Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},
Du liest die Ausgabe des 11. September 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.
📖 Die aktuellen PISA-Ergebnisse sind, gelinde gesagt, eine Katastrophe. Alle sind sich einig: Hier muss etwas getan werden. Nur was, darüber streiten sich die Geister. Darum dreht sich diese Ausgabe stark um das Thema Bildung sowohl in der guten Nachricht zum Schluss als auch in unserer Geschichte der Woche, in der wir der Frage nachgehen, wie gut Schwabach auf den neuen Anspruch auf Ganztagsbetreuung vorbereitet ist.
Veranstaltungen & Unterhaltung
In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.
Auf einen Blick - Am Wochenende
🪴 Für Grünzeugwechsler – Bei der Wolkersdorfer Pflanzentauschbörse können Garten- und Zimmerpflanzen, Sämereien, Stauden und Ableger getauscht, verschenkt oder verkauft werden. Sie beginnt am Freitag, 11. September, um 16:00 Uhr am Dorfplatz. Pflanzen, die mit zwei Händen getragen werden können, dürfen ohne Anmeldung mitgebracht werden; Verkaufstische stehen bereit, kommerzielle Anbieter sind ausgeschlossen.
✝️ Für Kunstbegeisterte – Der Künstlerbund und die Kirchengemeinde St. Martin zeigen die Ausstellung “Kreuzweg” der Fürther Künstlerin Corinna Smok mit großformatigen Kohlezeichnungen. Die Schau läuft von Samstag, 12. September, bis Sonntag, 11. Oktober. Zu sehen ist sie in der Stadtkirche, der Eintritt ist frei.
🍿 Für Freiluftdetektive – Das Bürgerforum Eichwasen zeigt beim Open-Air-Kino „Die Pfefferkörner und der Fluch des schwarzen Königs“. Der Filmabend läuft am Samstag, 12. September, von 19:30 Uhr bis 21:45 Uhr im Innenhof des katholischen Gemeindezentrums. Bei schlechtem Wetter geht es in den Gemeindesaal. Der Eintritt ist frei, eine eigene Sitzgelegenheit sollte mitgebracht werden.
🍾 Für Nachtschwärmer – Bei „Saturday Sounds“ übernimmt DJ Andibaar mit House-Musik die Decks im Café Ganz. Los geht es am Samstag, 12. September, ab 18:00 Uhr.
🥖 Für Traditionsbäcker – Beim Backofenfest wird in Wolkersdorf der rund 230 Jahre alte Steinofen angeheizt und nach alter Handwerkskunst Brot gebacken. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 13. September, um 14:00 Uhr am alten Wasserschloss.
📖 Für Rilke-Freunde – Beim musikalisch-literarischen Gottesdienst „Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen“ treffen Gedichte von Rainer Maria Rilke auf Musik von Ludwig Frank am Klavier und Jessica Hartlieb an der Violine. Beginn ist am Sonntag, 13. September, um 19:00 Uhr in der Gethsemanekirche. Anschließend besteht beim Café Gethsemane Gelegenheit zum Austausch bei Getränken und Snacks.
Auf einen Blick - Kommende Woche
☕️ Für Kaffeeklatsch – Die AWO Mittelfranken Süd ist am Dienstag, 15. September, ab 12:45 Uhr „Unterwegs mit Kaffee und Tanz“. Diesmal geht es nach Hechelbach. Am Mittwoch, 16. September, gibt es ab 14:00 Uhr zudem den regelmäßigen Kaffeeklatsch im AWO-Saal.
🧑🧑🧒🧒 Für Familien – Mit Festbetrieb, Kirchweihzug und Baumaufstellen beginnt die Herbstkirchweih. Los geht es am Freitag, 18. September, ab 12:00 Uhr. Gefeiert wird bis Sonntag, 27. September. Weiterführende Informationen zu Programm, Fahrgeschäften und dem Kärwa-Goldbarren gibt es hier.
💻 Für Digital Natives – Beim fünften Digi-Day der Wirtschaftsjunioren dreht sich in diesem Jahr alles um die Auswirkungen von KI. Wer neugierig ist, kann sich nach vorheriger Anmeldung am Freitag, 18. September, von 13:00 Uhr bis 17:30 Uhr informieren und vernetzen. Ausgerichtet wird das Ganze wieder in den Räumlichkeiten der Firma Lämmermann.
🍺 Für Hopfenläufer – Bei „4 Runden Bier“ treten Einzelstarter, Zweierteams und Kinder an. Kinder?! Ja, genau, denn Erwachsene trinken pro Runde 0,33 Liter Bier vom Brauverein Schwabach, wahlweise alkoholfrei, der Nachwuchs läuft zwei Runden mit Eistee. Start ist am Samstag, 19. September, um 15:00 Uhr auf der Laufbahn des TV 1848. Die Teilnahme kostet 10 €, beim Kids Race 5 €. Anmeldung im Vorfeld an [email protected]
🎶 Für Schunkelfreunde – Im Areal Burgersgarten steht am Samstag, 19. September, wieder das Oktoberfest auf dem Programm. Los geht es um 14:00 Uhr mit dem Musikzug des TV1848 Schwabach. Ab 17:00 Uhr erfolgt der offizielle Bieranstich mit Bezirkstagspräsident Peter-Daniel Forster. Im Anschluss spielen The Moonlights. Der Eintritt ist frei.
🎉 Für Eichwasener – Beim Stadtteilfest im Eichwasen treffen Mitmachangebote für alle Altersgruppen auf Musik der Schwabacher Band „Simply complicated“. Gefeiert wird am Samstag, 19. September, von 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr auf der Parkwiese gegenüber dem evangelischen Stadtteilzentrum. Dazu gibt es Süßes und Herzhaftes sowie ein eigens gebrautes Helles des Schwabacher Brauvereins. Die Wiese ist barrierefrei zugänglich.
🪩 Für kleine Tänzer – Die Tanzschule Bogner feiert ihr 30-jähriges Bestehen mit verschiedenen Veranstaltungen in diesem Jahr. Nun geht es mit einem Schlossfest für Familien, Kindertanz-Auftritten, Spielen und einem Minikonzert von Kai Kopfstein weiter. Am Samstag, 19. September, beginnt das Programm um 14:30 Uhr und endet um 17:00 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder 9 €, für Erwachsene 4 €. Die Teilnahme ist nur mit Online-Voranmeldung über die Tanzschule möglich.
🪡 Für Bastelfreunde – Der Markt „Handgemacht & Herzenssachen“ versammelt am Sonntag, 20. September, 40 Ausstellende aus der DIY- & Kreativszene und bietet Mitmachaktionen für Kinder, Kaffee und Kuchen. Der Eintritt ist frei, die Pforten des Markgrafensaals öffnen sich um 10:00 Uhr, Ende der Veranstaltung ist um 17:00 Uhr.
🗼 Für Himmelsstürmer – Zur Herbstkirchweih lässt sich der Turm der Stadtkirche besteigen, von wo man einen phänomenalen Blick über die Altstadt erhält. Der Aufstieg ist am Sonntag, 20. September, von 15:00 Uhr bis 20:30 Uhr möglich. Erwachsene zahlen 3 €, Kinder ab sechs Jahren 1 €. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, da pro halbe Stunde aber nur 25 Personen aufsteigen können, kann es zu kurzen Wartezeiten kommen.
Unser Partner der Woche:
SCHWABACHS BÄCKER DISTLER
Handwerk heißt für uns nicht nur, beste Zutaten in einem handwerklichen und maschinellen Prozess zu einem qualitativ hochwertigen Produkt für Sie zu mischen, zu kneten, zu backen. Handwerk heißt für uns auch, mit dem Ergebnis unserer Arbeit für Ihre Gesundheit zu sorgen. Es ist unser Ziel, Ihnen unsere Leidenschaft, das Bäckerhandwerk, näherzubringen. Deshalb veranstalten wir jährlich verschiedene Events, wie beispielsweise unsere Genussabende oder unsere Brotbackkurse.
Geschichte der Woche - Recht auf acht Stunden
Wenn in wenigen Tagen die Schule beginnt und zahlreiche ABC-Schützen unsere Straßen unsicher machen, gilt nicht nur erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr. Seit dem 1. August gilt auch der neue Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. Panik bricht an den verantwortlichen Stellen jedoch keine aus.
Das liegt auch am eingebauten Tempolimit des Gesetzes. Zunächst gilt der Anspruch nur für Erstklässlerinnen und Erstklässler. Jahr für Jahr kommt eine weitere Klassenstufe hinzu. Ab 2029/30 sind schließlich alle vier Grundschuljahrgänge anspruchsberechtigt. Vorgesehen sind grundsätzlich acht Stunden Betreuung an fünf Werktagen, wobei die Unterrichtszeit bereits mitzählt. Selbst der ehrgeizigste Gesetzgeber schickt Grundschulkinder also irgendwann nach Hause.
85 Prozent sind nicht wenig
In Schwabach bereitet man sich schon seit Jahren auf den Ausbau vor. Der Stadtrat beschloss, langfristig Plätze für rund 85 Prozent der Grundschulkinder zu schaffen. Grundlage war eine breit angelegte Elternbefragung. Dafür wurden nach Angaben von Bildungsmanagerin Jessica Kardeis alle Schwabacher Familien mit Kindern im entsprechenden Alter angeschrieben.
Trotzdem klingen 85 Prozent zunächst nach einer jener Quoten, die auf Umfragen beruhen, aber dennoch gewürfelt wirken. In diesem Fall gibt es dafür allerdings eine weitere recht solide Grundlage, die den beteiligten Ämtern Recht gibt. Das Deutsche Jugendinstitut kam bei Erstklässlern bundesweit auf einen Betreuungsbedarf von 82 Prozent und warnte davor, mit niedrigeren Durchschnittswerten aller Grundschuljahrgänge zu planen. Schwabachs 85 Prozent liegen ziemlich genau in dieser Größenordnung.
Im ersten Jahr scheint diese Vorsorge dennoch nicht vollständig gefordert. „Es zeichnet sich noch keine erhöhte Inanspruchnahme aufgrund des neu eingeführten Rechtsanspruchs ab“, sagt Kardeis. Die Anmeldungen bewegten sich im üblichen Rahmen. Wie viele Erstklässler konkret für ein Ganztagsangebot angemeldet sind, bezifferte die Stadt auf Anfrage allerdings nicht.
Ob wirklich alle Familien den neuen Anspruch bereits auf dem Schirm haben, lässt sich ebenfalls noch nicht beurteilen. Die Momentaufnahme zeigt aber: Der große Run auf die Plätze bleibt aus.
Für Schwabach geht es dabei um mehr als die Erfüllung einer gesetzlichen Pflicht. Die Stadt trägt gemeinsam mit dem Landkreis Roth das Gütesiegel „Bildungsregion in Bayern“ und beschreibt sich selbst als attraktiven Zuzugsort für Familien. Ein verlässlicher Ganztag fügt sich ziemlich gut in diesen Anspruch.
Treffen neue Rechte auf alte Gebäude?

Foto: Stadt Schwabach | Vor Ort wurde in letzter Zeit massiv in die Schulinfrastruktur investiert
Fertig ist Schwabach mit dem Ausbau trotz aller Vorsorge noch nicht. Vier Projekte hat die Stadt dafür priorisiert. Dazu gehören die Schule am Museum, die Christian-Maar-Schule, die Horterweiterung an der Johannes-Helm-Schule und die Zwieseltalschule. Der Ausbaufahrplan wurde bereits 2023 beschlossen.
An der Christian-Maar-Schule hat der Stadtrat zuletzt die Entwurfsplanung auf den Weg gebracht. Zwei Pavillons aus dem Jahr 1959 sollen umfassend saniert werden. Zusätzlich entsteht ein kleiner Neubau mit Mensa. Der Kostenrahmen liegt bei 6,1 Millionen Euro. Nach bisheriger Planung sollen die neuen Räume Ende 2028 nutzbar sein.
Dass Kommunen beim Ausbau nicht auf einen fabrikneuen Schulbestand treffen, ist kein Schwabacher Spezialproblem. Das KfW-Kommunalpanel 2026 beziffert den wahrgenommenen Investitionsrückstand allein bei den kommunalen Schulen bundesweit auf 68,9 Milliarden Euro. Der Ganztagsausbau kommt vielerorts also zu einem Zeitpunkt, an dem die Schulleitungen ohnehin schon eine ziemlich lange Wartungs- und Wunschliste führen.
Schwabach kann für die Übergangszeit auf bereits erfolgte Investitionen zurückgreifen. Durch den Neubau der Johannes-Helm-Schule und den Mittelbau an der Luitpoldschule seien schon zahlreiche neue Räume für Ganztagsangebote entstanden, erklärt Kardeis. Weil der Rechtsanspruch Jahr für Jahr wächst und die Nachfrage bislang nicht gestiegen ist, erwartet die Stadt zunächst keine Raumprobleme.
Parallel sollen die noch offenen Projekte an Johannes-Helm-Schule und Zwieseltalschule weiterverfolgt und innerhalb des Förderzeitraums umgesetzt werden. Einen konkreten Fertigstellungstermin nannte die Stadt auf Anfrage nicht.
Beton ist der einfache Teil
Zu einer guten Ganztagsbetreuung gehören allerdings mehr als ausreichend Räume. Für Kinder zählt am Ende weniger, aus welchem Fördertopf ihr Gruppenraum bezahlt wurde. Wichtiger ist, ob nach dem Unterricht Zeit und Platz zum Spielen, Lernen und Ausruhen bleiben. Acht Stunden Betreuung sollten sich für einen Sechsjährigen schließlich nicht nach acht Stunden Überforderung anfühlen.
Genau darauf weisen Bildungsforscher hin. „Ein Platz allein reicht nicht aus“, sagt Susanne Kuger, Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut. Entscheidend seien auch Qualität, Verlässlichkeit und Ferienbetreuung. Das ist kein Befund über Schwabach. Es zeigt aber, dass eine hohe Betreuungsquote allein noch keine Aussage über die Qualität des Ganztags trifft.
In Schwabach gibt es dafür verschiedene Modelle. Angeboten werden Horte, gebundener und offener Ganztag sowie rechtsanspruchserfüllende Mittagsbetreuung. Die konkrete pädagogische Ausgestaltung liegt laut Kardeis bei Schulen und Trägern. Die Stadt stellt vor allem die passende Infrastruktur bereit.
Bei der Frage nach ausreichend pädagogischem Personal bleibt die Antwort weniger eindeutig. Die Stadt verweist darauf, dass die Schulen und die Träger, die das Personal stellen, in die Planung eingebunden seien. Gerade im ersten Jahr ist noch schwer vorhersehbar, wie sich Nachfrage und Angebote tatsächlich entwickeln werden. Eine Erkenntnis steht trotzdem bereits fest. Räume lassen sich mit ausreichend Geld bauen. Pädagogische Fachkräfte hingegen müssen deutlich flexibler eingeplant werden und sind entsprechend anspruchsvoller zu koordinieren.
Wenn der Trainer noch bei der Arbeit ist
Eine besondere Rolle soll Bewegung spielen. Schon 2023 griff die Schwabacher Projektgruppe das sogenannte „Herzogenauracher Manifest zu Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag“ auf. Die 16 Länder hatten darin vereinbart, Bewegung, Spiel und Sport bei der Umsetzung des Rechtsanspruchs eine zentrale Rolle zu geben. Sportvereine sollen dabei ausdrücklich wichtige Kooperationspartner sein. Schwabach nahm diesen Ansatz in seine eigene Ganztagsplanung auf.
Mit dem TV 1848 bestehen nach Angaben der Stadt bereits Kooperationen. Kardeis beschreibt die weitere Zusammenarbeit dennoch als anspruchsvoll. Bedarf, Sportart, Zeitpunkt und Finanzierung müssten zusammenpassen. Manche Vereine benötigten dafür hauptamtliche Strukturen. Nicht jeder Verein könne diese Aufgabe übernehmen.
Auch aus weiteren Schwabacher Vereinen erhielt Baratier ein gemischtes Bild. Teilweise fehlen Personal, Infrastruktur und organisatorische Möglichkeiten für zusätzliche Angebote am frühen Nachmittag. Teilweise gab es bislang noch keine konkrete Anfrage von Stadt oder Schulen. Beim aktuell noch geringen zusätzlichen Bedarf muss das kein Warnsignal sein. Mit jedem weiteren Anspruchsjahrgang dürfte die Frage aber drängender werden.
Bundesweit ist Sport schon heute ein wichtiger Teil des Ganztags. Nach Angaben der Deutschen Sportjugend ist etwa jedes dritte Ganztagsangebot ein Bewegungs- oder Sportangebot. Der DOSB sieht darin Chancen für die Vereine, verweist aber ebenfalls auf die nötigen Übungsleiter, Räume und finanziellen Mittel.
Genau dort liegt die Krux. Kinder hätten am frühen Nachmittag durchaus Zeit für Sport. Viele ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer sind zu diesem Zeitpunkt allerdings im besten Fall auf dem Weg dorthin und hoffen, auf dem Rückweg von der Arbeit nicht im Stau zu stehen.
Beim Stadtbus reicht der bestehende Fahrplan
Apropos Stau. Ein längerer Schultag verändert theoretisch auch die Wege durch die Stadt. Beim Schwabacher Stadtverkehr hält sich der Anpassungsbedarf allerdings in Grenzen. Betriebsleiter Tobias Mayr erklärt, dass man sich mit dem Thema beschäftigt habe. Die Mittagsspitze werde sich vermutlich nur geringfügig verändern. Zusätzliche Fahrten für den Ganztag oder die Ferienbetreuung seien nicht geplant.
Das kann man durchaus als Kompliment an die bestehende Taktung lesen. Am Nachmittag gibt es bereits reguläre Verbindungen. Der Schwabacher Linienverkehr scheint damit flexibel genug zu sein, um auch mit einer stärker gestaffelten Schulwelt zurechtzukommen.
Ferien gehören jetzt dazu
Deutlich größer ist die Veränderung in den Schulferien. Auch dort gilt der Rechtsanspruch grundsätzlich. Bayern nimmt allerdings 20 Ferientage pro Jahr davon aus. Welche Tage das sind, wird nicht landesweit vorgeschrieben. Die Kommunen können die Schließzeiten gemeinsam mit den Trägern festlegen. Außerhalb dieser 20 Tage müssen genügend Plätze in zumutbarer Entfernung zur Verfügung stehen. Die Betreuung darf auch an zentralen Standorten gebündelt werden.
Schwabach hat in seiner bisherigen Planung kalkuliert, die 20 Tage möglicherweise auf die Weihnachtsferien, Faschingsferien und den Buß- und Bettag zu verteilen. Für die übrigen Ferienzeiten soll künftig zu Beginn des Schuljahres über eine Anmeldeplattform der Bedarf abgefragt werden. Auf dieser Grundlage legt die Stadt gemeinsam mit verschiedenen Trägern Standorte und Kapazitäten fest. Gibt es am eigenen Schulstandort keinen Platz, kann ein Kind an einem anderen Standort betreut werden.
Ganz neu ist diese Arbeit nicht. Schwabach hat bereits für die Oster, Pfingst- und Sommerferien 2026 Angebote so geplant, dass Erfahrungen für den späteren Rechtsanspruch gesammelt werden können. Mit dem neuen Gesetz wird aus einer freiwilligen Unterstützung für Familien allerdings eine kommunale Pflichtaufgabe.
Die Schlussnote gibt es 2029
Der bislang ruhige Start spricht dafür, dass Schwabach seine Hausaufgaben nicht erst kurz vor Abgabe im Bus abgeschrieben hat. Mit jedem Schuljahr kommt nun allerdings eine weitere anspruchsberechtigte Klassenstufe hinzu. 2029 zeigt sich erstmals im Vollbetrieb, ob Räume, Personal, Ferienbetreuung und die kalkulierten 85 Prozent tatsächlich reichen.
Für ein Zeugnis ist es deshalb noch zu früh. Hausaufgaben hat Schwabach bis dahin noch genug. Der erste Eindruck zum Schulstart fällt aber durchaus ordentlich aus.
💡 Infobox: Was das Recht auf Ganztag bedeutet
Seit wann gilt der Anspruch?
Seit dem 1. August 2026 gilt der Rechtsanspruch zunächst für Kinder, die zum Schuljahr 2026/27 eingeschult werden.
Wie funktioniert die Einführung?
Im Schuljahr 2026/27 gilt der Anspruch für die erste Klasse. 2027/28 kommen die Zweitklässler hinzu. 2028/29 folgen die Drittklässler. Ab dem Schuljahr 2029/30 sind alle vier Grundschuljahrgänge anspruchsberechtigt.
Was bedeutet Ganztag?
Der Anspruch umfasst grundsätzlich acht Stunden täglich von Montag bis Freitag. Die Unterrichtszeit wird angerechnet. Eltern müssen das Angebot nicht nutzen und können auch weniger als acht Stunden Betreuung in Anspruch nehmen.
Wo findet die Betreuung statt?
Es besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Betreuungsform oder auf einen Platz an einer bestimmten Schule. Rechtsanspruchserfüllend können beispielsweise Horte, gebundene und offene Ganztagsangebote sowie entsprechend ausgestaltete Mittagsbetreuungen sein.
Was gilt in den Ferien?
Der Anspruch besteht grundsätzlich auch während der Ferien. In Bayern gibt es 20 Ferientage im Jahr, an denen kein Rechtsanspruch besteht. Die konkreten Tage werden nicht bayernweit einheitlich festgelegt. Außerhalb dieser Zeiten müssen ausreichend Betreuungsplätze in zumutbarer Entfernung vorhanden sein. Angebote dürfen dafür auch an zentralen Standorten gebündelt werden.
Location der Woche: dieBank
Wenn aus Geschichte Genuss wird. Wo früher Werte verwahrt wurden, werden heute Abende geschaffen, die bleiben. Mitten in Schwabach verbindet dieBank historische Architektur mit moderner Barkultur und einem feinen Gespür für Atmosphäre.
Hier trifft Handwerk auf Leidenschaft - in jedem Drink, jedem Detail und jeder Begegnung. Ob klassischer Negroni, spritziger Signature-Cocktail oder private Tasting im Tresorraum: Alles entsteht mit Liebe zum Produkt, Respekt vor Qualität und einem klaren Ziel: Momente zu schaffen, die man nicht vergisst.
In eigener Sache
Jeder Newsletter ist mit viel Leidenschaft geschrieben - umso mehr freuen wir uns daher, wenn du diese Leidenschaft teilst. Das geht übrigens ganz einfach: Kopiere einfach den folgenden Link und schicke ihn Freunden und Bekannten per WhatsApp, damit sie sich direkt anmelden können.
👉 Copy and Paste: https://baratier.beehiiv.com/subscribe
Außerdem kannst du aktiv am Newsletter mitwirken und ihn so noch persönlicher und besser machen! Wir freuen uns hierzu über alle Einsendungen zur Stadtgesellschaft, zu Sport, Vereinen, Organisationen, Neuigkeiten, Terminen und Geschichten an [email protected] sowie über dein Feedback in der folgenden Umfrage!
Wie gefällt dir unser Newsletter
Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen
⚽️ Landesliga-Update
Während der SVU zu Hause 1:3 gegen die Quelle Fürth unterlag und langsam in Richtung der Abstiegsplätze schielen muss, ließ der SC04 nichts anbrennen und schlug den SC Großschwarzenlohe auswärts mit 0:3 und macht weiter Druck auf die Tabellenspitze. Mit dem Lokalderby steht nun eine wegweisende Partie für beide Mannschaften an. Anpfiff ist am heutigen Freitag, 11. September, um 19:00 Uhr, wenn der SC04 (#3 - 9 Sp. - 19 P.) zuhause die Roten Teufel (#11 - 9. Sp - 12 P.) empfängt.
🏗️ Mehr Schwabach geht kaum
Die Bürgerstiftung „Unser Schwabach“ wagt sich erstmals selbst unter die Bauherren. Auf einem Grundstück der Firma Hans Humpenöder entstehen neun geförderte Wohnungen, betreut von der GEWOBAU, die später auch die Vermietung übernimmt. Für die rund 20 Jahre alte Stiftung ist das ein Strategiewechsel: Statt ihr Kapital nur in Wertpapieren und Anleihen arbeiten zu lassen, investiert sie nun unmittelbar in bezahlbaren Wohnraum vor Ort. Ganz jungfräulich war der Spaten beim offiziellen Termin allerdings nicht mehr, der Keller ist bereits ausgehoben. Auf drei Etagen entstehen Wohnungen unterschiedlicher Größe. Der Rohbau soll bis Ende 2026 stehen. Oberbürgermeister Peter Reiß fasste die lokale Partnerdichte passend zusammen: „Mehr Schwabach geht eigentlich nicht.“
⚡ Stabile Netze, mehr Fahrgäste
Die Städtischen Werke ziehen eine positive Jahresbilanz. Besonders treu bleiben die Schwabacher beim Strom: Nach Unternehmensangaben halten die Stadtwerke trotz mehr als 100 Wettbewerbern einen Marktanteil von 85 Prozent. Auch das Netz zeigte sich zuverlässig. Die durchschnittliche Stromunterbrechung lag 2025 bei nur 4,22 Minuten. Im Stadtverkehr stiegen die Fahrgastzahlen um sechs Prozent auf rund 1,4 Millionen. Das Parkbad zählte 73.300 Badegäste, das alte Hallenbad knapp 25.000. Unter dem Strich blieb für die Unternehmensgruppe ein Jahresüberschuss von rund 665.000 €. Dieser soll vollständig wieder in das Unternehmen investiert werden.
☕ Ganz geht, Noam kommt
Das Café Fux verändert sich, das Café Ganz in der Pfarrgasse schließt hingegen Ende September. Ganz leer bleibt der Standort allerdings nicht lange. Auf Instagram ist für die Pfarrgasse 6 bereits eine Nachfolge angekündigt: Das Café Noam will im Oktober eröffnen. Damit endet zwar ein Kapitel in der Pfarrgasse, der gastronomische Treffpunkt selbst bleibt aber erhalten.
🎟️ Zweiter Anlauf fürs Trempeln
Beim ersten Versuch hat nicht der Andrang, sondern die Technik den Start ausgebremst. Der Ticketverkauf für den Trempelmarkt am Sonntag, 18. Oktober, sollte bereits am vergangenen Sonntag beginnen. Wegen eines Fehlers beim Ticketdienstleister Reservix wurde das Buchungsportal jedoch nicht wie angekündigt freigeschaltet. Nun steht der Ersatztermin fest: Am Sonntag, 13. September, startet die Platzbuchung um 08:00 Uhr. Wer beim ersten Mal schon früh vor dem Rechner saß, bekommt damit eine zweite Chance. Das große Interesse dürfte geblieben sein, schnell sein lohnt sich.
🏊♀️ Silber im Dreierpack – Alexandra Hinkel vom Schwimmverein Schwabach hat bei der Masters-Europameisterschaft im slowakischen Šamorín gleich dreimal Silber geholt. In der Altersklasse 30 bis 34 wurde sie über 50, 100 und 200 Meter Rücken jeweils Vize-Europameisterin. Besonders knapp war es über 200 Meter: Nach 2:28,52 Minuten fehlten gerade einmal sieben Hundertstelsekunden zu Gold. Hinkel ist beim SV Schwabach nicht nur selbst im Becken aktiv, sondern auch für die sportliche Leitung verantwortlich. Drei EM-Medaillen im Gepäck dürften als Vorbild für Ehrgeiz im Training jedenfalls nicht schaden.
Aus Stadtrat & Verwaltung
♻️ Umweltmobil kommt
Am Samstag, 12. September, ist das Umweltmobil wieder in Schwabach unterwegs. Angenommen werden giftige und umweltschädliche Abfälle aus Privathaushalten sowie vergleichbare Mengen aus Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben – kostenlos und in haushaltsüblichen Kleinmengen. Stationen: 10:00 Uhr - 11:30 Uhr, Ostanger (Parkbad), 12:30 Uhr - 13:30 Uhr, Wolkersdorfer Kirchweihplatz
🗣️ Unterreichenbach redet mit
Am Donnerstag, 17. September, lädt die Stadt zur Bürgerversammlung für Unterreichenbach. Auf der Tagesordnung stehen das Umleitungskonzept für die Reichswaisenhausstraße und der Umbau der Volkachbrücke. Oberbürgermeister Peter Reiß, die städtischen Referenten und ein Vertreter der Polizei stellen sich anschließend den Fragen, Wünschen und Beschwerden aus dem Stadtteil. Ganz folgenlos muss der Abend dabei nicht bleiben: Die Versammlung kann auch konkrete Empfehlungen als Anträge beschließen. Diese müssen innerhalb von drei Monaten im zuständigen städtischen Gremium behandelt werden. Beginn ist um 19:00 Uhr in der Turnhalle des SV Unterreichenbach, Volkachstraße 11. Einlass ist ab 18:30 Uhr.
🚯 Neben dem Container ist nicht im Container
Die Stadt geht weiter gegen wilde Ablagerungen an den Altglasstandorten vor. Neue Aufkleber weisen darauf hin, dass Abfälle außerhalb der Behälter verboten sind, zusätzlich sollen an mehreren Standorten mehrsprachige Hinweistafeln aufgestellt werden. Ist ein Container voll oder vorübergehend nicht nutzbar, müssen Glas und andere Abfälle wieder mitgenommen oder zu einem anderen Standort gebracht werden. Hinweise auf Verursacher nimmt die Abfallberatung per mail oder telefonisch unter 09122 860-228 entgegen.
Das Beste kommt zum Schluss
Für alle, die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!
Lieber früh fördern als später nachsitzen

Gif by pbskids on Giphy
Deutschlands gerade veröffentlichte PISA-Ergebnisse geben wenig Anlass zum Feiern. 2025 erreichten die 15-Jährigen hierzulande in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften die niedrigsten Werte, die PISA für Deutschland bislang gemessen hat. So viel zur schlechten Ausgangslage.
Eine erfreulichere Nachricht kommt aber aus Bayern: Der Betreuungsschlüssel in den Kitas verbesserte sich 2025 weiter von 1:9,06 auf 1:8,97. Fast 129.400 Fach- und Ergänzungskräfte betreuen inzwischen rund 645.000 Kinder. Bis 2030 will der Freistaat zudem knapp drei Milliarden Euro zusätzlich in die frühkindliche Bildung investieren.
Das ist kein später PISA-Nachhilfeunterricht, sondern setzt deutlich früher an. OECD-Forschung zeigt, dass hochwertige frühkindliche Bildung wichtige Grundlagen für späteres Lernen schafft. Deutschlands Bildungsprobleme verschwinden damit nicht. Aber wer später bessere Zeugnisse sehen will, kann kaum früh genug anfangen.
🫶 Danke, dass Du und {{active_subscriber_count}} Abonnenten sich heute die Zeit genommen haben, uns zu lesen!
Dein Baratier-Newsletter Team



