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Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},

Du liest die Ausgabe des 19. Juni 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.

☝️ Wer bei der Überschrift ein politisches Lehrstück oder einen trockenen Sachvortrag befürchtet, kann sich entspannen. In der Geschichte der Woche schauen wir hinter die Kulissen des Bezirks Mittelfranken und stellen fest: Viele Schwabacher begegnen ihm regelmäßig, ohne es überhaupt zu merken.

🏊 Zum Abschluss gibt es gute News für alle, die sich vor der kommenden Hitzewelle ins kühle Nass retten wollen.

Veranstaltungen & Unterhaltung

In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.

Auf einen Blick - Am Wochenende

🌳 Für Naturfreunde – Der BUND lädt zur dritten Naturtour des Jahres durch Maisenlach und weitere grüne Ecken ein. Los geht es am Freitag, 19. Juni, von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr an der Realschule in der Waikersreuther Straße. Anschließend ist eine Einkehr im Mare e Monti, Angerstraße 9, vorgesehen. Eine Anmeldung per E-Mail beim Bund Naturschutz ist erforderlich.

📸Für Fotofreunde – Der Fotoclub zeigt bei seiner kostenfreien Outdoor-Fotoausstellung am Samstag, 20. Juni, und Sonntag, 21. Juni, ausgewählte Arbeiten im Stadtpark. Ausgestellt wird jeweils von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, die Vernissage beginnt am Samstag um 14:00 Uhr. Ein besonderes Goodie: Wer für sein Lieblingsbild abstimmt, kann dieses gewinnen!

📖 Für Historiker – Anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums lädt der Geschichts- und Heimatverein Schwabach zu besonderen Stadtspaziergängen entlang der historischen Hausschilder des Vereins ein. Die Führungen finden am Samstag, 20. Juni, Freitag, 17. Juli, und Sonntag, 09. August, jeweils um 16:00 Uhr statt. Treffpunkt ist die Franzosenkirche, die Dauer beträgt rund eine Stunde.

🏑 Für Nachwuchssportler – Der TV 1848 lädt Kinder zum Hockey-Schnuppertag auf den Platz ein. Der Test-Tag findet am Samstag, 20. Juni, von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr auf dem Hockeyplatz des 48ers statt. Teilnehmen können Kinder ab vier Jahren. Eine Anmeldung per E-Mail wird erbeten.

🎷 Für Jazzer – Im Café FUX steht ein Nachmittag mit Soul und Jazz auf dem Programm. „Die Swingers“ treten am Samstag, 20. Juni, um 14:00 Uhr im Café FUX auf.

🍸Für Sundowner – Das ursprünglich verschobene Electro Summer Set Outdoor Happening bekommt einen neuen Termin. Die Veranstaltung findet nun am Samstag, 20. Juni, von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der Rosenbergerstraße statt. Aufgelegt wird von DJ St. Ola.

🪗Für Akkordeonliebhaber – Im Jahr des Akkordeons lädt das Akkordeon-Orchester Nürnberg-Schwabach am Samstag, 20. Juni, zu einer musikalischen Reise durch seine Geschichte ein. Das Konzert beginnt um 19:30 Uhr im Markgrafensaal. Karten kosten 15 €, ermäßigt 10 €.

🎺 Für Gartenklänge – Kulturamt, Stadtmuseum und Musikschule laden am Sonntag, 21. Juni, um 11:00 Uhr zu einem Open-Air-Konzert in den Museumspark ein. Auf dem Programm stehen Werke unter anderem von Ludwig van Beethoven und Gabriel Fauré, gespielt auf Klavier, Marimba, Violine, Cello, Trompete und Gesang. Picknickdecken und Speisen dürfen gerne mitgebracht werden, Getränke gibt es vor Ort.

🔮Für Zukunftsgestalter – Die VISIONage 2026 lädt am Sonntag, 21. Juni, ab 14:00 Uhr ins Haus der Begegnungen ein. Im Mittelpunkt stehen Begegnung, Inklusion und gemeinschaftliches Engagement. Der Eintritt ist frei.

Auf einen Blick - Kommende Woche

🗳️ Für Demokraten – Die Bürgerstiftung setzt ihre Reihe der Sommergespräche fort und widmet sich erneut dem Thema Demokratie. Am Montag, 22. Juni, beginnt die Veranstaltung um 19:00 Uhr im Hof des Alten DG. Als Gast wird Prof. Dr. Nicole Deitelhoff erwartet. Der Eintritt ist frei.

🪩Für Klassiker – Am Dienstag, 23. Juni, lädt die AWO von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr zum Tanznachmittag in den AWO-Saal ein. Auf dem Programm stehen Musik, Tanz und Begegnungen in geselliger Runde. Der Eintritt ist frei.

🍖Für Grillmeister – dieBank veranstaltet am Donnerstag, 25. Juni, ihre erste Grillparty. Von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr gibt es Gegrilltes und Gelegenheit zum Austausch. Der Eintritt ist frei, der normale Barbetrieb läuft parallel.

❤️‍🔥 Für Feuerwehrnächte – Wenn das Parkbad in buntes Licht getaucht wird, ist wieder Sommernachtsfest der Freiwilligen Feuerwehr Schwabach. Am Freitag, 26. Juni, wartet von 19:00 bis 24:00 Uhr neben Musik und Festbetrieb vor allem die große Lasershow im illuminierten Freibad. Der Eintritt kostet 8 €, Kinder zahlen 4 €.

🍻Für Kirchweihfans – Den Auftakt der Schwabacher Stadtteilkärwas macht von Freitag, 26. Juni, bis Montag, 29. Juni, die Wolkersdorfer Kirchweih. Von Bayernmafia, Festgottesdienst, Schwabacher Blasmusik über Frühschoppn und feierlicher Kärwabaum-Versteigerung ist alles geboten, was Herz, Gaumen und Magen begehren.

👩‍🎤Für Außergewöhnliches – Am Freitag, 27. Juni, steht im Biergarten des Areal Burgersgarten eine Travestie-Show mit Jessica Ravell & Friends sowie Daniel Johnson auf dem Programm. Beginn ist um 17:00 Uhr, Einlass ab 15:00 Uhr. Karten kosten im Vorverkauf 20 € und an der Tageskasse 23 €.

💃🕺Für Tanzbären – Am Samstag, 27. Juni, lädt das Tanzsportzentrum Schwabach zum „Latin Dancing“ in den Stadtpark ein. Workshops für Salsa, Kizomba und Bachata beginnen ab 13:00 Uhr, ehe von 18:00 bis 22:00 Uhr die „Latin Night“ mit DJ Peter folgt. Der Eintritt ist frei, einfach kommen und mittanzen.

🍷 Für Weinfreunde – Am Samstag, 27. Juni, freut sich AURUM Interior & Wine auf euch und ein Südtiroler Weintasting. Beginn ist um 18:30 Uhr. Verkostet werden ausgewählte Sommerweine, begleitet von Antipasti. Die Teilnahme kostet 59 €. Karten sind im AURUM erhältlich.

🔎 Für Schatzsucher – Am Sonntag, 28. Juni, verwandelt sich der Stadtpark ab 10:00 Uhr wieder in einen großen Marktplatz für Kinder. Beim Markt der Kinder des Verkehrsvereins verkaufen und tauschen junge Händlerinnen und Händler ihre Schätze auf dem großen Trempelmarkt.

🎹 Für Klassikfreunde – Die Schwabacher Meisterkonzerte setzen ihre Reihe am Sonntag, 28. Juni, fort. Beginn ist um 19:30 Uhr im Bürgerhaus. Zu hören sind Werke von Gustav Mahler, Alban Berg, Josef Marx und Richard Strauss, interpretiert von Carolina Ulrich und Marcelo Amaral. Tickets kosten 25 €, ermäßigt 5 €.

Unser Partner der Woche:
Decker Holzmanufaktur

Handwerkskunst hinter jedem Brett - Das Team von Decker Holzmanufaktur sind die Experten für hochwertige Böden, Decken- und Wandverkleidungen. Jedes einzelne Stück ist ein Werk der Liebe. Es durchläuft eine akribische Reise, die von 10 bis 14 geschickten Händen geleitet wird. Dieser bewusste Prozess ist ein Beleg für unermüdliches Engagement, das sicherstellt, dass jedes Produkt mit einer Sinfonie von unvergleichlicher Qualität erklingt. Es ist nicht einfach nur eine Kreation; es ist eine Äußerung unserer Leidenschaft, unserer Hingabe und der harmonischen Zusammenarbeit von Handwerkern, die sich der Herstellung von Exzellenz in jedem Detail verschrieben haben.

Geschichte der Woche - Die unbekannte Größe

Foto: Bezirk Mittelfranken - Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster

Wer unser Oberbürgermeister ist, wissen quasi alle. Auch die Namen der örtlichen Landtags- oder Bundestagsabgeordneten haben viele schon einmal gehört. Beim Bezirkstagspräsidenten wird es deutlich schwieriger. Dabei verantwortet Peter Daniel Forster (CSU) einen Haushalt von rund 1,38 Milliarden Euro und ist für Aufgaben zuständig, die viele Menschen in ihrem Alltag unmittelbar betreffen, von der Pflege über die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen bis hin zur Kulturförderung.

Warum also wissen vergleichsweise wenige Menschen, was ein Bezirk eigentlich macht? Und wo begegnet der Bezirk den Schwabachern, ohne dass sie es merken?

Was ist eigentlich der Bezirk Mittelfranken?

  • Der Bezirk ist die dritte kommunale Ebene in Bayern, neben Städten und Gemeinden sowie Landkreisen und kreisfreien Städten.

  • Der Bezirkstag wird zeitgleich mit dem Bayerischen Landtag gewählt.

  • Zu den Aufgabenfeldern gehören Soziales, Gesundheit, Bildung, Kultur, Natur & Umwelt sowie Europa.

  • Der Haushalt des Bezirks Mittelfranken umfasst 2026 rund 1,38 Milliarden Euro.

  • Bezirkstagspräsident ist seit 2023 Peter Daniel Forster.

  • Sitz des Bezirks ist Ansbach.

  • Nicht zu verwechseln mit der Regierung von Mittelfranken, die eine staatliche Behörde ist.

  • Schwabach wird derzeit von zwei Mitgliedern im Bezirkstag vertreten: Bezirkstagspräsident Peter-Daniel Forster (CSU) sowie Magdalena Reiß (SPD).

Was macht eigentlich ein Bezirkstagspräsident?

Ich glaube, viele Menschen haben eine Meinung dazu, was ein Politiker macht. Jedoch nicht, was genau ein Bezirkstagspräsident macht“, sagt Peter Daniel Forster gleich zu Beginn unseres Gesprächs.

Dabei ist sein Amt strukturell durchaus vergleichbar mit dem eines Oberbürgermeisters oder Landrats. Als Bezirkstagspräsident leitet er die Verwaltung des Bezirks Mittelfranken und steht den politischen Gremien des Bezirks vor. Nur ist diese Ebene für viele Bürger deutlich schwerer greifbar.

Foto: Bezirk Mittelfranken - Bezirkstagspräsident Peter Daniel Forster

Zur Person: Peter Daniel Forster (Jahrgang 1981) ist seit November 2023 Bezirkstagspräsident von Mittelfranken. Der IT-Betriebswirt ist kein klassischer Berufspolitiker, sondern arbeitete viele Jahre in einer großen Nürnberger Versicherung. Seit 2008 gehört er dem mittelfränkischen Bezirkstag an. Sein Direktmandat im Stimmkreis Nürnberg-Süd/Schwabach verteidigte er seitdem mehrfach. Vor seiner Wahl zum Bezirkstagspräsidenten führte er zehn Jahre lang die CSU-Fraktion im Bezirkstag. Neben seiner politischen Tätigkeit engagiert er sich seit über zwei Jahrzehnten ehrenamtlich als IHK-Prüfer sowie bei dem DBV (Deutscher Bankangestellten Verband).

Ein Grund dafür liegt schon in der Struktur Bayerns selbst. Während Städte, Gemeinden, Landkreise und kreisfreie Städte im Alltag sichtbar sind, arbeitet der Bezirk oft im Hintergrund. Hinzu kommt eine Verwechslung, die Forster häufig erlebt.

Der Bezirk Mittelfranken wird regelmäßig mit der Regierung von Mittelfranken verwechselt“, erzählt er. Dabei handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Einrichtungen. Während die Regierung die staatliche Mittelbehörde des Freistaats Bayern ist, bildet der Bezirk die dritte kommunale Ebene und vertritt damit die Interessen der Bürger vor Ort. Beide Institutionen sitzen in Ansbach. Beide tragen „Mittelfranken“ im Namen. Dass dabei gelegentlich Verwirrung entsteht, überrascht wenig.

Zwischen Ansbach, Klinik und Vereinsheim

Foto: Manuel Mauer | Als langjährigem IHK-Prüfer liegt Forster (links) die Ausbildung junger Menschen besonders am Herzen. Hier auf der Schwabacher Karrieremesse “Shop Your Future”

Wer bei einem Bezirkstagspräsidenten entsprechend vor allem an Aktenberge und lange Sitzungen denkt, liegt nur teilweise richtig. Forster betont, wie vielfältig seine Tätigkeit sei. Einen typischen Arbeitstag gebe es daher nicht, sagt er. Meist beginnt er zwischen 6:30 und 7:00 Uhr. Danach folgen Termine im Bezirksrathaus in Ansbach, Besuche in Einrichtungen, Gespräche mit Mitarbeitern, Sitzungen politischer Gremien und zahlreiche Veranstaltungen in ganz Mittelfranken. Nicht selten dauern die Tage bis 22:00 oder 23:00 Uhr.

Das Auto wird daher regelmäßig zum „rollenden Büro“. Telefonate, Unterlagen und Abstimmungen finden häufig zwischen zwei Terminen statt. Besonders wichtig sind ihm die Begegnungen vor Ort. Vor allem Besuche in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen bleiben ihm im Gedächtnis. „Da kommt man oft am Abend wieder ganz geerdet nach Hause.“ Forsters Amt ist keines für reine “Schreibtischtäter”.

Wo der Bezirk in Schwabach wirkt

Foto: Manuel Mauer - “Das Goldschläger” - für die Sanierung des wunderbaren Gebäudes im Herzen Schwabachs wurde die Gewobau mit dem Denkmalpreis des Bezirks Mittelfranken ausgezeichnet

Die spannendere Frage lautet allerdings: Wo begegnet der Bezirk den Menschen überhaupt? Die Antwort dürfte viele überraschen. Auf der Schwabacher Marionettenbühne zum Beispiel. In Pflegeeinrichtungen. Bei Angeboten der Lebenshilfe. Im Jüdischen Museum Franken. Bei Kulturveranstaltungen. In der Denkmalpflege. Oder überall dort, wo Menschen Unterstützung benötigen und soziale Einrichtungen ihre Arbeit leisten.

Der Bezirk ist dabei häufig Förderer, Mitfinanzierer oder Träger wichtiger Leistungen. Wie groß diese Rolle tatsächlich ist, zeigt ein Blick auf die Zahlen. Allein im Jahr 2024 erhielten laut Pressestelle des Bezirks 1.122 Menschen in Schwabach soziale Leistungen des Bezirks Mittelfranken. Die Ausgaben dafür beliefen sich auf rund 18,6 Millionen Euro.

Direkt sichtbar wird das jedoch selten. Wer an einer Einrichtung vorbeigeht, liest am Eingang meist Namen wie Lebenshilfe, Caritas, Diakonie oder AWO. Auf den Klingelschildern steht nicht „Bezirk Mittelfranken“. Sicher einer der Gründe, warum diese politische Ebene für viele Bürger so schwer greifbar bleibt. Dabei würde ihr Fehlen schnell auffallen.

Hinzu kommen Kulturförderungen. Die Schwabacher Marionettenbühne erhält jährlich 4.000 Euro vom Bezirk. Auch die Literaturtage „LesArt“, die Kunsttage „ortung“ sowie das Jüdische Museum Franken werden unterstützt. Nicht immer sind es gewaltige Summen. Für die Umsetzung vieler Projekte können sie dennoch entscheidend sein.

So berichteten Verantwortliche der Schwabacher Marionettenbühne bereits gegenüber Baratier, dass die Bühne ohne die Unterstützung verschiedener Partner – darunter auch der Bezirk Mittelfranken – heute in dieser Form kaum noch existieren würde. Ein Beispiel dafür, dass der Bezirk nicht nur Sozialleistungen finanziert, sondern auch kulturelle Angebote ermöglicht, die das Leben vor Ort bereichern. Auch Auszeichnungen gehören zu dieser Unterstützung, wie zum Beispiel der Denkmalpreis des Bezirks, der zuletzt gleich doppelt nach Schwabach ging.

Warum es den Bezirk überhaupt gibt

Spätestens an dieser Stelle stellt sich eine naheliegende Frage: Könnten Städte und Landkreise diese Aufgaben nicht einfach selbst übernehmen? Theoretisch vielleicht. Praktisch wäre das wohl deutlich schwieriger.

Die größten Aufgaben des Bezirks liegen in Bereichen wie Pflege, Eingliederungshilfe und sozialer Unterstützung. Es handelt sich um Leistungen, die nicht nur teuer, sondern auch hoch spezialisiert sind. Genau deshalb wurden sie auf Bezirksebene gebündelt.

Da es große Herausforderungen – vor allem im Bereich Soziales mit der Unterstützung pflegebedürftiger Menschen und Menschen mit Behinderungen – gibt, welche die Leistungsfähigkeiten kleinerer Gebietskörperschaften übersteigen, ist der Bezirk als dritte kommunale Ebene so wichtig“, sagt Forster.

Der Bezirk sorgt damit nicht nur für eine gemeinsame Finanzierung, sondern auch für den fachlichen Fokus auf jene Themen, die für einzelne Städte oder Landkreise allein kaum zu stemmen wären.

Was fehlen würde, wenn es den Bezirk morgen nicht mehr gäbe? „Es würden Einrichtungen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen fehlen“, bringt es Forster auf den Punkt.

Die Herausforderungen der Zukunft

Foto: Bezirksklinikum Mittelfranken | Peter Daniel Forster informiert sich unter anderem mit Hospitationen regelmäßig persönlich vor Ort über die Arbeit im Gesundheitssektor

Die Dimension der Aufgaben zeigt sich auch im Haushalt. Rund 1,38 Milliarden Euro umfasst der Gesamthaushalt des Bezirks Mittelfranken im Jahr 2026. Davon fließen etwa 1,2 Milliarden Euro allein in die soziale Sicherung der Bürgerinnen und Bürger.

Die größten Ausgabeposten sind die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen mit rund 750 Millionen Euro sowie die Hilfe zur Pflege mit rund 205 Millionen Euro. Zahlen, die verdeutlichen, warum der Bezirk für viele Aufgaben unverzichtbar geworden ist.

Gleichzeitig wächst der finanzielle Druck. „Die Kosten steigen aktuell enorm und liegen über den Steigerungsraten auf der Einnahmenseite der öffentlichen Haushalte“, beschreibt Forster die Lage. Ein Problem, das nicht nur Mittelfranken betrifft, sondern Kommunen und öffentliche Haushalte in ganz Deutschland beschäftigt.

Spricht man mit dem Bezirkstagspräsidenten über die kommenden Jahre, werden die Antworten nachdenklicher. Die Pflege gehört dabei zu den größten Herausforderungen. Nicht nur die Kosten steigen. Auch Fachkräfte fehlen vielerorts. Forster weist dabei auf einen Aspekt hin, der in politischen Debatten häufig unterrepräsentiert sei. „Die Pflege in professionellen Einrichtungen wie Pflegeheimen oder Kliniken ist oftmals nur noch mit vielen Menschen mit Migrationshintergrund möglich.“

Daneben beschäftigt ihn die Frage, wie der Sozialstaat künftig finanziert werden kann. „Wie sieht unser Sozialstaat in der Zukunft aus?“ Auch die gesellschaftliche Entwicklung bereitet ihm Sorgen. Das Erstarken politischer Ränder nennt er ebenso wie eine zunehmende Intoleranz im öffentlichen Diskurs.

Auf die Frage, worauf er in seinem Amt gerne verzichten würde, antwortet er deshalb ohne lange zu überlegen: „Suchen wir doch bitte lieber wieder das Verbindende und nicht das Spaltende in unserer Gesellschaft.“

Viele dieser “verbindenden” Angebote sind ohne das Engagement von Ehrenamtlichen, Vereinen, Wohlfahrtsverbänden oder Kulturschaffenden kaum denkbar. Der Bezirk organisiert diese Arbeit nicht. Er schafft aber häufig die Voraussetzungen dafür, dass sie stattfinden kann. Auch in Schwabach wirkt er deshalb meist dort, wo Menschen Verantwortung für andere übernehmen. Selten sichtbar, oft im Hintergrund und für viele Einrichtungen wichtiger, als auf den ersten Blick erkennbar ist.

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Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen

💸 Kartenzahlung im Kaufhaus Wertvoll
Ab sofort kann bei jedem Einkauf im Kaufhaus Wertvoll auch mit Karte gezahlt werden. Das Sozialkaufhaus will somit ein noch besseres Shopping-Erlebnis für alle ermöglichen.

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Das syrische Restaurant “Fattush” bietet nun auch eine bequeme Lieferung nach Hause an. Bestellt werden kann über gängige Apps oder klassisch per Telefon.

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Foto: dieBank | Diesen leckeren Tropfen gibt es heute zu gewinnen

Aus Stadtrat & Verwaltung

♻️ Umweltmobil kommt
Am Samstag, 20. Juni, ist das Umweltmobil wieder in Schwabach unterwegs. Angenommen werden giftige und umweltschädliche Abfälle aus Privathaushalten sowie vergleichbare Mengen aus Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben – kostenlos und in haushaltsüblichen Kleinmengen. Stationen: 10:00 Uhr - 11:30 Uhr, Flurstraße / Ecke Mühlenstraße, 12:30 Uhr - 13:30 Uhr, Dr. Georg-Betz-Straße Eichwasen

🚧 Nördliche Ringstraße gesperrt
Wegen Asphaltierungsarbeiten wird die Nördliche Ringstraße (B2) zwischen der Staedtlerstraße und der Brücke über die Schwabach von Samstag, 20. Juni, 06:00 Uhr, bis Sonntag, 21. Juni, 05:00 Uhr, vollständig gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Fürther Straße und die Penzendorfer Straße, zudem werden mehrere Buslinien umgeleitet. Verkehrsteilnehmer sollten mehr Fahrzeit einplanen; weitere Informationen gibt es hier.

Immobilien-Tipp der Woche

Regelmäßig stellen wir hier bemerkenswerte Immobilien aus Schwabach und Umgebung vor, die durch ein besonders attraktives Angebot oder eine einzigartige Geschichte begeistern.

🏡 Klein, aber oho! - Es muss nicht immer riesig sein. Für 329.000,00 € gibt es diesmal ein komplettes Haus samt Grundstück. Mehr muss man eigentlich nicht wissen. Anschauen lohnt sich auf jeden Fall!

Das Beste kommt zum Schluss

Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!

Super Noten für Deutschlands Badegewässer

Gif by survivorau on Giphy

Wer vor der nahenden Hitzewelle ins kühle Nass fliehen möchte, kann das in Europa meist mit gutem Gefühl tun. Nach aktuellen Daten der Europäischen Umweltagentur erfüllen 96 Prozent aller überwachten Badegewässer in der EU die vorgeschriebenen Qualitätsstandards, 85 Prozent werden sogar als „ausgezeichnet“ eingestuft.

Die Zahlen zeigen, dass sich jahrzehntelange Investitionen in Kläranlagen, Gewässerschutz und Abwasserinfrastruktur auszahlen. Besonders erfreulich: Die Wasserqualität hat sich europaweit über viele Jahre hinweg kontinuierlich verbessert. Während Umweltmeldungen oft von Problemen handeln, liefert dieser Bericht einmal eine andere Botschaft: Europas Seen, Flüsse und Küsten sind heute sauberer als noch vor wenigen Jahrzehnten. Eine gute, interaktive Karte gibt es hier bei der ARD.

🫶 Danke, dass Du und {{active_subscriber_count}} Abonnenten sich heute die Zeit genommen haben, uns zu lesen!

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