Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},
Du liest die Ausgabe des 18. September 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.
🔮 Diesmal tauchen wir ein in die Welt der Wahrsagerei. Fast zumindest. Was die KI in zwei Jahren alles kann, weiß heute nämlich noch niemand vorherzusagen. Welche konkreten Auswirkungen sie schon heute auf Unternehmen hat, das zeigen der Schwabacher Digi-Day und seine Vortragenden. Unsere Geschichte der Woche.
Veranstaltungen & Unterhaltung
In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.
Auf einen Blick - Am Wochenende
🧑🧑🧒🧒 Für Familien – Mit Festbetrieb, Kirchweihzug und Baumaufstellen beginnt die Herbstkirchweih. Los geht es am Freitag, 18. September, ab 12:00 Uhr. Gefeiert wird bis Sonntag, 27. September. Weiterführende Informationen zu Programm, Fahrgeschäften und dem Kärwa-Goldbarren gibt es hier.
💻 Für Digital Natives – Beim fünften Digi-Day der Wirtschaftsjunioren dreht sich in diesem Jahr alles um die Auswirkungen von KI. Wer neugierig ist, kann sich nach vorheriger Anmeldung am Freitag, 18. September, von 13:00 Uhr bis 17:30 Uhr informieren und vernetzen. Ausgerichtet wird das Ganze wieder in den Räumlichkeiten der Firma Lämmermann.
🍺 Für Hopfenläufer – Bei „4 Runden Bier“ treten Einzelstarter, Zweierteams und Kinder an. Kinder?! Ja, genau, denn Erwachsene trinken pro Runde 0,33 Liter Bier vom Brauverein Schwabach, wahlweise alkoholfrei, der Nachwuchs läuft zwei Runden mit Eistee. Start ist am Samstag, 19. September, um 15:00 Uhr auf der Laufbahn des TV 1848. Die Teilnahme kostet 10 €, beim Kids Race 5 €. Anmeldung im Vorfeld an [email protected]
🎶 Für Schunkelfreunde – Im Areal Burgersgarten steht am Samstag, 19. September, wieder das Oktoberfest auf dem Programm. Los geht es um 14:00 Uhr mit dem Musikzug des TV1848 Schwabach. Ab 17:00 Uhr erfolgt der offizielle Bieranstich mit Bezirkstagspräsident Peter-Daniel Forster. Im Anschluss spielen The Moonlights. Der Eintritt ist frei.
🎉 Für Eichwasener – Beim Stadtteilfest im Eichwasen treffen Mitmachangebote für alle Altersgruppen auf Musik der Schwabacher Band „Simply complicated“. Gefeiert wird am Samstag, 19. September, von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr auf der Parkwiese gegenüber dem evangelischen Stadtteilzentrum. Dazu gibt es Süßes und Herzhaftes sowie ein eigens gebrautes Helles des Schwabacher Brauvereins. Die Wiese ist barrierefrei zugänglich.
🪩 Für kleine Tänzer – Die Tanzschule Bogner feiert ihr 30-jähriges Bestehen mit verschiedenen Veranstaltungen in diesem Jahr. Nun geht es mit einem Schlossfest für Familien, Kindertanz-Auftritten, Spielen und einem Minikonzert von Kai Kopfstein weiter. Am Samstag, 19. September, beginnt das Programm um 14:30 Uhr und endet um 17:00 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder 9 €, für Erwachsene 4 €. Die Teilnahme ist nur mit Online-Voranmeldung über die Tanzschule möglich.
🪡 Für Bastelfreunde – Der Markt „Handgemacht & Herzenssachen“ versammelt am Sonntag, 20. September, 40 Ausstellende aus der DIY- & Kreativszene und bietet Mitmachaktionen für Kinder, Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei, die Pforten des Markgrafensaals öffnen sich um 10:00 Uhr, Ende der Veranstaltung ist um 17:00 Uhr.
🗼 Für Himmelsstürmer – Zur Herbstkirchweih lässt sich der Turm der Stadtkirche besteigen, von wo man einen phänomenalen Blick über die Altstadt erhält. Der Aufstieg ist am Sonntag, 20. September, von 15:00 Uhr bis 20:30 Uhr möglich. Erwachsene zahlen 3 €, Kinder ab sechs Jahren 1 €. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, da pro halbe Stunde aber nur 25 Personen aufsteigen können, kann es zu kurzen Wartezeiten kommen.
Auf einen Blick - Kommende Woche
🪩 Für Stehblues – Die AWO lädt zum Tanznachmittag in den hauseigenen Saal. Am Dienstag, 29. September, läuft die Veranstaltung von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr und der Eintritt ist wie immer frei.
👔 Für Kontaktfreudige – Beim zweiten „Business, Bier & Brezn“ treffen Networking und eine Keynote von Marc Erras zum gelungenen Gesprächseinstieg aufeinander. Los geht es am Mittwoch, 30. September, um 18:30 Uhr im Gründerzentrum SCHWUNG, O’Brien-Straße 2. Die Teilnahme ist kostenlos, wegen begrenzter Plätze ist eine vorherige Anmeldung gewünscht.
😹 Für Kabarettfreunde – Urban Priol gastiert mit seinem Programm „Im Fluss. Täglich quellfrisch, immer aktuell“. Beginn ist am Donnerstag, 24. September, um 20:00 Uhr im Markgrafensaal. Tickets sind derzeit ab 35,40 € erhältlich, einzelne Kategorien sind bereits nicht mehr verfügbar.
🎨 Für Kunstfreunde – Der Künstlerbund zeigt in „Die Neuen 2026“ Arbeiten der drei neu aufgenommenen Mitglieder Evelyn Hesselmann, Walli Popp und Brigitte Romann. Die Vernissage beginnt am Freitag, 25. September, um 19:00 Uhr; die Ausstellung läuft von Samstag, 26. September, bis Sonntag, 01. November. Zu sehen ist sie in der Städtischen Galerie. Der Eintritt ist frei.
🌙 Für Traumtänzer – Die musicalbuehne bringt Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ als Musicalfassung auf die Bühne. Gespielt wird am Samstag, 26. September, um 19:00 Uhr und am Sonntag, 27. September, um 17:00 Uhr in der Marionettenbühne. Tickets kosten 19 €, ermäßigt 15 €, der Einlass beginnt jeweils 30 Minuten vorher.
Unser Partner der Woche:
EDEKA Krawczyk
Frische, die man schmeckt – bei EDEKA Krawczyk steht Qualität seit Generationen im Mittelpunkt. Ob knackiges Obst und Gemüse, ausgewählte Feinkost oder regionale Spezialitäten: Hier trifft Vielfalt auf persönliche Beratung. Mit Leidenschaft und einem feinen Gespür für Genuss sorgt das Team dafür, dass jeder Einkauf zu einem kleinen Erlebnis wird!
Geschichte der Woche - Suche? Antwort!

Foto: Wirtschaftsjunioren | Auch in diesem Jahr rechnen die Veranstalter wieder mit einem vollen Haus dank spannender Referierender
Wer am Freitag zum Digi-Day der Wirtschaftsjunioren Schwabach kommt, sollte am besten eine konkrete Frage aus dem eigenen Unternehmen mitbringen. Das zumindest empfiehlt Maxime Werner. Der Schwabacher verantwortet das Online-Marketing von BachelorPrint und ScanProfi und steht beim Digi-Day gemeinsam mit Unternehmensgründer Bernhard Mott auf der Bühne.
Eine passende Frage könnte lauten: Was passiert eigentlich, wenn potenzielle Kunden nicht mehr googeln, sondern stattdessen Chatbots wie Chat GPT & Co. fragen?
Denn während Künstliche Intelligenz in vielen Unternehmen noch mit der Frage verbunden ist, welche Arbeit sie künftig übernehmen könnte, verändert sie längst etwas sehr Konkretes: wie Unternehmen im Internet gefunden werden.
Gerade bei Jüngeren ist dieser Wandel bereits besonders sichtbar. Laut einer Bitkom-Umfrage nutzen zwei Drittel der 16- bis 29-Jährigen zumindest gelegentlich KI-Chats anstelle klassischer Suchmaschinen. Über alle Altersgruppen hinweg ist es bereits jeder Zweite.
Genau darum geht es am Freitag beim Digi-Day. Die Wirtschaftsjunioren laden erneut in die Räume der Firma Lämmermann ein. Das Prinzip: keine Digitalisierung aus dem Lehrbuch, sondern konkrete Anwendungen aus der Region. 2026 ist Künstliche Intelligenz endgültig zum roten Faden geworden.

Foto: Privat | Maxime Werner
Zur Person: Maxime Werner, geboren 1991, ist ein echter Schwabacher und ein Early Adopter digitaler Berufswelten.
Nach dem Schulbesuch in der Goldschlägerstadt durchlief er verschiedene Stationen im Social-Media- und Online-Marketing und verantwortet seit 2020 das Online-Marketing der Unternehmensgruppe mit den Marken BachelorPrint und ScanProfi.
Sein Wissen über SEO, GEO und aktuelle Trends teilt er beim Digi-Day 2026 erstmals mit Interessierten aus unserer Stadt.
Vom Nachschlagen zur freundlichen Empfehlung
Wie stark sich die Suche verändert, erklärt Werner mit einem anschaulichen Vergleich. Klassische Suchmaschinen wie Google oder Bing seien lange ein bisschen wie ein Branchenbuch gewesen: Man schlägt es auf, bekommt Treffer vorsortiert und entscheidet, welchen man sich genauer ansieht. ChatGPT und andere KI-Systeme funktionierten dagegen eher wie ein Bekannter, den man direkt um Rat bittet.
„Es reicht heute nicht mehr nur, in diesem Buch zu stehen“, sagt Werner sinngemäß. Unternehmen müssten es schaffen, so bekannt und vertrauenswürdig zu sein, dass die KI, also der Bekannte in seiner Metapher, sie überhaupt empfiehlt.
Dabei ist diese Entwicklung für Werner und sein Team alles andere als Theorie und ein Stück weit auch ein herrlicher Anachronismus dieser Geschichte: Ausgerechnet ein Unternehmen, das sich zu einem großen Teil mit dem Bedrucken von Papier beschäftigt, geht bei der nächsten Generation der digitalen Suche als Vorreiter voran.
Das ist nur auf den ersten Blick überraschend. BachelorPrint vertreibt seine Leistungen weitgehend online und betreibt ein umfangreiches Wissensportal rund um wissenschaftliches Arbeiten. Sichtbarkeit bei Google war deshalb über Jahre ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells. Genau dort setzt nun die Veränderung an.

Logo: MH Scan & Print GmbH

Logo: MH Scan & Print GmbH

Logo: MH Scan & Print GmbH
Zum Unternehmen: Hinter BachelorPrint und ScanProfi steht die MH Scan & Print GmbH mit rund 30 Mitarbeitenden, gegründet von Bernhard Mott und Christian Hörl.
BachelorPrint ging 2016 an den Start, hat sich auf das Drucken und Binden wissenschaftlicher Arbeiten spezialisiert und ist inzwischen in zwölf Ländern und sieben Sprachen aktiv.
Die zweite Marke, ScanProfi, digitalisiert für Privat- und Geschäftskunden alles von Fotos, Videokassetten und Super-8-Filmen bis hin zu kompletten Papierarchiven von Unternehmen, Kanzleien und Verwaltungen.
Die Produktion sitzt in Büchenbach, während das Online-Marketing-Team im alten Apollo-Gelände in Schwabach die Online-Auftritte beider Marken betreut.
Die Antwort kommt vor dem Klick
Wer heute eine Frage bei Google eingibt, bekommt bei vielen Suchanfragen nicht mehr nur die bekannte Liste mit Links angezeigt. Mit den sogenannten AI Overviews liefert Google selbst KI-generierte Antworten und verweist auf verschiedene Quellen.
Für Nutzer ist das bequem. Für Betreiber von Webseiten kann es unangenehm werden. Eine Untersuchung des Pew Research Center zeigt zumindest für die USA, wie deutlich sich das Verhalten bereits verändert: Erschien bei einer Google-Suche eine KI-Zusammenfassung, klickten Nutzer nur in acht Prozent der Fälle auf ein klassisches Suchergebnis. Ohne AI Overview waren es 15 Prozent. Auf eine der direkt in der KI-Antwort genannten Quellen wurde sogar nur bei rund einem Prozent der Suchvorgänge geklickt.
Werners Beobachtung passt dazu. „Die Anzahl der Klicks insgesamt ist natürlich rapide in den Keller gegangen“, beschreibt er die Entwicklung des Marktes. Wenn Google die Antwort bereits selbst liefert, müsse niemand zwingend noch eine Webseite öffnen. Auch BachelorPrint spüre die Veränderung.
Das Problem betrifft nicht nur BachelorPrint. Daten des digitalen Infrastrukturunternehmens Cloudflare zeigen weltweit eine wachsende Lücke zwischen dem Umfang, in dem KI-Systeme Webseiten auslesen, und dem vergleichsweise geringen Traffic, den sie anschließend an diese Seiten zurückschicken.
Gleichzeitig entsteht ein neuer Wettbewerb: Es geht nicht mehr nur darum, möglichst weit oben in einer Trefferliste zu stehen. Unternehmen wollen auch in den Antworten auftauchen. Werner und sein Team beobachten deshalb, wie häufig ihre Marken von KI-Systemen genannt werden.
Ganz sauber messen lässt sich das nicht. Empfiehlt ChatGPT BachelorPrint, kann der Nutzer den Namen danach bei Google suchen oder die Webseite direkt aufrufen. In der Statistik erscheint das als Google- oder Direktzugriff. Der Einfluss der KI bleibt teilweise unsichtbar. Klickt ihr den Link im Newsletter, ist er hingegen genau zu bestimmen.
Gutes GEO beruht auf gutem SEO
Für das neue Spiel hat die Marketingbranche eine neue Abkürzung: GEO, kurz für „Generative Engine Optimization“. Gemeint ist Sichtbarkeit in Antworten von ChatGPT, Google und anderen KI-Systemen.
Wer nun schon die nächste digitale Revolution samt völlig neuen Marketingregeln befürchtet, kann sich etwas entspannen. „Gutes GEO beruht auf gutem SEO“, lautet einer der zentralen Sätze in Werners Vortrag.
Viele Grundlagen bleiben dieselben: Eine Webseite muss technisch sauber sein, Suchmaschinen müssen sie verstehen können und Inhalte relevant sein. Auch Google betrachtet Optimierung für seine generativen Suchfunktionen weiterhin als Teil klassischer Suchmaschinenoptimierung. Verändert hätten sich aber die Schwerpunkte.
Dass es solche Verschiebungen tatsächlich gibt, beschäftigt inzwischen auch die Forschung. Eine bereits 2024 auf der internationalen KDD-Konferenz veröffentlichte Arbeit verschiedener Universitäten, darunter Princeton, untersuchte systematisch, wie sich Inhalte für generative Suchmaschinen optimieren lassen. Unter anderem erhöhten Quellen, Statistiken und Zitate in den Experimenten die Sichtbarkeit, wenn auch unterschiedlich stark je nach Themengebiet.
Werner setzt stärker auf klar formulierte Fakten und direkte Antworten. Lange Werbetexte, die viel behaupten und wenig sagen, helfen seiner Erfahrung nach kaum weiter. Wenn eine KI Informationen aus einem Text übernimmt, müssen einzelne Aussagen möglichst eindeutig und mit harten Fakten untermauert sein. Auf den Punkt gebracht: Wer eine Frage beantworten will, sollte sie irgendwann auch tatsächlich beantworten.
Auch externe Erwähnungen spielen eine Rolle. Fachartikel, glaubwürdige Portale oder Partnerseiten können Hinweise darauf liefern, wofür ein Unternehmen steht. Entscheidend bleiben Relevanz und Glaubwürdigkeit.
Und auch technisch gilt: Inhalte sollten unkompliziert auslesbar sein. Nicht jeder Bot verarbeitet jedes nachträglich geladene JavaScript-Element gleichermaßen zuverlässig. Inhalte, die bereits sauber im HTML der Seite stehen, sind deshalb die sichere Bank.
Was ein Schwabacher Schreiner damit anfangen kann
Spannend wird GEO, wenn daraus etwas entsteht, das auch der Schreiner, Händler oder Dienstleister in Schwabach anwenden kann.
Werners erster Tipp kostet nichts: sich selbst suchen lassen. Wer Schreiner ist, könne ChatGPT oder Google etwa fragen: „Wer ist ein guter Schreiner in Schwabach?“ Danach sollte man schauen, welche Unternehmen genannt werden und ob das eigene darunter ist.
Der zweite Schritt ist ähnlich unspektakulär: Unternehmensprofile pflegen. Öffnungszeiten, Leistungen, Fotos, Bewertungen und Kontaktinformationen bei Google, aber auch bei Bing, sollten aktuell sein. Bing sei im Zusammenhang mit KI-Suche interessanter geworden, weil Bing bei ChatGPT-Suchen als externer Suchanbieter eine Rolle spielen kann, obwohl Bing im klassischen deutschen Suchmaschinenmarkt nur eine Nebenrolle spielt.
Auf der eigenen Webseite rät Werner zu konkreten Informationen: Was bietet das Unternehmen an? Für wen? In welchem Gebiet? Zu welchem Preis? Wie lange dauert etwas? Hilfreich seien zudem Fragen, die Kunden ohnehin ständig am Telefon stellen.
Wenn dieselbe Frage regelmäßig einen Mitarbeiter beschäftigt, ist die Wahrscheinlichkeit schließlich recht hoch, dass sie irgendwann auch jemand einer Suchmaschine oder KI stellt. „Kein Blabla“, wiederholt Werner seinen Hinweis zum vorherigen Werbeversprechen.
Bleibt die Revolution also aus? Die Antwort ist ein beherztes: Jaein. Ein beträchtlicher Teil dessen, was heute unter GEO diskutiert wird, ist gutes Online-Marketing mit neuen Schwerpunkten. Diese haben sich aber teils ganz deutlich verschoben.
Suche? Antwort: Digi-Day!

Foto: Wirtschaftsjunioren | Der gemeinsame Austausch ist beim Digi-Day ebenso wichtig, wie der reine Inhalt
Wie weit diese Entwicklung geht, wagt Werner nur vorsichtig vorherzusagen. Vor zweieinhalb Jahren sei kaum absehbar gewesen, wie selbstverständlich KI heute genutzt werde.
Er erwartet, dass klassische Suche und KI weiter verschmelzen. Für Nutzer könnte irgendwann kaum noch erkennbar sein, ob sie gerade „googeln“ oder bereits mit einem KI-System sprechen. Und möglicherweise bleibe es nicht beim Antworten: KI-Systeme könnten künftig selbst handeln, Termine vereinbaren, Angebote vergleichen oder Bestellungen vorbereiten.
Für Unternehmen wird die Frage, ob digitale Systeme sie kennen und richtig einordnen können, damit eher wichtiger als unwichtiger. Genau das macht das Thema für den Digi-Day interessant.
Denn dessen Anspruch war von Beginn an nicht, den nächsten digitalen Hype auszurufen. Schon 2025 wollten die Organisatoren gegenüber Baratier zeigen, „was direkt vor der Haustür machbar ist“. Vor allem der Austausch zwischen Schwabacher Unternehmen stand im Mittelpunkt. Daran hat sich wenig geändert.
Am Freitag beginnt der Digi-Day um 13:00 Uhr. Werner und Mott sprechen ab 14:15 Uhr unter dem Titel „Sichtbarkeit im Zeitalter von ChatGPT & Co. – SEO vs. GEO“. Dazu kommen weitere Vorträge und Diskussionsrunden rund um Künstliche Intelligenz, Unternehmensführung und konkrete Anwendungen.
Und wer hingeht, sollte nach Werners Rat eben nicht nur zuhören. „Ich würde mir schon konkrete Fragen aus dem Unternehmen einpacken“, sagt er. Eine davon könnte ja lauten: Was erzählt ChatGPT eigentlich über uns?
In eigener Sache
Jeder Newsletter ist mit viel Leidenschaft geschrieben - umso mehr freuen wir uns daher, wenn du diese Leidenschaft teilst. Das geht übrigens ganz einfach: Kopiere einfach den folgenden Link und schicke ihn Freunden und Bekannten per WhatsApp, damit sie sich direkt anmelden können.
👉 Copy and Paste: https://baratier.beehiiv.com/subscribe
Außerdem kannst du aktiv am Newsletter mitwirken und ihn so noch persönlicher und besser machen! Wir freuen uns hierzu über alle Einsendungen zur Stadtgesellschaft, zu Sport, Vereinen, Organisationen, Neuigkeiten, Terminen und Geschichten an [email protected] sowie über dein Feedback in der folgenden Umfrage!
Wie gefällt dir unser Newsletter
Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen
⚽️ Landesliga-Update
Was für ein intensives Derby! In einem körperlich geführten Spiel behielt der SC04 zuhause die Oberhand und schlug die Gäste aus Unterreichenbach mit 1:0. Und weil die “Nullies” noch nicht genug vom Toreschießen hatten, schenkten sie der chancenlosen Mannschaft aus Erlangen-Bruck wenige Tage später ebenfalls zuhause ein halbes Dutzend Tore ein. Beim SVU ist hingegen derzeit ein wenig der Wurm drin. Zwar gelangen Nürnberg-Buch nach dem Derby zwei Auswärtstore, schlussendlich musste man sich aber 4:2 geschlagen geben. Während der SC04 nun weiter im Aufstiegsrennen mitmischt, gilt es für die Urus nun erst einmal, wieder ein Polster auf die Relegationsplätze aufzubauen. Für den SC04 geht es dabei am heutigen Freitag, 18. September, um 19:00 Uhr auswärts gegen den SC aus Feucht. Die Urus empfangen am Sonntag, 20.09, um 15:00 Uhr den ASV Weisendorf.
🧺 Ungebrochenes Interesse am Trempelmarkt
Der Schwabacher Trempelmarkt ist ausverkauft. Zunächst hatte die Erhöhung der Standgebühr von 35 auf 50 € für Diskussionen und teils vulgäre und abstoßende Kommentare einiger Schwabacher Facebook-Nutzer gesorgt, anschließend musste der Verkaufsstart wegen eines Fehlers beim Ticketdienstleister Reservix verschoben werden. Beim zweiten Anlauf am Sonntag, 13. September, griffen die Trempler nun trotzdem zu. Die Kritik am höheren Preis hat der Nachfrage damit zumindest nicht sichtbar geschadet. Die unglaublichen 400 Verkaufsplätze waren in Windeseile vergeben. Am Sonntag, 18. Oktober, wird die Innenstadt wieder zum großen Flohmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag. Die große Nachfrage zeigt auch: Bruno Fetzer und die Werbegemeinschaft Schwabach haben mit der Entscheidung, den Trempelmarkt durch höhere Preise in Zukunft auf finanziell festere Füße zu stellen und nicht an der Qualität der Veranstaltung zu sparen, alles richtig gemacht.
☕ Adiós, os echaremos de menos
Das Roestkaffee am Königsplatz ist nach gut einem Jahr wieder geschlossen. Wie das Schwabacher Tagblatt zuerst berichtete, steckt dahinter die Insolvenz der roestkaffee Origins GmbH: Das Amtsgericht Fürth eröffnete zum 01. September das Insolvenzverfahren über das Unternehmen. Erst im Juni 2025 hatte das Café mit selbst geröstetem Kaffee und kolumbianischem Einschlag eröffnet. Für die Innenstadt ist das ein schneller Abschied von einem noch jungen Gastronomieangebot und nach mehreren Veränderungen in der Schwabacher Café-Landschaft ein weiterer Wechsel an prominenter Stelle.
🎁 90 Jahre Engagement und großes Herz
Auch wenn die körperliche Kraft nachlässt, kann man noch viel Gutes für andere tun. Die stadtbekannte Ehrenamtslegende Hans Peter Grießhammer hat auch an seinem 90. Geburtstag mal wieder gezeigt, wie es geht. Statt Präsenten bat er seine Gäste um Spenden für das Schwabacher Frauenhaus. Der Jubilar selbst legte 2.000 € vor, unterstützt wurde er von seinen Kindern, Gästen und Bruno Fetzer von der Werbe- und Stadtgemeinschaft. Am Ende kamen 2.500 € zusammen, die Grießhammer an Dr. Rezarta Reimann, stellvertretende Vorsitzende des Vereins „Frauen in Not“, übergab. Wir ziehen den Hut vor so viel Selbstlosigkeit und einem schier unerschöpflichen Einsatz für andere.
Aus Stadtrat & Verwaltung
🚧 Jetzt wird kuschlig auf den Straßen
Ab Oktober kommt zur bereits gesperrten Reichswaisenhausstraße die nächste Baustelle dazu: Für den Erweiterungsbau der Fachoberschule wird die Südliche Ringstraße bis Ende April 2027 auf Höhe des Schulgebäudes halbseitig gesperrt. Betroffen ist die Fahrtrichtung zum Postgebäude, die Gegenrichtung bleibt offen. Die Umleitung führt über Gutenbergstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Lindenstraße und Hindenburgstraße; auch Buslinien und Schulwege werden angepasst. Hintergrund ist, dass für Roh- und Holzbauarbeiten schlicht der Platz auf dem Grundstück fehlt. Immerhin bündelt die Stadt damit zwei Baustellenphasen bewusst miteinander. Karten zu Umleitungen, Ersatzhaltestellen, Radwegen und Ausweichparkplätzen hat die Stadt auf einer eigenen Übersichtsseite zusammengestellt.
🗓️ Sitzungsmarathon im Rathaus
Nach der Sommerpause füllt sich der politische Kalender wieder kräftig: Den Auftakt macht am Dienstag, 22. September, der Bildungs- und Kulturausschuss, gefolgt vom Stadtentwicklungs- sowie vom Bau-, Umwelt- und Mobilitätsausschuss am Mittwoch und Donnerstag. Am Montag, 28. September, tagt der Personal- und Organisationsausschuss, am Mittwoch, 30. September, der Hauptausschuss. Der Stadtrat kommt am Freitag, 02. Oktober, zusammen. Direkt danach wird es finanziell ernst: Von Montag, 05. Oktober, bis Mittwoch, 07. Oktober, stehen drei Tage Haushaltsvorberatungen des Hauptausschusses im Markgrafensaal an. Die meisten Sitzungen beginnen jeweils um 16:00 Uhr und sind im Ratsinformationssystem der Stadt angekündigt.
🌍 Vier Wochen Vielfalt
Vom 11. September bis 11. Oktober bündelt Schwabach unter dem Dach der Interkulturellen Woche, der Woche des Bürgerschaftlichen Engagements und der inklusiven Freiwilligentage ein ungewöhnlich breites Programm. Im Mittelpunkt stehen Demokratie, Ehrenamt, Integration, Inklusion und interreligiöser Dialog –Ein zentraler Termin ist die „Lange Nacht der Demokratie“ am Freitag, 02. Oktober, rund um den Marktplatz, bei der Vereine, Initiativen und Institutionen ihr Engagement vorstellen. Einige der Veranstaltungen werden in den kommenden Baratier-Ausgaben natürlich auch noch einmal einzeln in unseren Eventtipps auftauchen.
🍂 Mehr Platz fürs Grünzeug
Für den Herbst stehen im Stadtgebiet wieder zusätzliche Gartenabfallcontainer bereit. Sie bleiben bis Ende November an sieben Standorten stehen, unter anderem im Eichwasen, in Obermainbach, Unterreichenbach, Vogelherd und an der Alten Linde; „Am Pfaffensteig“ kommt erst im Oktober dazu.
💡 Es werde (wieder) Licht
Rund um den Pavillon im Stadtpark ist der Weg wieder beleuchtet. Fast alle 23 halbhohen Leuchten waren im vergangenen Jahr durch Vandalismus zerstört worden. Weil das Tiefbauamt auf dem Markt keine ausreichend robusten Stelen fand, entwarf es kurzerhand selbst eine neue Variante. Umgesetzt wurden die Konstruktions-zeichnungen laut OB Reiß von der Schwabacher Firma Prell. Das Ergebnis ist damit nicht nur vandalismussicherer, sondern auch ziemlich konsequent lokal: Idee aus dem Rathaus, Fertigung aus Schwabach.
Immobilien-Tipp der Woche
Regelmäßig stellen wir hier bemerkenswerte Immobilien aus Schwabach und Umgebung vor, die durch ein besonders attraktives Angebot oder eine einzigartige Geschichte begeistern.
🏡 Traum über den Dächern der Stadt - Schon immer auf der Suche nach der Kombination aus Privatsphäre, grandioser Aussicht und dem Lebensgefühl einer luxuriösen Penthouse-Wohnung? Dann ist dieses Angebot unseres Immo-Partner der Woche, Wartzack & Kollegen genau das Richtige! (Anzeige)
Das Beste kommt zum Schluss
Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!
Ozonloch über der Antarktis schrumpft weiter

Giphy
Das Ozonloch über der Antarktis schrumpft weiter. 2025 waren sowohl seine Ausdehnung als auch seine Tiefe besonders gering. So klein war es seit Beginn der 1990er-Jahre nur selten. Die Weltwetterorganisation sieht darin eine echte Erfolgsgeschichte des Umweltschutzes: Seit etwa 2000 erholt sich die Ozonschicht, langfristig könnte sie sich innerhalb weniger Jahrzehnte wieder vollständig regenerieren.
Bemerkenswert ist vor allem, warum das funktioniert: Mit dem Montrealer Protokoll einigten sich die Staaten 1987 darauf, ozonschädliche FCKW schrittweise aus Kühlschränken, Klimaanlagen und Sprühdosen zu verbannen. Fast vier Jahrzehnte später zeigt sich die Wirkung. Ganz erledigt ist das Thema noch nicht. Auch in Europa kann die UV-Strahlung regional steigen, etwa durch weniger Bewölkung. Aber die Entwicklung zeigt ziemlich eindrucksvoll: Konsequenter Umweltschutz kann funktionieren, selbst wenn der Erfolg Jahrzehnte braucht.
Manch ein Träumer wird sagen: Wenn wir jetzt noch so konsequent gegen die anderen bekannten, klimaschädlichen Gase vorgehen, dann …..
🫶 Danke, dass Du und {{active_subscriber_count}} Abonnenten sich heute die Zeit genommen haben, uns zu lesen!
Dein Baratier-Newsletter Team



