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Guten Morgen {{ Vorname | liebe Schwabacherinnen & Schwabacher }},

Du liest die Ausgabe des 24. April 2026 und ein wunderbares Wochenende liegt vor uns.

🍺 Am vergangenen Donnerstag war Tag des Deutschen Bieres! Wer das verpasst hat, kommt am Wochenende beim Schwabacher Brauverein voll auf seine Kosten.

⚒️ In der Geschichte der Woche tauchen wir in eine derzeit besonders emotional geführte Debatte ein und unterhielten uns mit der IG Metall in Schwabach zum Tag der Arbeit und den aktuellen Forderungen der Gewerkschaft.

Veranstaltungen & Unterhaltung

In dieser Rubrik findest du eine bunte Auswahl von Veranstaltungen in Schwabach in den kommenden Wochen.

Auf einen Blick - Am Wochenende

🐝 Für Familien - Die Kinderkirchweih bringt Fahrgeschäfte, Bühnenprogramm und Mitmachaktionen in die Innenstadt. Sie startet am Freitag, 24. April und geht bis Dienstag, 28. April, täglich von 11:00 Uhr bis 20:30 Uhr. Wie jedes Jahr gibt es bekannte Klassiker und spannende Neuigkeiten. Beispielsweise nie dagewesen: die Kinderachterbahn Bugs & Bees.

💀 Für Musicalfans – Die Musicalcompany Nürnberg bringt „The Addams Family“ auf die Bühne. Aufführungen gibt es am Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April, jeweils um 19:30 Uhr und am Sonntag, 26. April, um 17:30 Uhr. Spielort ist der Markgrafensaal in Schwabach. Tickets sind hier ab 28 € erhältlich.

🐹 Für Kids – Beim Lesespaß mit Hardy Hamster wird diesmal, am Freitag, 24. April, um 15:00 Uhr, „Die gelben Gummistiefel“ von Isabell Pin als Bilderbuchkino in der Stadtbibliothek gezeigt. Geeignet für Kinder, Teilnahmeinformationen bei der Stadtbibliothek erhältlich.

🌳 Für Naturfreunde – Die geführte Wanderung „Mit dem BN unterwegs“ führt am Freitag, 24. April, um 19:00 Uhr durch die Landschaft rund um Schwabach. Treffpunkt ist die Realschule, die Route umfasst etwa 8 km und dauert rund zwei Stunden mit anschließender Einkehr im Hosa Gärtla. Anmeldung per E-Mail.

🍹 Für Unfassbare – Im Unfassbar stehen ein Live-Set von Klaus Mallonn und eine 80er- und 90er-Party mit DJ Bergi auf dem Programm. Termine sind Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April, jeweils ab 21:00 Uhr.

🎭 Für Theaterfreunde - „Außer Kontrolle“, eine Komödie von Ray Cooney über Liebe, Lügen und unerwartete Wendungen, steht am Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April, um 19:00 Uhr auf dem Spielplan von “Das andere Theater”. Gespielt wird im Blauen Theater des Adam-Kraft-Gymnasiums. Regie führt Kurt Preinl. Tickets kosten 15 € (ermäßigt 12 €).

⚡️ Für Elektroenthusiasten – Am Freitag, 24. April, verwandelt DJ Tim Paul das Metro wieder ins “Elektrodrom”. Der Eintritt ist ab 18 Jahren und kostet schlappe 3€.

🎀 Für Mädels – Beim Mädchenaktionstag im Aurex stehen Workshops, kreative Angebote und Begegnungen im Mittelpunkt. Termin ist Samstag, 25. April, von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Die Teilnahme richtet sich an Mädchen zwischen 10 und 27 Jahren, Teilnahme und Anmeldung über den Stadtjugendring Schwabach oder spontan möglich.

🍺 Für Durstige – Beim Maibockfest des Brauvereins gibt es am Samstag, 25. April, von 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr in der Nördlichen Ringstraße echte Schwabacher Bierspezialitäten und Catering von Jackys feiner Küche. Zu genießen gibt es Maibock, Prinz-Albrecht-Trunk und das Goldschlägerbürschla.

Auf einen Blick - Kommende Woche

🪩 Für Tanzfreudige – Die AWO lädt zum Tanznachmittag in den AWO-Saal ein. Am Dienstag, 28. April, von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr stehen Musik und Bewegung im Mittelpunkt. Der Eintritt ist frei.

💿 Für Maitänzer – Die Bürgergemeinschaft Wolkersdorf organisiert einen Musikabend mit zwei DJs auf der Dorfmitte. Am Donnerstag, 30. April, von 17:30 Uhr bis 21:30 Uhr legen DJ Falkstarr und DJ Fantaaa auf und lassen euch gemeinsam in den Mai tanzen. Dazu gibt es Getränke und den Foodtruck des Restaurants Olympia.

📦 Für Trödelfans – Nach der Feier ist vor dem Flohmarkt. Am Freitag, 01. Mai, ab 13:00 Uhr, wird die Dorfmitte Wolkersdorfs zum Treffpunkt für Trempelfreunde mit zahlreichen Ständen. Zusätzlich ist die traditionelle Kofferversteigerung gegen 13:30 Uhr geplant, diesmal zugunsten der Mittags-Betreuung in der Zwieseltal-Grundschule.

👟 Für Entdecker – Am Wochenende führen wieder mehrere Touren durch Schwabachs Geschichte. Am Freitag, 01. Mai, startet um 15:00 Uhr die Führung „Die seltsamen Schilder“ am Rathaus Schwabach. Am Samstag, 02. Mai, folgen um 14:00 Uhr und 16:00 Uhr Live-Vorführungen des Goldschlägers im Stadtmuseum Schwabach und am Sonntag, 03. Mai, beginnt um 14:00 Uhr die Führung „Unterwegs mit dem Münzmeister“. Hier ist der Start erneut am Rathaus.

🪴 Für Pflanzenfreunde – Die Pflanzentauschbörse des BN Schwabach bietet Gelegenheit zum Tauschen, Abgeben und Mitnehmen von Pflanzen aller Art. Am Samstag, 02. Mai, von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr findet die Veranstaltung im BN-Hinterhof in der Südlichen Ringstraße 17 statt. Der Eintritt ist frei.

🤼 Für Wrestlingfans – Doppelpack am Wochenende im Markgrafensaal. GWP Wrestling präsentiert am Freitag, 01. Mai, die „Spring Xplosion 26“. Sie beginnt um 18:45 Uhr, Tickets sind ab 15 € erhältlich. Wem das noch nicht reicht, für den feiert GWP Wrestling am Samstag, 02. Mai „20th Anniversary 2026“. Dieses Event startet um 18:45 Uhr. Tickets sind ab 14 € erhältlich.

Unser Partner der Woche:
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Geschichte der Woche - Höret die Signale!

Foto: IG Metall - In ganz Deutschland rufen Gewerkschaften am 01.05 zum traditionellen “Tag der Arbeit” auf.

Für viele ist der 1. Mai mehr als ein freier Tag im Kalender. Entstanden aus den Arbeitskämpfen des späten 19. Jahrhunderts, steht er bis heute für die Auseinandersetzung um Rechte, Löhne und Arbeitsbedingungen.

Auch wenn sich die Formen dieser Konflikte verändert haben: In Deutschland ist der „Tag der Arbeit“ seit 1919 gesetzlicher Feiertag, geprägt von Demonstrationen, gewerkschaftlichen Kundgebungen und politischen Forderungen.

Doch während sich die Arbeitswelt durch Digitalisierung, Fachkräftemangel und globale Umbrüche rasant wandelt, stellt sich die Frage neu: Welche Rolle spielen Gewerkschaften heute, und wie viel politische Kraft steckt noch in diesem Datum? Darüber sprachen wir mit Jens Lindemann.

Zur Person: Jens Lindemann ist 49 Jahre alt, verheiratet und seit März 2024 1. Bevollmächtigter und Kassierer der IG Metall Schwabach. Er ist Vater von 2 Söhnen und einer Tochter im Teenageralter. 2026 kandidierte er im Rahmen der Kommunalwahl in Schwabach für die SPD auf Listenplatz 25.

Baratier: Wenn Du an den 1. Mai denkst: Ist das für Dich heute noch ein inhaltlicher Kampftag oder eher ein Ritual? Welche Rolle spielt er in Deiner täglichen Arbeit?

Jens Lindemann: Am 14. Juli 1889 kamen in Paris Gewerkschaften aus der ganzen Welt zusammen, um einer ihrer Kernforderungen Nachdruck zu verleihen, nämlich den Arbeitstag auf 8 Stunden festzulegen – bei den aktuellen politischen Debatten, auch um den 8-Stunden-Tag, spricht doch viel dafür, dass der 1. Mai ein inhaltlicher Kampftag war, ist und auch in Zukunft bleiben wird.

Baratier: Gerade wird wieder einmal diskutiert, den 1. Mai als Feiertag abzuschaffen. Wie bewertest Du diese Forderung?

Jens Lindemann: Der 1. Mai gehört zum politischen Selbstverständnis der Gewerkschaften und ist Teil unserer DNA. Wer eine Abschaffung dieses wichtigen Feiertages fordert, kennt entweder die Historie um den 1. Mai nicht oder möchte uns damit bewusst provozieren.

Baratier: Es heißt oft, Gewerkschaften hätten an Einfluss verloren. Ganz provokant: Braucht es Gewerkschaften heute noch, oder könnten Arbeitsbedingungen auch anders geregelt werden, etwa über Gesetze oder individuelle Verträge?

Jens Lindemann: Die IG Metall hat fast doppelt so viele Mitglieder [Anm. d. Red: aktuell rund 2 Mio.] wie alle im Bundestag vertretenen Parteien gemeinsam, allein das spricht dafür, dass wir genügend Einfluss auf die Politik nehmen können. Die Tarifbindung der Firmen ist tatsächlich rückläufig, weshalb wir uns auch unter anderem für das Tariftreuegesetz stark gemacht haben. Gerade in Deutschland haben wir zum Glück starke Gewerkschaften, in Ländern, wo dies nicht der Fall ist, werden die Menschen auch heute noch ausgebeutet. Wenn Arbeitsbedingungen ohne Gewerkschaften geregelt werden, bedeutet dies fast immer deutlich schlechtere Konditionen. Tarifgebundene Arbeitnehmende verdienen im Schnitt 11 % mehr als ihre nicht tarifgebundenen Kolleg*innen. Von Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld ganz zu schweigen.

Gesetze sind immer Mindestbedingungen, und individuelle Verträge werden doch vor allem vom stärkeren Verhandlungspartner diktiert – dies sind in aller Regel die Arbeitgeber. Gerade wenn es einen Überhang am Arbeitsmarkt gibt, kann dies zu einem Unterbietungswettbewerb der Arbeitssuchenden führen. Auch dies war ein Grund, weshalb sich in der Vergangenheit Gewerkschaften gegründet haben. Wenn es geregelte Eingruppierungskriterien gibt, gibt es diesen Unterbietungswettbewerb nicht.

Also ja – Gewerkschaften werden gebraucht!

Baratier: Trotzdem sorgen Streiks bei Deutsche Bahn oder Lufthansa regelmäßig für Ärger, auch unter Arbeitern. Haben Gewerkschaften ein Akzeptanzproblem? Braucht es vielleicht sogar eine Neuordnung der Gewerkschaftslandschaft, gerade mit Blick auf kleinere Spartengewerkschaften?

Jens Lindemann: Streiks stellen immer die Ultima Ratio einer jeden Verhandlungsrunde dar, und sicherlich ist es ärgerlich, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel ausfallen, nur sind Streiks das einzige Mittel, was die Gewerkschaften haben, um auf die Arbeitgeber Druck auszuüben, wenn die Verhandlungen gescheitert sind. Die Koalitionsfreiheit ist in Artikel 9, Abs. 3 geregelt, und wenn die Gründungsväter den Gewerkschaften so hohe Bedeutung haben zukommen lassen, dann nicht ohne Grund. Eine Neuordnung der Gewerkschaftslandschaft sehe ich als nicht notwendig an. Die Hürden, als Gewerkschaft gesetzlich anerkannt zu werden, sind sehr hoch, was ich auch ausdrücklich befürworte.

Baratier: Was macht die IG Metall konkret vor Ort in Schwabach, auch jenseits von Tarifrunden?

Jens Lindemann: Wir haben ein durchaus breites Spektrum, und Tarifrunden sind eines der wichtigsten, aber nicht das zeitintensivste Thema. Wir beraten und schulen Betriebsratsgremien, sind sehr aktiv in der Erwachsenenbildung, bieten Rechtsberatung sowie Rechtsschutz für unsere Mitglieder an, beteiligen uns an gesellschaftspolitischen Themen in- und außerhalb der Betriebe, unterstützen Jugend- und Auszubildendenvertretungen, sind als Arbeitnehmervertreterinnen in diversen Ausschüssen vertreten, wie z. B. dem Jobcenter oder den Berufsschulen, oder als ehrenamtliche Richterinnen tätig. Die Liste ist sehr lang, vielseitig und abwechslungsreich.

Baratier: KI, Automatisierung und Robotik verändern Industriearbeitsplätze massiv. Wie konkret spürt ihr diesen Wandel in euren Betrieben, und sind das auch die Themen, die die Menschen aktuell am meisten umtreiben?

Jens Lindemann: Die Industrie ist schon immer von Veränderung geprägt, sonst gäbe es keinen Fortschritt und keine Innovation. Bereits 2019 hat die IG Metall gewarnt, dass die Transformation der deutschen Industrie massiv Arbeitsplätze kosten könnte, wenn nicht rechtzeitig in neue Produkte und Industriefelder investiert wird – passiert ist leider zu wenig. Wandel ist wichtig und notwendig und auch nicht aufhaltbar, man sollte diesen Wandel nur mit den Beschäftigten durchführen und nicht zu Lasten der Beschäftigten.

Die Transformation ist ein Thema in den Betrieben, schwerwiegender sind aber doch eher die weltweiten multiplen Krisen. Angefangen von Corona bis hin zu den vielen schrecklichen Kriegen mit ihren Auswirkungen, welche wir tagtäglich am eigenen Geldbeutel spüren, aber noch viel schlimmer – und dies muss mehr in den Fokus gerückt werden – die Menschen in den betroffenen Krisengebieten mit Verzweiflung, Leid, Verletzungen oder Tod ertragen müssen.

Baratier: Welche Antworten hat die IG Metall darauf und welche politischen Forderungen ergeben sich daraus? Etwa bei Arbeitszeit, Qualifizierung oder Standortpolitik?

Jens Lindemann: Gerade in der Industrie haben wir doch schon einen sehr hohen Automatisierungsgrad, was unserer Industrie zu schaffen macht, sind die hohen Strompreise und die Bürokratie, auch in den Betrieben. Wir müssen uns wieder auf das konzentrieren, was unsere Stärken sind, nämlich Innovation und Leistungsfähigkeit – dies hat übrigens nichts mit längeren Arbeitszeiten zu tun. Mir kann niemand erklären, dass er in der neunten oder zehnten Stunde innovativer ist als in der Arbeitszeit davor, im Gegenteil. Qualifizierung und lebenslanges Lernen sind Schlüssel zu Innovation, aber auch dies müssen die Arbeitgeber mehr fördern, um vorne zu bleiben. Der Sozialstaat ist eine unserer wichtigsten Errungenschaften und darf nicht zu Lasten der Menschen kaputtgespart werden. Hier braucht es Anpassungen, welche das Wort Reform verdienen und dahinter nicht Verschlechterung meinen.

Baratier: Was müsste passieren, damit der 1. Mai wieder mehr Menschen erreicht, gerade jüngere Beschäftigte?

Jens Lindemann: [lacht] In Nürnberg haben wir die größte DGB-Maikundgebung der Republik, der DGB-Kreisverband Roth Schwabach hat in Mittelfranken die zweitgrößte Veranstaltung – ich verstehe Ihre Frage nicht.

🖍️ Kommentar - Der blinde Fleck

Jens Lindemann argumentiert konsequent, ehrlich und im Stil der ehrwürdigen und zu Recht respektierten deutschen Arbeiterbewegung. Doch gerade darin liegt in der aktuellen Situation das Problem. Seine Antworten folgen einer Logik, die über Jahrzehnte funktioniert hat: Schutzrechte sichern, Standards erhöhen, kollektive Stärke organisieren. Doch diese Logik stößt an Grenzen, weil sich der Konflikt verschoben hat.

Es geht längst nicht mehr primär um die Verteilung von Wohlstand, sondern um dessen Entstehung. In einer Wirtschaft, die unter Druck steht, zum Beispiel durch hohe Kosten, globale Konkurrenz und technologische Umbrüche, entscheidet sich die Zukunft der Arbeit nicht am Verhandlungstisch, sondern an der Investitionsentscheidung. Bleibt das Kapital, entstehen Jobs. Wandert es ab, nützen auch die besten Tarifverträge nichts.

Genau hier bleibt Lindemann eine Antwort schuldig. Er benennt Probleme, behandelt sie aber wie äußere Umstände, nicht wie den Kern der Herausforderung. Die entscheidende Frage lautet: Welche Rolle spielen Gewerkschaften dabei, den Standort attraktiv zu halten?

Dabei ist die Diagnose teilweise richtig. Ohne kollektive Organisation droht ein Ungleichgewicht zulasten der Beschäftigten. Gerade im Umbruch durch KI und Automatisierung braucht es Orientierung, Qualifizierung und Absicherung. Aber das ist nur die halbe Wahrheit.

Die andere Hälfte ist unbequemer: Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht ohne Anpassung, und Anpassung ist selten kostenlos. Wenn Produktion hier bleiben soll, bedeutet das auch, Zielkonflikte anzuerkennen. Höhere Löhne, kürzere Arbeitszeiten, mehr Regulierung: All das kann sinnvoll sein. Aber nicht alles gleichzeitig und nicht unabhängig von der wirtschaftlichen Realität. Hier liegt der blinde Fleck: Die Debatte wird geführt, als ließe sich Wohlstand politisch festlegen, ohne seine Voraussetzungen zu sichern. Doch genau das wird in den kommenden Jahren entscheidend sein. Wenn KI und Automatisierung Produktivität entkoppeln, wird Arbeit nicht nur teurer, sie wird auf jeder Ebene und in jedem Berufsbild ersetzbar.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr nur, wie Arbeit besser wird, sondern was wir bereit sind, dafür zu geben, dass sie überhaupt hier bleibt.

Das kann Verzicht bedeuten: auf maximale Lohnsteigerungen, auf weitere Arbeitszeitverkürzungen, auf zusätzliche Belastungen für Unternehmen. Es kann aber auch heißen: mehr Flexibilität, mehr Tempo bei Entscheidungen, mehr Priorität für Investitionen.

Klar ist aber auch: Gleiches gilt auch für Unternehmerinnen und Unternehmer. Deutschland muss zurückkehren zu einem gemeinsamen Ziel, Wohlstand zu mehren, statt bestehenden nur zu verwalten, denn dann verlieren alle.

Der 1. Mai war einmal ein Symbol für Fortschritt durch Konflikt. Heute müsste er ein Symbol für Fortschritt durch Ehrlichkeit sein. Dazu gehört auch, auszusprechen, was lange vermieden wurde: Wohlstand lässt sich nicht verteilen, wenn er nicht mehr erwirtschaftet wird und seine Sicherung hat einen Preis.

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Stadtgeschehen - Menschen, Vereine, Organisationen

⚽️ Landesliga-Update
Dieses war der nächste Streich! Der formstarke SC04 bleibt auf der Gewinnerstraße und schlägt Nürnberg-Buch auswärts mit 1:3. Die Urus hatten hingegen beim Heimspiel gegen Erlangen-Bruck weniger zu lachen. 0:3 hieß es am Ende. Bereits am heutigen Freitag geht es weiter, wenn der SC04 (#5 - 30Sp. - 51P.) um 19:00 Uhr zuhause Burgebrach (#12 - 30Sp. - 38P.) empfängt. Die Roten Teufel ( #10 - 30Sp. - 40P.) wollen hingegen am Sonntag um 15:00 Uhr in Lauterhofen (#17 - 30Sp. - 24P.) mal wieder drei Punkte einfahren, um möglicherweise den Klassenerhalt final zu sichern.

Aus Stadtrat & Verwaltung

♻️ Umweltmobil kommt
Am Freitag 24. April, ist das Umweltmobil wieder in Schwabach unterwegs. Angenommen werden giftige und umweltschädliche Abfälle aus Privathaushalten sowie vergleichbare Mengen aus Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben – kostenlos und in haushaltsüblichen Kleinmengen. Stationen: 13:30 Uhr - 14:30 Uhr, Wolkersdorf (Kirchweihplatz), 15:30 Uhr - 17:00 Uhr, Ostanger

📅 Gremientermine
Es tagen wie folgt: Dienstag, 28. April, 16:00 Uhr Hauptausschuss - Donnerstag, 30. April, 16:00 Uhr Stadtrat - Freitag, 8. Mai, 16:00 Uhr Konstituierende Sitzung des Stadtrates - Dienstag, 19. Mai, 16:00 Uhr Hauptausschuss - Freitag, 22. Mai, 16:00 Uhr Stadtrat

🗯️ Die nächste Bürgerversammlung steht an
Die Bürgerversammlung für die Gesamtstadt sowie die Bezirke Nord, O’Brien-Park, Eichwasen und Nasbach steht an. Am Dienstag, 05. Mai, beginnt die Versammlung um 19:00 Uhr, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Veranstaltungsort ist die Schule am Museum, Ansbacher Straße 11, in Schwabach. Der Eintritt ist frei.

Das Beste kommt zum Schluss

Für alle die das Gefühl haben, dass es nur noch schlechte Nachrichten gibt, wollen wir den Newsletter immer mit einer guten Nachricht enden lassen. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und bedanken uns für Deine Zeit!

Stop the Bullshit

Gif by EDFOfficiel on Giphy

Die Gute Nachricht der Woche kommt aus dem Supermarktregal – und dürfte für mehr Klarheit sorgen. Wie Watson ausführlich berichtet, geht ein neues EU-Gesetz gegen sogenanntes Greenwashing vor. Unternehmen sollen künftig deutlich genauer belegen müssen, wenn sie Produkte als „klimaneutral“ oder „umweltfreundlich“ bewerben. Pauschale oder irreführende Aussagen ohne nachvollziehbare Grundlage sollen damit weitgehend verschwinden.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das vor allem mehr Transparenz: Nachhaltigkeitsversprechen müssen künftig überprüfbar sein, statt auf vagen Begriffen zu beruhen. Das dürfte nicht nur das Vertrauen stärken, sondern auch Unternehmen unter Druck setzen, tatsächliche Verbesserungen umzusetzen, statt nur darüber zu sprechen.

🫶 Danke, dass Du und {{active_subscriber_count}} Abonnenten sich heute die Zeit genommen haben, uns zu lesen!

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