und praktischer Anwendung Jahrzehnte liegen können; bei Quantenphysik und späterer Halbleiter- und Lasertechnik waren es teils rund 50 Jahre..
Grundlagenforschung ist damit ein bisschen wie Vorratshaltung für Ideen: Man weiß beim Einlagern noch nicht immer, wann man sie brauchen wird. Aber wenn plötzlich eine neue Krankheit, Technologie oder Herausforderung auftaucht, ist es ziemlich hilfreich, wenn jemand vorher schon neugierig genug war, die Grundlagen zu verstehen.
Gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die diesen langen Atem besitzen und ihn zum Wohle der Menschheit einsetzen.
🫶 Danke, dass Du und 784 Abonnenten sich heute die Zeit genommen haben, uns zu lesen!
Dein Baratier-Newsletter Team


